MyMz
Anzeige

Verkehr

10 000 Gäste können 600 Autos testen

Bei der Regensburger Automesse sind E-Autos ein großes Thema. Es darf nicht nur angeschaut, sondern auch ausprobiert werden.
Von Curd Wunderlich

Rund 600 Fahrzeuge können die Besucher auf dem Dultplatz am 7. und 8. Juli bestaunen. Archivfoto: altrofoto.de
Rund 600 Fahrzeuge können die Besucher auf dem Dultplatz am 7. und 8. Juli bestaunen. Archivfoto: altrofoto.de

Regensburg.Ein Wochenende für alle Autoliebhaber und Menschen, die gerade einen neuen Wagen suchen steht in Regensburg am 7. und 8. Juli an. Dann findet mit der neunten Regensburger Automesse (AMR) wieder die größte und damit wichtigste Fahrzeugausstellung in der Donaustadt an. Über 600 Fahrzeuge – 18 Marken – werden jeweils von 10 bis 17 Uhr auf dem Dultplatz zu sehen sein; und können größtenteils auch getestet werden, versprachen die veranstaltenden Händler am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Schirmherrschaft für die Messe hat Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer übernommen.

An der Messe beteiligen sich die Regensburger Autohäuser Jepsen (mit Audi, Volkswagen, Porsche und Skoda), Dünnes (mit Jaguar, Ford, Land-Rover und Maserati), Hofmann (mit BMW und Mini), Kraus (mit Peugeot, Renault, Citroën und Dacia) sowie das Stern-Center Regensburg (mit Mercedes und Smart). Zudem stellt seit 2017 auch die Karosserie Reisinger GmbH auf der AMR aus, die sich auf behindertengerechte Umbauten von Pkw spezialisiert hat. Auch die Dekra wird wieder vor Ort sein. Sie schätzt das eigene Fahrzeug. Dieser Schätzwert bildet dann die Grundlage bei Verkaufsverhandlungen mit den Händlern.

Autos auch „schmecken“

Rainer Hensel, Geschäftsführer der Jepsen Autogruppe, stellte auf der Pressekonferenz die Vorteile der Messe heraus: Man könne sich die Fahrzeuge der verschiedenen Marken nicht nur anschauen, sondern sie auch „im direkten Wettbewerb untereinander testen“. Schließlich können die Besucher an den Pavillons der unterschiedlichen Händler direkt vor Ort Probefahrten anmelden. Das sei deutlich einfacher, als an unterschiedlichen Tagen von Händler zu Händler fahren zu müssen. Auf dem Dultplatz werden am 7./8. Juli schließlich viele Marken an einem Ort gesammelt verfügbar sein – und Ansprechpartner, die Detailfragen beantworten können, stehen auch parat.

Die Chefs der großen Regensburger Autohäuser hoffen auf eine erfolgreiche Messe. F.: Wunderlich
Die Chefs der großen Regensburger Autohäuser hoffen auf eine erfolgreiche Messe. F.: Wunderlich

Wer sich hinter das Steuer eines der ausgestellten Fahrzeuge setzen will, um es zu testen, muss 18 Jahre alt sein und eine gültige Fahrerlaubnis vorweisen können. Auch können nicht alle Autos Probe gefahren werden – bei Porsche zum Beispiel muss darauf verzichtet werden. Vorm Autokauf gehe es aber ohnehin um viel mehr, ist Hensel überzeugt: Die Besucher sollen die Fahrzeuge auch „riechen und schmecken“, meinte er.

Bei schönem Wetter hoffen die Händler auf gut 10000 Besucher bei der größten Regensburger Automesse. Zwischen 6000 und 8000 Neugierige seien es in den vergangenen Jahren immer gewesen. Damit auch die Jüngsten Spaß auf der Messe haben, warten die Autohäuser mit einem umfangreichen Kinder- und Animationsprogramm auf. Das soll ganz im Sinne der laufenden Fußball-WM gestaltet werden, kündigte Hensel an. So soll es zum Beispiel eine Fußball-Riding-Anlage geben; und wer will, kann auf eine Torwand schießen.

Angesichts der aktuellen Diskussionen um Dieselskandal und etwaige -fahrverbote setzen immer mehr Hersteller auf alternative Antriebe wie Elektro oder Hybrid. Das spiegelt sich auch in den Modellen wieder, die auf der Messe gezeigt werden sollen.

Geschichte der AMR

  • Anfänge:

    2009 schlossen sich die Jepsen Autogruppe, das Stern-Center Regensburg, BMW Hofmann und das Autohaus Dünnes zusammen, um die Automesse Regensburg erstmals zu veranstalten. Damals fuhr noch ein Shuttle die Besucher von Autohaus zu Autohaus.

  • Schirmherr:

    Erster Schirmherr war Peter Esser, Herausgeber der Mittelbayerischen Zeitung und DIHK-Vizepräsident.

  • Neues Konzept:

    Seit 2010 präsentieren sich die Autohäuser alle gemeinsam auf dem Dultplatz. Seitdem sind auch Automobile Kraus und die Dekra mit dabei. Im vergangenen Jahr stieß dann noch die Karosserie Reisinger dazu.

So soll es den Smart ab 2020 beispielsweise nur noch rein elektrisch geben, betonte Jörg Schlegel vom Stern-Center. Auf dem Dultplatz sollen Interessierte denn auch erleben können, wie sich so ein Pkw ganz ohne Verbrennungsmotor während der Fahrt „anfühlt“.

Das Autohaus Dünnes will Anfang Juli mit dem Jaguar I-Pace aufwarten, der auch vollelektrisch betrieben wird. „Hoffentlich ist der rechtzeitig da“, schob Alexander Dünnes auf der Pressekonferenz sicherheitshalber noch eine Einschränkung hinterher.

Schwieriger Umbau

Für BMW seien rein elektrisch betriebene Fahrzeuge ja nicht mehr wirklich neu, meinte Martin Dietl von BMW Hofmann. Die bekannten Modelle i3 und i8 wird das Autohaus aber auch bei der Messe auf dem Dultplatz dabei haben.

Die Autogruppe Jepsen wird den e-Golf von Volkswagen präsentieren. Bei Porsche und Audi können alle, die an alternativen Antrieben interessiert sind, Hybrid-Fahrzeuge in Augenschein nehmen. Michael Kraus von Automobile Kraus kündigte drei elektrobetriebene Modelle von Renault für die Messe an: Den Twizy, den Zoe und den Kangoo sollen Besucher erleben und testen können.

Robert Reisinger merkte an, dass es aktuell noch schwierig sei, Elektrofahrzeuge für Menschen mit Handicap sachgerecht umzubauen. Die Lage der Batterien mache es schwierig, notwendige Arbeitsschritte umzusetzen. „Da müssen wir uns noch was überlegen“, gab er zu. Immerhin sei es möglich, auch bei E-Autos beispielsweise Einstieghilfen zu installieren.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht