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Regensburg
Freitag, 25. Mai 2018 24° 3

Soziales

Bischof segnet saniertes Frauenhaus

Die Arbeiten in der Regensburger Einrichtung kosteten 275 000 Euro. Das Haus dient Opfern häuslicher Gewalt – auch Kindern.

Bischof Rudolf lobte den Einsatz des Sozialdienstes katholischer Frauen. Foto: Claudia Bresky

Regensburg.Auch wenn es länger gedauert hat als geplant, sind der Umbau und die Erweiterung des Frauen- und Kinderschutzhauses nun abgeschlossen. Am Donnerstag spendete Bischof Rudolf Voderholzer der Einrichtung im Beisein zahlreicher Gäste – unter anderem Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer – den kirchlichen Segen.

Das Haus bietet Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, mit ihren Kindern geschützten Wohnraum, Beratung und individuelle Hilfen. 275 000 Euro hat die gesamte Baumaßnahme gekostet. Ein großer Zuschuss kam dabei von der Aktion Sternstunden. „Ohne diesen Zuschuss wäre es nicht gegangen, die baulichen Voraussetzungen zu schaffen“, so Bischof Rudolf. Er kannte den Zustand des Frauen- und Kinderschutzhauses vor dem Umbau. Vor allem die sanitären Anlagen seien laut Bischof Rudolf am unteren Level gewesen. Sie wurden renoviert und erweitert.

Frauen kehren gern zurück

Auch einige zusätzliche Räume konnten geschaffen werden, zum Beispiel ein Gruppenraum für einen offenen Treff. Hier kommen die aktuellen Bewohnerinnen des Frauen- und Kinderschutzhauses mit ehemaligen Bewohnerinnen zusammen. „Die kommen sehr gerne immer wieder hierher“, so Mathilde Schraml, die Vorstandsvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen Regensburg. „Das zeigt, unser Haus war für sie eine gewisse Zeit der Heimat.“

Bisher bot das Haus Platz für sieben Frauen und ihre Kinder. Jetzt ist ein weiterer Platz hinzugekommen. Immer noch zu wenig, denn der Bedarf ist wesentlich höher. „Besser wäre es, es bräuchte solche Häuser nicht“, machte Bischof Rudolf Voderholzer deutlich. „Aber so ist die Situation. In vielen Beziehungen kriselt es, Gewalt ist oftmals an der Tagesordnung. Frauen haben keine andere Möglichkeit als zu fliehen. Da braucht es solche Schutzräume für sie und ihre Kinder.“ Dankbar zeigte sich Bischof Rudolf deshalb beim SkF und seinen vielen Ehrenamtlichen, die helfen, „weil geholfen werden muss“.

Seit 1990 besteht das Frauen- und Kinderschutzhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen in Regensburg. Während früher die Verweildauer der Zuflucht suchenden Frauen drei bis vier Monate betrug, liegt sie jetzt bei einem Jahr und mehr. Mathilde Schraml vom SkF nannte die angespannte Wohnungssituation in Regensburg als Grund dafür.

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