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Regensburg
Mittwoch, 19. September 2018 31° 1

Figurentheater

Der Pumuckl schaut im Candis vorbei

Das Ensemble Knuth gastiert in der Regensburger Stadtteilbücherei. Etwa 14 000 Zuschauer verfolgen jährlich die Aufführungen.
von Roland Ebner

Franka und Andreas Kilger mit ihrem Ensemble
Franka und Andreas Kilger mit ihrem Ensemble

Regensburg.„Hurra, Hurra, der Pumuckl ist wieder da!“ – und zwar in der Stadtteilbücherei „Candis“. Dort treibt er demnächst seine Kobold-Späße mit dem Meister Eder. Schuld sind Andreas und Franka Kilger vom Theater Knuth aus Holzheim: Die professionellen Figurenspieler hauchen ihm Leben ein und so darf „Pumuckl das große Los“ ziehen.

In dem Figurentheater und Schauspiel nach einem Theaterstück von Ellis Kaut überredet der Pumuckl den Meister Eder, bei einem Preisausschreiben mitzumachen. Und tatsächlich gewinnt Eder die Schiffsreise. Dabei handelt es sich jedoch um eine Falle: Der große blaue Klabauter und seine kleinen Klabauter-Gehilfen wollen Pumuckl zurück ins Meer holen. An Deck des Urlaubsdampfers freundet sich Pumuckl mit einem der kleinen Klabauter an. Aber auf See will er nur bleiben, wenn Meister Eder auch mitkommt...

Befreiende Nutzlosigkeit

Andreas Kilger absolvierte den Nachdiplom-Studiengang Figurenspiel an der Zürcher Hochschule der Künste. Zusammen mit Franka Kilger ist er seit mehr als zehn Jahren mit dem „Theater Knuth – Kilgers nutzloses unsinniges Theater“ auf den verschiedensten Festivals europaweit unterwegs. Aber auch beim „Zehnten Internationalen Puppenspielfestival“ 2004 in Teheran durften sie ihr Können vorführen.

Der Pumuckl lockt seinen Meister Eder auf die Hohe See. Fotos: Kilger
Der Pumuckl lockt seinen Meister Eder auf die Hohe See. Fotos: Kilger

In der Verbindung von Puppen- und Schauspiel zeigt das Paar Stücke für Kinder und Erwachsene die, wie der Theatername schon andeutet, eine Vorliebe zum Surrealen erkennen lassen. „Der übertriebenen Zweckmäßigkeit und der beim Kindertheater oft erwarteten Pädagogisierung möchten wir das Nutzlose entgegensetzen“, erklärt dazu Andreas Kilger der Mittelbayerischen. Er spricht hier von „einer Nutzlosigkeit, die befreiend fantastisch wirkt, dem Spieltrieb Vorschub leistet und dem Zuschauer Freude bereitet.“

Dieser eher unkonventionelle Ansatz scheint Gefallen zu finden beim kleinen und großen Publikum, wie die Zuschauerzahlen zeigen: „Wir haben jährlich etwa 14 000 Zuschauer bei ungefähr 200 Vorstellungen an mindestens 150 Spieltagen“, erzählt Kilger erfreut.

Als „mobiles Theater“ spielt das kleine Ensemble „vorwiegend im süddeutschen Raum, aber auch darüber hinaus bundesweit“. „Die einzelnen Spielorte befinden sich in Stadtbibliotheken, Schulen, Bürgerhäusern, in Kindergärten und in Gemeindezentren“, ist dazu zu erfahren.

Ein guter Ruf in der „Branche“

Dieses Angebot nutzt auch die Stadt Regensburg für ihre Stadtteilbüchereien, wie Kathrina Czech vom Amt für Weiterbildung auf Nachfrage erklärt: „Das Theater Knuth war 2016 schon einmal bei uns und die Aufführung hat uns und den Zuschauern damals sehr gut gefallen. Das Theater hat in unserer ‚Branche‘ einen guten Ruf.“

Der soll sich jetzt bestätigen, wenn es heißt „Pumuckl zieht das große Los“. Termin ist am Samstag, 24. Februar, um elf Uhr, in der Stadtteilbücherei Candis. Geeignet ist das Stück für Kinder ab vier Jahren. Diese zahlen drei Euro Eintritt, Erwachsene fünf Euro.

Professionelle Bühne

  • Spielorte:

    Das Theater Knuth spielt vorwiegend im süddeutschen Raum aber auch bundesweit in Stadtbibliotheken, Schulen, Bürgerhäusern, Kindergärten und Gemeindezentren.

  • Partner:

    Gemeindeverwaltungen und private Veranstalter arbeiten mit der professionellen Bühne zusammen. Sie ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Puppentheater. (er)

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