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Regensburg
Samstag, 23. Juni 2018 18° 3

Kommentar

Die Kritiker hatten recht

Ein Kommentar von Heike Haala

850 000 Euro hat sich die Stadt die Bürgerbefragung kosten lassen, eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis das Ergebnis auf dem Tisch lag. Doch verwertbare Schlussfolgerungen kann die Stadt daraus kaum ziehen. Jetzt hat sich bestätigt, was viele schon im Vorfeld gesagt haben: Die Befragung der Regensburger war überflüssig.

Durch die Befragung ist vor allem viel Zeit ins Land gezogen; eineinhalb Jahre, in denen die Stadt die schwierige Verkehrssituation am Bahnhof hätte entzerren können – doch die Zeit hat sie nicht genutzt.

Es gibt weitere Mängel: So zeigen etwa die Pläne für das Studentenwohnheim, wie fragwürdig das Projekt ist. Denn beide Planungsteams entwarfen während der Ideenwerkstätten im Rahmen der Bürgerbeteiligung auch Pläne zum Erhalt des Gebäudes. Unnötig, wie sich jetzt herausstellt: Das Gebäude ist schadstoffbelastet, die Räume haben keine Chance in Büros umgewandelt werden zu können. Das hätte die Stadt schon länger wissen müssen.

Zudem liegen auch jetzt noch keine konkreten Planungen für das gesamte Areal vor. In der Hand hat die Verwaltung lediglich die Skizzen der Planungsteams aus der Ideenwerkstatt. Diese Alternativen müssen aber erst einmal gegeneinander abgewogen und konkretisiert werden. Auch das kostet wieder Zeit.

Ob ZOB, RKK oder ÖPNV: Die Stadt verfolgt die Pläne weiter, die sie ohnehin schon hatte. Kein Wunder, dass die Kritik auch nach der Auswertung der Fragebögen laut bleibt.

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