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Jubiläum

BRK Rotkreuzheim feierte 60. Geburtstag

Zu der Festwoche in Regensburg kamen zahlreiche Gäste. Das Aufgabenfeld des Heims hat sich stark verändert.
Von Hannah Mages

Feierten Jubiläum: Hildegard Stetter, Lotte Schlemmer, Heimleiterin Sabine Hasenöhrl und Pfarrer i.R. Alfons Wurm Foto: Mages
Feierten Jubiläum: Hildegard Stetter, Lotte Schlemmer, Heimleiterin Sabine Hasenöhrl und Pfarrer i.R. Alfons Wurm Foto: Mages

Regensburg.Am Sonntag fand die Festwoche zum 60-jährigen Jubiläum des Rotkreuzheimes in einem Festakt ihren Abschluss. Im Saal des Seniorenheimes in der Rilkestraße begann, mit musikalischer Gestaltung von Doris Mahl und Markus Müller an Klavier und Klarinette, ein beschwingter Rückblick auf die letzten Jahrzehnte der Einrichtung. Kreisgeschäftsführer Sepp Zenger gab einen Einblick in die ersten Jahre nach der Gründung.

„Damals gab es in der Stadt zwar über 800 Anfragen für Betreuungsplätze, doch nur ein Seniorenheim, das Katharinenspital in Stadtamhof“, erzählte er. So kam es 1958 zur Gründung des Rotkreuzheimes, das somit das zweitälteste Pflegeheim der Stadt ist. Anders als heute übernahm das Rotkreuzheim zunächst vor allem Aufgaben der hauswirtschaftlichen Versorgung. Die Bewohner waren meist rüstige Senioren, die in den Räumen des Heimes verköstigt wurden und wohnhaft waren. „Frau von Sperl, die Sekretärin von Karl Heinz Esser, ist mit 50 Jahren eingezogen und brach täglich vom Heim aus auf in ihre Arbeit“, erzählte Zenger.

Neue Aufgaben

Heute hat sich das Aufgabenfeld des Rotkreuzheimes stark verändert, denn der Großteil der Bewohner wird in 132 Betreuungsplätzen vollstationär betreut. Nach einer dreijährigen Generalsanierung können auch MS-Patienten aufgenommen werden. Dafür stehen im Heim 20 Betreuungsplätze zur Verfügung. Zusätzlich bietet die Einrichtung auch 16 Plätze für eine Kurzzeitpflege. Dass das Rotkreuzheim schon sechs Jahrzehnte fester Bestandteil der Stadt ist, ist nach Meinung von Stadtrat Dr. Thomas Burger (SPD) ein Zeichen dafür, dass alles richtig gemacht wurde. „Neben der schönen Lage im Grünen ist vor allem auch die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen eine wichtige Basis fürs Wohlfühlen“, stellte er fest. Und dass sich die Bewohner im Rotkreuzheim wohlfühlen zeige schon der Umstand, dass viele von ihnen der Einrichtung über Jahre hinweg treu bleiben.

„Das Rotkreuzheim bietet beste Bedingungen und ist in 60 Jahren Heim und Heimat für die Bewohner geworden“, sagte Burger. Dr. Heinrich Körber, Vorsitzender des BRK-Verbandes, zeigte sich erfreut über die Erfolgsgeschichte des Rotkreuzheimes. Nicht nur die herausragende Leistung der Küche sei beeindruckend, sondern auch der Umstand, dass es eine relativ geringe Mitarbeiterfluktuation gebe. „Einige Mitarbeiter sind schon mehrere Jahrzehnte dabei“, stellte er fest. Dem Engagement der angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter dankte auch Heimleiterin Sabine Hasenöhrl: „In der Pflege bedarf es dem Mut und dem Willen der Mitarbeiter anzupacken“. Gerade in der heutigen Zeit sei ihre aufopferungsvolle Tätigkeit nicht immer einfach, gab sie zu bedenken. Umso dankbarer sei das Rotkreuzheim für die Tatkraft seiner Mitarbeiter.

Ehrenamtliche schenken Zeit

Neben diesen stützt sich die Einrichtung auch auf zahlreiche ehrenamtliche Helfer. „Die Ehrenamtlichen können den Bewohnern die Zeit schenken, die die Mitarbeiter ihnen so gerne geben würden, aber nicht immer können“, würdigte Hasenöhrl das ehrenamtliche Engagement. Zu diesen zählt der ehemalige Immenreuther Pfarrer Alfons Wurm, der das Seniorenheim alle zwei Wochen besucht und dort den Sonntagsgottesdienst feiert.

Auch Hildegard Stetter und Lotte Schlemmer haben sich mit ihrem langjährigen Engagement um das Seniorenheim verdient gemacht, zum Beispiel durch einen regelmäßigen Singkreis für die Bewohner. Und musikalisch ging auch der Festakt am Sonntag zu Ende. Mit dem 60er-Jahre-Hit „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ fand der Tag seinen Abschluss.

Die Einrichtung

  • 1958:

    Am 18. Mai 1958 wurde die Heimanlage eingeweiht. In den Folgejahren erfolgten viele Umbauten, nach einer Generalsanierung von 1995 bis 1998 konnte die Zahl der Betreuungsplätze auf 171 vergrößert werden.

  • 2015:

    Seit Juli 2015 verfügt das Rotkreuzheim in der Rilkestraße in Regensburg über ein REMEO-Center für Beatmungspatienten. Auch die Nähe zum Krankenhaus der Barmherzigen Brüder zeichnet die Einrichtung aus.

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