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Konflikt

Wählergruppe löst sich vom Bürgermeister

Meinungsverschiedenheiten und Streit: Die Freie Wählergruppe Hagelstadt stellt sich gegen Bürgermeister Bausenwein.

Bausenwein erklärte zu den Vorwürfen, er habe als Bürgermeister viel zu tun. Da könnten nicht alle Erwartungen erfüllt werden. Archivfoto: Jaumann
Bausenwein erklärte zu den Vorwürfen, er habe als Bürgermeister viel zu tun. Da könnten nicht alle Erwartungen erfüllt werden. Archivfoto: Jaumann

Hagelstadt.Die Freie Wählergruppe Hagelstadt hat sich in einer Mitgliederversammlung am 11. Juni neu aufgestellt. Gemeinderat Robert Götzfried wurde unter Leitung von Manfred Hellwig mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Dr. Bernhard Bausenwein ab, der vorzeitig zurückgetreten ist. Als Schriftführerin ist Gemeinderätin Romana Stoffl bestätigt worden. Gemeinderat Sepp Meier folgt als neuer Kassier Yvonne Soller nach, die aus Hagelstadt wegzieht.

Im Vorfeld hielt Anton Haimerl, ehemaliger Bürgermeister von Hagelstadt, seinem Nachfolger Dr. Bausenwein vor, dass dieser schon seit einiger Zeit Bürger wegen Gründung einer eigenen Wählervereinigung anspreche, obwohl er bis jetzt noch Vorstand der Freien Wählergruppe war. „Damit hat er die Pflichten als Vorstand verletzt und das Ansehen unserer Wählergruppe beschädigt", meinte Haimerl.

Der neu gewählte Vorsitzende Robert Götzfried forderte die Mitglieder auf, um junge Leute zu werben, die die Geschicke ihrer Gemeinde mitgestalten wollen. Es gehe darum, eine überzeugende Kandidatenliste für die Wahl am 15. März 2020 zusammenzustellen.

Gemeinderat Albert Schmidbauer äußerte die Meinung, dass die Freie Wählergruppe Bürgermeister Bausenwein nicht mehr für weitere sechs Jahre als Kandidaten für das Amt aufstellen sollte. „Es gibt seit nunmehr fünf Jahren immer wieder Meinungsverschiedenheiten und Streit zwischen Dr. Bausenwein und dem gesamten Gemeinderat“, so Schmidbauer. Allein dieses Jahr habe man schon neun Beschlüsse jeweils gegen die Stimme des Bürgermeisters gefasst. Götzfried beklagte, dass Bausenwein die Ratschläge seiner Fraktion meist nicht beachte und Gemeinderäte nicht „mitnimmt".

Zustimmung fand die Kritik von Sieglinde Lichtenegger an der Informationspolitik des Bürgermeisters. Er informiere die Bürger kaum noch. Trotz anderslautender Zusagen gebe er kein Gemeindeblatt mehr heraus. Bausenwein erklärte dazu, er habe als Bürgermeister viel zu tun, wie jeder an der umfangreichen Bautätigkeit in der Gemeinde sehen könne. Da könnten nicht alle Erwartungen erfüllt werden.

Der neue Vorsitzende kündigte an, man wolle bis zum Herbst ein Wahlprogramm erarbeiten und eine Bewerberliste für die Gemeinderatswahl aufstellen. Er gebe auch die Hoffnung noch nicht auf, dass sich jemand auf der Liste der Freien Wählergruppe für das Bürgermeisteramt bewirbt.

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