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Regensburg
Donnerstag, 26. April 2018 16° 3

Interview

ADAC: Straßen lieber öfter erneuern

Verkehrspolitischer Sprecher Alexander Kreipl sprach mit der Mittelbayerischen über Sanierung von Fahrbahnen.
Von Julia Ried

Alexander Kreipl Foto: Rudolf Vogler/ADAC

Regensburg.In Regensburg gibt es in Sachen Straßenerneuerung einen Sanierungsstau, weil der Neubau von Straßen Vorrang hatte. Kommt das häufiger vor?

Die Praxis ist durchaus verbreitet, dass man Sanierungen ein bisschen aufschiebt und die Gelder dann lieber für Dinge einsetzt, die man für dringender hält. Doch das Problem ist: Nächstes Jahr sagt man dann wieder: „Wir machen es nächstes Jahr.“ Schnell vergehen so fünf Jahre und dann kann es natürlich passieren, dass die Sanierungsarbeiten wesentlich tiefgreifender und auch teurer ausfallen. Wir empfehlen immer, dass man die Straßen in kürzeren Abständen mit kleineren Maßnahmen saniert.

Warum genau?

Eine Straße ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Wenn man sie längere Zeit nicht saniert, können die Schäden, die sich bilden, weiter in den Untergrund eindringen. Das heißt, wenn ich nach ein paar Jahren saniere, muss ich vielleicht nur den Asphalt neu machen, und das geht relativ schnell und einfach, und dann ist wieder alles gut. Wenn aber die darunter liegende Deckenschicht, die dann vielleicht aus Beton besteht, beschädigt ist, sind der Sanierungsbedarf und die Kosten viel höher.

Wie lang halten denn innerörtliche Straßen?

Straßen innerorts kann man, wenn man sie wirklich komplett runterfährt, 15 bis 20 Jahre lang benutzen.

Was setzt den Straßen zu?

Die Straßen werden zum einen belastet durch Gewicht, also vor allem durch den Schwerlastverkehr. Ein Lastwagen belastet die Straße um ein vielfaches mehr als ein Pkw. Der zweite Punkt ist natürlich die Witterung. Der Asphalt hat kleine Poren, in denen sich Wasser festsetzen kann: zum Beispiel Tauwasser. Wenn das Wasser gefriert, dehnt es sich aus, so kommt es zu kleinen Aufsprengungen. Wenn Autos und Lastwagen über diese Beschädigungen fahren, können diese hinausgeschleudert werden. So entstehen Schlaglöcher.

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