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Regensburg
Mittwoch, 18. Juli 2018 30° 6

Motorsport

Die Geburtsstunde der Classic Rallye

Christian Dünnes ist Mitorganisator und Teilnehmer der Regensburg Classic Rallye. Er erzählt, wie er zum Oldtimer-Fan wurde.

Christian Dünnes im Maserati 450 Fotos: Adrian Mühlbauer/AMC Deuerling, MZ-Archiv
Christian Dünnes im Maserati 450 Fotos: Adrian Mühlbauer/AMC Deuerling, MZ-Archiv

Regensburg.Mobilität hat Christian Dünnes schon immer fasziniert. „Alles, was Räder und einen Motor hat, fand ich bereits als Bub interessant.“ Kein Wunder, dass er ins vom Großvater gegründeten und vom Vater geführten Autohaus eintrat – und heute selbst dessen Geschäftsführer ist. Doch er weiß auch, was Schrauben heißt: „Ich war Rennmechaniker für einen Rallyefahrer, der zwei Mal den österreichischen Staatspreis gewann.“

Vor rund 20 Jahren stieg Dünnes dann selbst erstmals in ein Rallye-Auto – in einen Oldtimer! „Ein Kunde wollte seinen alten Ford Taunus nicht mehr und fragte, ob wir ihn nicht kaufen wollten.“ Dünnes verliebte sich sofort in den P5 aus dem Jahr 1966. Mit dem war er fortan auf vielen Motor-Klassik-Veranstaltungen unterwegs, auf der rund um Berchtesgaden kam ihm der Gedanke: „Wir könnten doch selbst in Regensburg etwas machen!“

Auch Schaidinger wollte fahren

Christian Dünnes beim Schaulaufen der Oldtimer am Domplatz. Fotos: Adrian Mühlbauer/AMC Deuerling, MZ-Archiv
Christian Dünnes beim Schaulaufen der Oldtimer am Domplatz. Fotos: Adrian Mühlbauer/AMC Deuerling, MZ-Archiv

In Max Schneider vom Automobilclub Deuerling und Architekt Hans Huber fand er sofort Mitstreiter, gemeinsam marschierten sie zum damaligen Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger – und der war sofort begeistert von einer Oldtimer-Veranstaltung. Seine einzige Bedingung: Er wollte selbst mitfahren! Die Regensburg Classic war geboren. Mittlerweile hat sich die Motorsport-Klassik-Veranstaltung zur „Mille Miglia“ der Region entwickelt.

„Es ist einfach ein puristisches Fahren ohne Schnickschnack, kein ABS, keine Einparkhilfe.“

Christian Dünnes schwärmt von Oldtimern

Bei der 15. Auflage führt die Strecke heuer am 24. Juni 200 Kilometer lang durch die Oberpfalz und Niederbayern: von Regensburg über Obertraubling und Bad Abbach nach Kelheim. Zur Mittagspause nach Abensberg, danach über Untereggersberg, Hemau, Laaber, Deuerling und über die Prüfeninger Donaufähre wieder zurück an den Regensburger Neupfarrplatz.

Lesen Sie auch: 150 Oldtimer starten bei der Regensburger Classic Rallye am 24. Juni

Doch was macht die Faszination Oldtimer aus? „Es ist einfach ein puristisches Fahren ohne Schnickschnack, kein ABS, keine Einparkhilfe“, erklärt der Auto-Mann. Die Liebe zu den Automobilen hat ihn so gepackt, dass er mittlerweile nicht nur einen Oldtimer besitzt.

Er hat einen Maserati 450 (Baujahr 1959) wieder aufgebaut, Sohn Lucas (18) startet bei der diesjährigen Rallye mit einem Land Rover aus den 70er-Jahren.

Bilder vom Schaulaufen der Oldies 2017 sehen Sie hier:

Das Schaulaufen der Oldies

„Immer gemütlich unterwegs“

Freilich müssen Oldtimer anders gefahren werden als die modernen Modelle. „Nie die Leistung voll ausfahren, immer eher gemütlich unterwegs sein.“ Grundsätzlich aber gelte: „Ein Auto muss regelmäßig gefahren werden, auch in hohem Alter gilt: Immer in Bewegung bleiben!“ Mindestens alle zwei Wochen fährt Dünnes seine Oldies aus, nur im Winter bleiben sie in der trockenen Garage. Schließlich will er sie ja noch möglichst lange bei der Classic Rallye an den Start bringen.

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Ausschnitt aus dem Programm

  • Ausstellung:

    Bei der Präsentation am 23. Juni spielt ab 16 Uhr die Big Band Freiklang 3 Austropop am Domplatz. Ab 16.30 Uhr erklingen dann die Töne des Fanfarenzugs Rot-Weiß Regensburg. Das Ambiente lässt sich von „Haus Heuport“ aus genießen.

  • Start:

    Am 24. Juni fällt um 9 Uhr der Startschuss für die Automobile bis Baujahr 1979 am Neupfarrplatz. Rund zweieinhalb Stunden lang reiht sich dann Fahrzeug an Fahrzeug. Mit dabei sind unter anderem ein BMW 3.0 CSL (Baujahr 1973) und ein Maserati Sebrin 3700 GTIS (1966).

  • Zuschauerfest:

    Um 9.15 Uhr wird der Systemprüfkurs von Continental erreicht, wo ein Zuschauerfest veranstaltet wird. Durch Obertraubling fährt der Pulk dann etwa ab 9.45 Uhr. In Bad Abbach treffen die Rallye-Piloten gegen 9.55 Uhr ein.

  • Zielempfang mit Foto-Shooting:

    Am Regensburger Domplatz empfängt die Würzburger Chicken Swings Big Band die Piloten gegen 15.55 Uhr, ehe sie ab 16 Uhr zum Zielempfang mit Moderation und neuerlichem Foto-Shooting auf den Neupfarrplatz zurückkehren.

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