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Tradition

Der Berg rief, Hunderte kamen

Die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit feierte bei Traumwetter ihr Bergfest. Die Vereine sorgten gemeinsam für ein gutes Gelingen.
Von Daniel Steffen

Auf dem „Balkon der Stadt“, wie der Anhöhe des Dreifaltigkeitsbergs auch genannt wird, konnten die Besucher bis zur Dult hinunterschauen.  Foto: Steffen
Auf dem „Balkon der Stadt“, wie der Anhöhe des Dreifaltigkeitsbergs auch genannt wird, konnten die Besucher bis zur Dult hinunterschauen. Foto: Steffen

Steinweg.Alle miteinander waren sie fleißig, die Mitglieder der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Steinweg. Angefangen bei der Kolpingsfamilie über den Frauenbund und den Orchesterverein bis hin zu den Pfadfindern waren sie einen ganzen Tag lang im Einsatz, um den Besuchern auf dem Dreifaltigkeitsberg ein schönes Bergfest zu bereiten. Die Sonne lachte mit den Besuchern um die Wette – und so stand einem unbekümmerten Fest auf dem „Balkon von Regensburg“ nichts im Wege. Gemütlich ein Bier trinken, sich mit guten Freunden unterhalten und die Aussicht auf das Regensburger Welterbe genießen – das war für die Gäste am Sonntag angesagt.

Ein Fest abseits von Kommerz

Bei den heißen Temperaturen sich einen kühlen Drink gönnen: Auf diese Idee kamen am Sonntag auch Brigitte Einert, Doris Deufl, Juliane Zapf, Reinhard Niklas und Willi Zapf (v.l).  Foto: Steffen
Bei den heißen Temperaturen sich einen kühlen Drink gönnen: Auf diese Idee kamen am Sonntag auch Brigitte Einert, Doris Deufl, Juliane Zapf, Reinhard Niklas und Willi Zapf (v.l). Foto: Steffen

Und es zeigte sich: Auch abseits von Kommerz feiert es sich gut. Im Jahr 1976 hatte die Kolpingsfamilie Steinweg die alte Festtradition auf dem Dreifaltigkeitsberg wiederbelebt. Die Mitglieder sagten sich damals: „Wollen wir doch ein Fest feiern, dass von den Vereinen unserer Pfarrei gestaltet wird.“ Die Kolpingsfamilie feierte zu dieser Zeit ihr 50-jähriges Bestehen und leitete sehr lange die Geschicke des Traditionsfests. Auch heuer war sie in das Festgeschehen voll involviert: So kümmerten sich die Kolping-Mitglieder um den Ausschank, bereiteten Waffeln zu und betreuten den Weinstand, an dem sich die Besucher unter anderem auch einen „Aperol Spritz“ in Kolping-Farben genehmigen konnten.

Über der Fritteuse war es auch ohne Zutun des Wetters ganz schön heiß, aber das machte den ehrenamtlichen Helfern am Waffelstand nicht das Geringste aus. In Teamarbeit gelang die Arbeit wie am Schnürchen – und darüber hinaus schmeckten die Waffeln geradezu himmlisch, wie die Besucher dankend anerkannten. Jutta Horn beispielsweise bereitet schon seit den 70er-Jahren die Waffeln beim Bergfest zu und konnte auch die nachfolgenden Generationen ihrer Familie für den Job begeistern. Gleich drei Generation waren am Sonntag in der „Waffelbäckerei“ vereint.

Christine Weiß, Gudrun Arend und Ursula Eixenberger (v.l.) waren nur einige der fleißigen Frauenbund-Damen, die beim Dreifaltigkeitsbergfest den Kuchenstand betreuten.  Foto: Steffen
Christine Weiß, Gudrun Arend und Ursula Eixenberger (v.l.) waren nur einige der fleißigen Frauenbund-Damen, die beim Dreifaltigkeitsbergfest den Kuchenstand betreuten. Foto: Steffen

Ebenso viel Routine legten die Damen des Frauenbunds an den Tag. Sie betreuten traditionell den Kuchenstand, an dem es allerhand selbst gebackene Leckereien gab. An die 50 Kuchen und Torten hatten Frauen aus der Pfarrei zubereitet – und die Besucher eine dementsprechend große Auswahl, die durch Kiachln ergänzt wurde.

Für herzhafte Köstlichkeiten sorgten derweil die Pfadfinder vom Stamm Hl. Dreifaltigkeit. Sie schmissen den Grill an und organisierten einen Flohmarkt, bei dem es eine große Auswahl von Gebrauchtwaren und Liebhaber-Stücken gab. Für die ganz Kleinen gab es gleich gegenüber eine Hüpfburg, auf der sie sich den ganzen Nachmittag lang austoben konnten.

Mit vereinten Kräften bereiteten Mitglieder der Kolpingsfamilie Steinweg am Sonntag Waffeln zu. Foto: Steffen
Mit vereinten Kräften bereiteten Mitglieder der Kolpingsfamilie Steinweg am Sonntag Waffeln zu. Foto: Steffen

Pfarrer Nikolaus Grüner gestaltete zunächst den geistlichen Teil der Veranstaltung und zelebrierte in der Bergkirche den Festgottesdienst. Später ging er mit der Losbox umher und verhalf den Gewinnern zu ihrem Glück. Einen Preis zu gewinnen, war am Sonntag recht wahrscheinlich. Schließlich habe der Pfarrgemeinderat 1000 Preise „mühsamst zusammengesucht“, wie Irene Gallo erklärte. Sie ist praktisch das „Gesicht der Tombola“ und Jahr für Jahr bei der Gewinnausgabe aktiv. Wie in den vergangenen Jahren winkte ein hochwertiges Fahrrad vom Händler „Zweirad Ehrl“ als Hauptpreis.

Auch der Öffentlicharbeitskreis der Pfarreiengemeinschaft trat in Aktion. Mit einem Flyer warb er für einen Newsletter, der Interessierte über Veranstaltungen in der gesamten Pfarreiengemeinschaft informiert. In seiner heutigen Form existiert die Pfarreiengemeinschaft seit September 2017. Ihr angeschlossen sind die Pfarreien Hl. Dreifaltigkeit, St. Nikolaus Winzer, St. Magn und die Katharinenspitalpfarrei.

An Menschen aus ärmeren Regionen der Welt dachten die Steinweger in mehrerlei Hinsicht. So verkaufte der „Arbeitskreis Mission-Entwicklung-Frieden“ Dritte-Welt-Waren, während der „Förderverein für Musik und Kultur Uganda“ auf seine Arbeit aufmerksam machte. Er unterstützt musik- und kulturfördernde Projekte in Uganda ideell sowie finanziell und widmet sich vor allem seinem Hauptprojekt, dem Bau einer Musik- und Sprachenschule in der Stadt Masaka.

Afrika lockt in das Audimaxx

Die Schule gibt es bereits, jedoch befindet diese sich noch in einem provisorischen Gebäude, das der örtlichen Diözese gehört. Um den Bau jener „International School of Music, Languages and Studio Production“ voranzutreiben, finden in Kürze zwei Benefizkonzerte statt. Der deutsch-afrikanische Projektchor „Himbisa Mukama“ (auf Deutsch: „Preiset den Herrn“) tritt aus diesem Grund am 7. Juli (19.30 Uhr) und am 8. Juli (16 Uhr) im Audimax der Universität Regensburg auf. Mit von der Partie sind bei den Konzerten unter anderem auch das Symphonieorchester der Uni sowie die Kindertanzgruppe der Musik- und Sprachenschule, die seit Monaten fleißig für ihren Auftritt übt. Die Karten für beide Konzerte sind zum Preis von fünf Euro über das Portal okticket.de erhältlich.

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