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Regensburg
Dienstag, 17. Juli 2018 29° 3

Konzerte

Afrikanische Klänge in Regensburg

Am 7. und 8. Juli steht das Audimax im Zeichen des schwarzen Kontinents. Bei drei Flashmobs gab es schon mal eine Kostprobe.
von Daniel Steffen

Mit Flashmob-Auftritten wie hier am Haidplatz begeisterten ugandische Tänzer zwischen 5 und 14 Jahren das Publikum. Fotos: Steffen
Mit Flashmob-Auftritten wie hier am Haidplatz begeisterten ugandische Tänzer zwischen 5 und 14 Jahren das Publikum. Fotos: Steffen

Regensburg.Am Ende gab es für alle eine Kugel Eis – und 25 Kinder plus ihrer sechs Betreuer standen beim „Stenz“ in der Gesandtenstraße Schlange. Die Erfrischung haben sich die Mädchen und Buben zwischen fünf und 14 Jahren redlich verdient, heizten sie dem Publikum in der Regensburger Altstadt doch ordentlich ein. Unermüdlich wurde am Samstag getanzt, getrommelt und geklatscht – ganz zur Begeisterung der vielen Schaulustigen, die sich am Neupfarrplatz, am Haidplatz und am Bismarckplatz um die Musiker geschart haben.

Das Lebensgefühl Afrikas vermittelten sie, die Kinder aus Uganda, bei den Flashmob-Auftritten auf schönste Weise. Am 7. und 8. Juli sind sie mit von der Partie, wenn die nächsten beiden „Himbisa Mukama“-Konzerte im Audimax stattfinden. „Himbisa Mukama“ heißt ins Deutsche übersetzt „Preiset den Herrn“ und ist der Name des deutsch-ugandischen Musikprojekts unter der Leitung des Chorleiters der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit Steinweg, Joseph Wasswa. Der städtische Kulturpreisträger ist unermüdlich in seinem Bestreben, zwischen seiner Heimat Uganda und den Menschen in Bayern Brücken zu bauen.

Stürmischer Applaus zum Debüt

Dass das Interesse am afrikanischen Kontinent groß ist, hat Wasswa mehrfach bewiesen. Schon beim Debüt-Konzert von Himbisa Mukama im Jahr 2015 gelang es ihm, die Zuschauerreihen im Audimax bis auf den letzten Platz zu füllen. Der Applaus fegte wie ein Orkan von den Rängen. „Meine Gebete wurden erhört“, sagte er damals, von der Resonanz überwältigt.

Damals wie heute gestaltete das Programm im Wesentlichen der Steinweger Projektchor Himbisa Mukama, der sich regelmäßig in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit zu den Proben trifft. Ebenfalls damals wie heute rundeten Gastmusiker aus der Region sowie aus Afrika das Programm ab. Auch das Symphonieorchester der Universität Regensburg gab sich bei den Konzerten die Ehre.

Flashmob in der Regensburger Altstadt

Von dem Gedanken getrieben, die Welt (zumindest im Kleinen) ein wenig menschlicher zu machen, hat Joseph Wasswa feste Ziele vor Augen. Sein größtes Projekt ist der Ausbau der noch jungen „International School of Music, Languages and Studio Production (IMLS) in der ugandischen Stadt Masaka. Für rund 350 000 Euro soll die Schule, die bisher in einem Provisorium aus dem Bestand der örtlichen Diözese untergebracht ist, neu gebaut werden. Dank der Benefizkonzerte wie die Himbisa-Mukama-Konzerte im Audimax ist das ehrgeizige Vorhaben auf einem guten Weg. Viele der Kinder, die in der IMLS zur Schule gehen, sind nun zu Gast in Regensburg. Sie proben fleißig für die Konzerte im Audimax, was sie bei den Flashmobs am Wochenende eindrucksvoll unter Beweis stellten. Dass sie in Regensburg eine völlig andere Welt erleben, als diese, die sie gewohnt sind, steht außer Zweifel.

Die Vereinsarbeit

  • Der Verein:

    Der „Förderverein für Musik und Kultur Uganda“ unterstützt musik- und kulturbezogene Projekte in Uganda sowohl ideell als auch finanziell.

  • Chorleiter:

    Ist der zweite Vorsitzende Joseph Wasswa . Der Aufbau der International School of Music Languages and Studio Production (IMLS) ist ein Schwerpunkt.

Während das Konzert am 7. Juli (Samstag) um 19.30 Uhr beginnt, ist das Konzert am 8. Juli auf 16 Uhr terminiert. Neben dem rund 100-köpfigen Chor vom Himbisa Mukama und der ugandischen Kindertanzgruppe sind auch eine Trommelgruppe der Groove Werkstatt, die Embuutu Afro- Band, das Uni-Symphonieorchester sowie Solisten aus aller Welt mit von der Partie.

Welthits neu arrangiert

Zu hören gibt es Lieder aus und über Afrika. Der weltberühmte Titelsong „Circle of Live“ aus dem Musical König der Löwen gehört ebenso zum Musikprogramm wie der 80er-Chart-Hit „Africa“ von Toto. Chorleiter Wasswa hat sich hierbei um verschiedene Arrangements verdient gemacht.

Auch machen die Zuhörer Bekanntschaft mit Otwenge, einem ugandischen Tanz, der traditionell nach harter körperlichen Arbeit getanzt wird. Den Heiratskampftanz Larakaraka des Acholi-Volksstamms bietet die IMLS-Kindertanzgruppe ebenso dar. Bezogen können die Karten über das Ticketportal www.okticket.de.

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