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Regensburg
Sonntag, 23. September 2018 24° 7

Freisprechung

Ausbildung zum Elektroniker boomt

Handwerk ist wieder in: Eine Frau und 38 Männer erhielten von der Elektroinnung Regensburg ihren Gesellenbrief.

Innungsobermeister Gerhard Gröschl (rechts) und Lehrlingswart Gerhard Freidl (links) ehrten mit der Regensburger Landrätin Tanja Schweiger den Prüfungsbesten des Jahrgangs, Ralf Neubauer. Foto: Elektroinnung Regensburg
Innungsobermeister Gerhard Gröschl (rechts) und Lehrlingswart Gerhard Freidl (links) ehrten mit der Regensburger Landrätin Tanja Schweiger den Prüfungsbesten des Jahrgangs, Ralf Neubauer. Foto: Elektroinnung Regensburg

Regensburg.Das Elektrohandwerk hat in Regensburg wieder zunehmend „goldenen Boden“. Innerhalb von nur vier Jahren stieg die Zahl der neuen Lehrverhältnisse um fast fünfzig Prozent: Schlossen 2015 noch 49 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag in den Betrieben der Regensburger Elektroinnung ab, so seien es im aktuellen Jahrgang 75 neue Ausbildungsverhältnisse, sagte Innungsobermeister Gerhard Gröschl bei der diesjährigen Frühjahrs-Freisprechungsfeier. Dabei erhielten 39 Auszubildenden ihren Gesellenbrief als Elektroniker. Regensburgs Landrätin Tanja Schweiger betonte die große Bedeutung des Elektrohandwerks für die Region und freute sich über die Vielfalt der Auszubildenden, zu denen auch eine Frau und mehrere Absolventen mit Migrationshintergrund gehören.

Die hohe Steigerung bei den neuen Azubis sei eine gute Nachricht. „Sie werden dringend gebraucht. In einer Zeit, in der technische Herausforderungen immer komplexer werden, ist das Handwerk nötiger denn je. Innovative energetische Gebäudeinfrastruktur, Passivhäuser und die Nutzung erneuerbarer Energien sind Zukunftsthemen, bei denen das Elektrohandwerk für eine stabile Energieversorgung eine Schlüsselrolle spielt“, so Landrätin Tanja Schweiger bei der Freisprechungsfeier. Die enge Verbindung zwischen Handwerk und Landkreis werde bei den Absolventenzahlen deutlich: 75 Prozent der jungen Erwachsenen, die in dieser Woche ihren Gesellenbrief erhielten, stammen aus dem Landkreis. Die Landrätin begrüßt die Kampagne des Elektro-Handwerks unter dem Motto „Deine Stadt braucht Dich“ und ergänzte „Auch Dein Landkreis braucht Dich“. Sie dankte auch den Handwerksbetrieben für deren Verdienste.

„Die deutliche Steigerung bei den Azubis zeigt uns, dass wieder mehr Jugendliche das Potenzial des Handwerks erkennen“, sagte Innungsobermeister Gröschl. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Hans Schmid, bestätigte diesen Trend auch für das gesamte Handwerk: „Handwerk ist wieder in“, erklärte er. Erstmals seit Jahren gebe es wieder steigende Zahlen.

Das Engagement der Elektroinnung Regensburg würdigte Hans Auracher, Vizepräsident des Zentralverbands des Bayerischen Elektrohandwerks, in seiner Ansprache: „Diese Steigerung bei den Neuabschlüssen ist außergewöhnlich“, betonte er. Regensburg liege damit weit über dem bayerischen Durchschnitt. „Der Beruf, den sie gewählt haben, boomt“, so Auracher.

Im Rahmen der Freisprechungsfeier wurden die drei Prüfungsbesten geehrt: Ralf Neubauer (Elektro Weigl), Florian Gailer (Rewag) und Johannes Kranz (Elektro Bauer). Als Bester seines Jahrgangs erhielt Ralf Neubauer einen von der Rewag gestifteten Geldpreis in Höhe von 500 Euro. Der Zweit- und Drittbeste konnte sich über einen Buchpreis des Regensburger Buchautors Hans Schultke freuen. Innungsobermeister Gerhard Gröschl gab den jungen Leuten mit auf den Weg: „Wir alle gemeinsam sind jetzt das Elektrohandwerk und eine sichere Stromversorgung in der Region ist unsere Aufgabe.“

Zahlen und Fakten

  • 16 000 Auszubildende:

    Insgesamt beschäftigt das ostbayerische Handwerk 16 000 Auszubildende und damit jeden dritten Lehrling insgesamt.

  • Beliebte Berufe:

    Nach dem Kfz-Mechatroniker sei der Elektroniker heute der zweitbeliebteste Ausbildungsberuf.

  • Mehr Frauen:

    Das Elektrohandwerk wolle künftig verstärkt versuchen, junge Frauen als Elektroniker zu gewinnen. Im aktuellen Regensburger Jahrgang gehörte neben 38 Männern eine Frau zu den Absolventen.

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