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Regensburg
Mittwoch, 25. April 2018 22° 3

Kommentar

Der morsche Park

Ein Kommentar von Heinz Klein

Den ganzen Sommer über nicht im Dörnbergpark in der Wiese liegen oder auf dem Bankerl eine Mittagspause lang im Schatten der Buchen dösen dürfen – das ist ein Hammer. Diese Oase mitten in der Stadt hat für viele Bürger echte Lebensqualität. Und so mag man sich fragen, ob der Menschenschutz gegenüber dem Artenschutz nicht ein bisschen ins Hintertreffen gerät. Kurz und bündig hieße das: Wem gehört der Park mehr? Dem Juchtenkäfer oder dem Regensburger?

Nun ist dieser seltene Käfer halt auch ein Regensburger. Er und viele andere tierische Parkbewohner gehören zu dem, was nun im Dörnbergpark stattfindet: der langsame Prozess eines Verfalls – und gleich daneben das Wachsen von Neuem, auf das wir uns freuen dürfen. Doch wir sollten Zeugen dieses Prozesses sein dürfen. Klar geht es in erster Linie um Statik und Sicherheit. Die müsste sich aber zumindest auf einer Art Park-Parcours herstellen lassen. Damit der Regensburger dem Juchtenkäfer begegnen kann und wir sehen und verstehen, was in unserem morschen Dörnbergpark passiert.

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