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Regensburg
Donnerstag, 16. August 2018 30° 1

Projekt

Auf Spurensuche in St. Emmeram

Schüler aus Regensburg, Avelino und Prag näherten sich dem historischen Juwel in Regensburg – auf unterschiedliche Weise.

Eine Schülergruppe setzte St. Emmeram fotografisch in Szene und rückte die Kirche in ein anderes Licht. Foto: Stadt Regensburg/Daniela Laudehr
Eine Schülergruppe setzte St. Emmeram fotografisch in Szene und rückte die Kirche in ein anderes Licht. Foto: Stadt Regensburg/Daniela Laudehr

Regensburg.St. Emmeram ist ein spannender kulturhistorischer Ort, an dem europäische Geschichte und europäische Kultur ablesbar sind. Als etablierter Kulturraum in Regensburg bietet St. Emmeram aber auch viele, für normale Gäste unentdeckte Orte sowie einen ungewöhnlichen Bezug zum Stadtraum. Das Projekt „Lost Traces“ möchte den Kulturort St. Emmeram näher untersuchen und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

In den Räumlichkeiten der Pfarrei St. Emmeram haben die Schülerinnen und Schüler der Unesco-Projektschule Gymnasium Lappersdorf mit Schülerinnen und Schüler ihrer Partnerschulen aus Avelino in Italien und Prag in Tschechien St. Emmeram unter die Lupe genommen. Je nach Interesse haben sie sich in unterschiedlichen Workshops aus verschiedenen Perspektiven der Themen Kirche, Werte, Europa, Gemeinsamkeiten und Unterschiede kreativ genähert.

Eine Gruppe hat St. Emmeram fotografisch in Szene gesetzt und die Kirche einmal in ein ganz anderes Licht gesetzt. In einem zweiten Workshop haben Schülerinnen und Schüler die Geschichte von St. Emmeram in einem modernen Theaterstück inszeniert. Ein ganz anderer Ansatz wurde in der baukulturellen Spurensuche gesetzt. Der Emmeramsplatz wurde für kurze Zeit ins öffentliche Bewusstsein geholt und unter dem Gesichtspunkt des öffentlichen Stadtraumes untersucht. Auf drei abgesperrten Parkplätzen konnte man sich auf vorbereiteten Stühlen niederlassen und den Blick direkt auf St. Emmeram richten.

Gekrönt wurde das Projekt am Sonntag mit der Vorstellung der Projektergebnisse im Pfarrgarten St. Emmeram. Mit großem Eifer und Freude präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit und führten die Besucherinnen und Besucher durch die „Ausstellung“. Kulturreferent Klemens Unger, der die Auseinandersetzung mit diesem Juwel angeregt hatte, bedankte sich für das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer und vor allem bei den Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz.

Weitere Informationen auf welterbe@regensburg.de oder www.regensburg.de/welterbe.

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St. Emmeram

  • Basilica minor:

    Die Kirche St. Emmeram, die um 780 begonnen wurde, war die Hauptkirche des Klosters Sankt Emmeram, das 1731 zur Fürstabtei erhoben wurde. Nach der Säkularisation wurde die Abteikirche zur Pfarrkirche der Stadt Regensburg. Papst Paul VI. erhob sie 1964 zur Basilica minor.

  • Der Heilige Emmeram:

    Der Überlieferung nach wurde der Heilige Emmeram gegen 690 in einer Georgskirche an Stelle der späteren Klosterkirche beigesetzt. Sein erstes Grab befand sich vor der südlichen Apsis der heutigen Kirche. Die genaue Lage und Gestalt dieser Georgskirche ist noch nicht bekannt.

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