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Regensburg
Mittwoch, 25. April 2018 22° 3

Verkehr

Ab Dienstag: Staugefahr im Osten

Am südlichen Ende der Osttangente werden neue Linksabbiegerspuren gebaut. Zusätzliche Behinderungen sind vorprogrammiert.
Von Wolfgang Ziegler

Die Baustelle an der Kreuzung Odessa-Ring/Landshuter Straße wurde am Montag eingerichtet, ab Dienstag wird dort die Fahrbahn verbreitert. Foto: Ziegler

Regensburg.Der Stau kommt vor dem Stau: Während sich sowohl Autofahrer aus Regensburg als auch Pendler aus dem östlichen Landkreis noch abstrakt damit beschäftigen, dass mit dem Beginn des Ausbaus der Autobahn A3 der Weg zur Arbeit länger wird, werden sie jetzt bereits mit der Wirklichkeit konfrontiert. Am Montag wurde die Baustelle eingerichtet, ab dem Dienstagmorgen wird an der viel befahrenen Kreuzung Odessa-Ring/Landshuter Straße gearbeitet. Bis zum 10. April werden dort mit einem Kostenaufwand von rund 300 000 Euro die Fahrbahn verbreitert und eine zweite Linksabbiegerspur geschaffen. Behinderungen sind zumindest zu den Stoßzeiten vorprogrammiert.

Der Hintergrund für die Bauarbeiten sei, dass während des sechsspurigen Ausbaus der A3 der nach der ukrainischen Partnerstadt Regensburgs benannten Osttangente eine wichtige Entlastungsfunktion zukommen werde, wie der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Peter Bächer, im Gespräch mit unserem Medienhaus erklärte. Die Strecke vom Odessa-Ring in östlicher Richtung über die Landshuter Straße solle deshalb fit gemacht werden für die mehrfach geplanten Vollsperrungen der Autobahn.

Verbreiterung auf 70 Metern

In diesen Phasen solle die Osttangente als leistungsfähige Ausweichroute dienen – ein Anspruch, den sie bislang nur bedingt erfüllen konnte. Der wunde Punkt der wichtigen Kreuzung sei die Linksabbiegerspur von der Osttangente in Richtung Burgweinting, die dem Verkehrsaufkommen schon gegenwärtig nicht mehr gerecht werde.

Im Regensburger Osten kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Video: MZ

Um diese Situation zu bereinigen, werde die Fahrbahn des Odessa-Rings im Kreuzungsbereich nach Bächers Worten nun auf einer Länge von etwa 70 Metern verbreitert. Die Linksabbiegerspur und der Mittelstreifen der Osttangente in Richtung Bajuwarenstraße würden dafür bis zu zwei Meter breiter, Linksabbieger in Richtung Landshuter Straße bekämen außerdem eine zweite Spur mit einer eigenen Grünphase.

Je nach Baufortschritt solle voraussichtlich am Sonntag, 8. April, die Asphaltdecke aufgebracht werden. Danach würden die Markierungsarbeiten durchgeführt. An diesen Tagen müsse laut Bächer mit einer „sehr eingeschränkten Verkehrsführung“ gerechnet werden. Auf jeden Fall abgeschlossen sein müssen die Arbeiten bis zum 14. April. An diesem Tag sei die erste Autobahn-Vollsperrung geplant und der Odessa-Ring als leistungsfähiger Kreuzungsknotenpunkt gefragt.

Obwohl der Verkehr auf der Autobahn dann erstmals vollkommen zum Erliegen kommen wird, gilt das laufende Jahr noch als Vorbereitungsphase für den Ausbau der A3 zwischen dem Kreuz Regensburg und der Anschlussstelle Rosenhof. In den nächsten sechs Jahren sollen auf dem 15 Kilometer langen Autobahnabschnitt bekanntlich im Zuge der Fahrbahnerweiterung auf sechs Spuren auch 16 Brücken neu gebaut oder verbreitert werden, darunter die knapp 200 Meter lange Eisenbahnbrücke bei Burgweinting. Heuer werden mehrere Brücken abgerissen, darunter zwei östlich von Neutraubling. Provisorische Erweiterungen der bestehenden Fahrbahnen sollen dafür sorgen, dass später genug Platz für vier hinreichend breite Baustellen-Fahrstreifen bleibt. Laut Autobahndirektion Südbayern sollen Lastwagen überholt werden können.

Staus auch in Steinweg

An Behinderungen wird dennoch kein Weg vorbeiführen, heißt es von Seiten der Autobahnbauer. Die A3 sei im Raum Regensburg auch ohne Baustellen schon überlastet, das „nachgeordnete Straßennetz“ nicht leistungsfähig und lokale Ausweichrouten nicht vorhanden.

Behinderungen, zähflüssigen Verkehr und Stauungen gibt es in Regensburg in diesen Tagen aber nicht nur im Osten der Stadt. Auch die Frankenstraße ist derzeit wegen einer Baustelle in Fahrtrichtung Regensburg-Winzer nur einspurig befahrbar. Dort finden laut Peter Bächer Bohrungen zur Baugrunderforschung für den Neubau der Frankenbrücke statt. Für diese Arbeiten seien drei Wochen veranschlagt, spätestens am 23. März solle die Maßnahme abgeschlossen sein.

Noch bis Mitte des Jahres dauere die Erneuerung der parallel zur Frankenbrücke verlaufenden Reinhauser Brücke über den Regen. Dort werde mit einem Kostenaufwand von rund 1,6 Millionen Euro der Oberbau erneuert. Die Südseite sei bereits fertiggestellt, derzeit werde an der Nordseite gearbeitet.

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