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Training

Waldbrand: Feuerwehr übte den Ernstfall

Bei einer Übung hatte es die Pentlinger Wehren mit Feuer im Wald und vermissten Kindern zu tun – ein realistisches Szenario.
Josef Eder

Genügend Löschwasser in einen brennenden Wald zu bringen, ist eine Herausforderung. Foto: Josef Eder
Genügend Löschwasser in einen brennenden Wald zu bringen, ist eine Herausforderung. Foto: Josef Eder

Pentling.„Waldbrand am Kinderspielplatz im Hohengebrachinger Forst. Es werden vier Personen vermisst. Anfahrt über Kreisstraße R 4 und Geberichstraße in Niedergebraching“, lautete die Alarmierung, die bei den sieben Feuerwehren mit 75 Aktiven der Gemeinde Pentling um 18.10 Uhr in der vergangenen Woche einging. Das Unterholz und dürre Äste brannten im Hochwald lichterloh. Die Flammen erreichten eine Höhe von bis zu zehn Metern. Das Szenario für die Übung der Pentlinger Feuerwehren im Rahmen der Brandschutzwoche hatte es in sich.

Güllefässer für Löschwasser

Zwischenzeitlich begannen die Wehren aus Pentling und Matting die Brandausweitung einzudämmen. Zwei Landwirte kamen zudem mit je einem 6000 bzw. 7000 Liter fassenden Güllefass zu Hilfe. Mit einer von der Graßlfingern selbst konstruierten Befüllungsanlage konnten diese schneller befüllt werden. Vier lange Schlauchstrecken zur Wasserförderung wurden aus zwei Richtungen aufgebaut. Zwei 3000 Liter fassende Faltbehälter dienten als endliche Ansaugstellen. Sie wurden von den im Pendelverkehr fahrenden Fässern befüllt. Vor Ort wurden drei Fahrzeuge mit Wassertanks aus Pentling und Matting als zusätzliche Puffer eingesetzt.

Kreisbrandmeister Hans Hopfensperger war mit dem Übungsverlauf, der gegen 19.30 Uhr endete, sehr zufrieden. Das Benutzen von Güllefässern wurde ausreichend geübt. Es gibt sie allerdings nicht mehr in allen Orten, weil es immer weniger bäuerliche Betriebe gibt. „Im Ernstfall sind die Mannschaften aus Niedergebraching, Neudorf, Poign, Graßlfing, Großberg, Matting und Pentling erheblich stärker. Kleinere Schwachstellen konnten mit der Übung aufgezeigt werden. Die Menge an Löschwasser war ausreichend“, bilanzierte er.

Immer größere Waldbrandgefahr

Bei einbrechender Dunkelheit wurde die Übung dann beendet. In der Realität wären auch die Wehren aus Bad Abbach und Graß mit vor Ort gewesen. Den Druckleitungen, die der Zweckverband zur Wasserversorgung Regensburg Süd betreibt, konnte zu jeder Zeit das benötigte Löschwasser entnommen werden. Die beiden letzten trockenen und hitzereichen Sommer lassen die Waldbrandgefahr immer größer werden, sodass das Übungsszenario sehr realitätsnah war. (lje)

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