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Sicherheitsrisiko

Der Dörnbergpark wird gesperrt

Fast alle Altbäume sind von Pilzen befallen: Daher ist der Park im Zentrum Regensburgs bis auf weiteres nicht zugänglich.

Die Situation im Dörnbergpark ist insgesamt sehr schwierig. Foto: Archiv/Klein
Die Situation im Dörnbergpark ist insgesamt sehr schwierig. Foto: Archiv/Klein

Regensburg.Bei Baumpflegearbeiten durch das Personal des Gartenamtes sind im Dörnbergpark erneut erhebliche Sicherheitsrisiken am Baumbestand offenkundig geworden. Es stellte sich heraus, dass zahlreiche Bäume in einem so schlechten Zustand sind und daher eine aktuelle Gefährdungslage besteht. Das teilte die Stadt Regensburg am Mittwoch mit.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird der Dörnbergpark deswegen ab Donnerstag, 21. Dezember, bis auf weiteres gesperrt. Die Zufahrt bzw. der Zugang für die Anlieger des Dörnberg-Palais und des Gesellschaftshauses bleibt möglich. Das Bistro „Rosarium“ ist von der Hoppestraße aus zu erreichen.

Stämme und Äste können von innen morsch sein

Im Dörnbergpark sind fast alle Altbäume von Phytophthora und diversen anderen Pilzen befallen. Bereits im Jahr 2013 hatte das Gartenamt aus diesem Grund sämtliche Bäume umfänglich bearbeitet und in der Folge regelmäßig Pflegearbeiten sowie Kontrollen durchgeführt. Doch der Befall habe jetzt zu weiterem Holzabbau und Morschungen geführt. Stämme und Äste jeder Stärke können dabei von innen schon morsch sein, obwohl die Rinde darüber noch intakt aussieht. Von außen oder im Rahmen der üblichen Baumkontrolle ist das kaum feststellbar. Erst bei der Arbeit direkt in der Baumkrone wird das Ausmaß des ganzen Problems klar. Unter den gegebenen Umständen ist die Bruchfestigkeit der meisten Bäume stark eingeschränkt. In den vergangenen Jahren ist es deshalb immer wieder zu Starkast- oder ganzen Baumbrüchen gekommen. Auch in diesem Sommer war das, zum Teil mit und zum Teil ohne Sturmeinwirkung, wieder der Fall.

Schwierige Situation im Dörnbergpark

Die Situation im Dörnbergpark ist insgesamt sehr schwierig. Viele der alten Bäume haben ihr Höchstalter erreicht und sterben ab. Die heißen Sommer der letzten Jahre mit langen Trockenzeiten verschärfen das Problem. Würde man die Natur sich selbst überlassen, könnte sich nach dem altersbedingten Zusammenbruch neuer Wald entwickeln. In einer innerstädtischen Grünanlage kann man den natürlichen Fortgang schon aus Nutzungs- und Sicherheitsaspekten nicht zulassen.

Durch intensive Baumpflegearbeiten in den vergangenen Jahren hat das Gartenamt den altersbedingten Umbruchprozess hinauszögern können und parallel dazu Maßnahmen zur Verjüngung des Baumbestandes durchgeführt. Dennoch lassen sich erhebliche Nutzungseinschränkungen auch künftig nicht ausschließen.

Ziel: Teile des Parks bis zum Frühjahr wieder zugänglich machen

Ziel ist es, noch vor der Vogel- und Fledermausschutzzeit die am 1. März 2018 beginnt, möglichst viel der umfangreichen Maßnahmen abzuarbeiten, so dass Teile des Parks bereits im Frühjahr wieder zugänglich sind. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Baumpflegearbeiten, die nicht bis zum Beginn der Schutzzeit geleistet werden können, aus artenschutzrechtlichen Gründen frühestens ab Mitte Juli durchgeführt werden können. Die betroffenen Parkteile müssen dann bis zum Abschluss der Baumpflegearbeiten geschlossen bleiben.

Die Stadt Regensburg kann aus Sicherheitsgründen den freien Zugang zum Dörnbergpark ab sofort nicht mehr verantworten und bittet alle Bürgerinnen und Bürger für diese Maßnahme um Verständnis.

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