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Verkehr

Autos drängen Menschen aus der Altstadt

Die Aktionsplattform Verkehrswende fordert einen Wandel in der Verkehrspolitik: Weniger Autos für mehr Lebensqualität.
Von Laura Lindner

Die Aktion in der Altstadt zeigte, viel Platz ein Auto beansprucht.  Foto: Lindner
Die Aktion in der Altstadt zeigte, viel Platz ein Auto beansprucht. Foto: Lindner

Regensburg.Wer in Regensburg in Ruhe durch die Stadt laufen möchte, wird es bald merken: Immer wieder muss man den vorbeifahrenden oder geparkten Autos ausweichen. Unter dem Motto „Wem gehört der öffentliche Raum?“ machten Aktivisten der Aktionsplattform Verkehrswende für den Raum Regensburg am Samstagmittag auf den großen Flächenbedarf von Autos aufmerksam.

Dafür haben die Vertreter der Plattform sogenannte Gehzeuge in der Größe eines Mittelklassewagens gebaut und trugen diese durch die Altstadt. Auf einer Strecke vom Bismarckplatz über den Neupfarrplatz und zurück über den Kohlenmarkt, den Haidplatz und den Arnulfsplatz zeigten die Gehzeuge Präsenz und bekamen von den Regensburgern eine positive Resonanz.

Viele nach oben gestreckte Daumen und Zurufe wie „Danke für euer Engagement“ zeigte die Unterstützung der Bürger. Ein Passant aus Regensburg erklärte: „Eigentliche komme ich gern in die Altstadt, aber von den Autos wird man oft ausgebremst und das nervt!“ Genau darauf will auch Harald Klimenta von der Aktion aufmerksam machen: „Fußgänger lassen sich von Autos an den Rand drängen.“ Aufgrund ihrer Größe stören die Pkw sowohl Passanten als auch Radfahrer und den ÖPNV.

Gehzeuge

Die Aktionsplattform ist ein freier Zusammenschluss von Vertretern von mehr als 20 verkehrspolitischen Gruppen im Raum Regensburg wie beispielsweise dem ADFC, Bund Naturschutz, Verkehrsclub Deutschland, Greenpeace oder der ÖDP. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen hat der Bund Naturschutz außerdem eine Petition unter dem Namen „Initiative für bessere Luft“ ins Leben gerufen.

Die Demonstranten machten deutlich: „Wir richten uns nicht gegen die Autofahrer, sondern gegen eine Verkehrspolitik, die Menschen zwingt, das Auto benutzen zu müssen.“ Deshalb fordern die Mitglieder der Aktionsplattform unter anderem eine Lösung für die über 70 000 Pendler in Regensburg in Form einer modernen Stadtbahn, die schnell realisiert werden soll.

Für die Radfahrer wird außerdem ein sicheres Radverkehrswegenetz mit Schnelltrassen und grüner Welle gefordert. Und auch den ÖPNV wollen die Aktiven verbessern. Hier sollen vor allem die Kosten gesenkt werden, damit mehr Menschen dauerhaft auf Busse umsteigen. Johannes Ludsteck zeigte außerdem die Schuld der Stadt an der Verkehrsmisere auf: „Obwohl Regensburg seit Jahren boomt und wächst, fehlt ein vernünftiges Verkehrskonzept.“

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