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Soziales

Ein Dach für alle Generationen

Das Mehrgenerationenhaus ist seit zehn Jahren Fixpunkt im Leben der Stadt Regensburg. Viel Wissen wird hier ausgetauscht.
Von Therese Wimmer

Zur Musik von „Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme“ tanzen auch die Kleinsten auf dem Sommerfest des Mehrgenerationenhauses. Foto: Wimmer
Zur Musik von „Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme“ tanzen auch die Kleinsten auf dem Sommerfest des Mehrgenerationenhauses. Foto: Wimmer

Regensburg.Gut zwei Dutzend aktive Senioren bilden derzeit die Computer-Internet-Gruppe (CIG) im städtischen Mehrgenerationenhaus in der Ostengasse. „Die sind sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag im Haus“, erzählt Reiner Wild schmunzelnd. Er ist der Leiter des MGH. Die Mitglieder bei CIG verraten sich Tücken und Tricks von Internet, PC, Handy, Tablet und Co. und helfen sich gegenseitig bei Fragen rund um neue Medien. Das MGH bietet ca. 700 bis 800 Menschen in der Woche Raum, um hier mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und die verschiedensten Interessen zu teilen, beispielsweise eben auch digitale Erlebniswelten.

Zum Sommerfest anlässlich des zehnjährigen Bestehens haben sich im Innenhof Menschen aller Altersgruppen versammelt, vom Baby über Eltern bis zu rüstigen Senioren, die das Haus am meisten nutzen. Im Café Klara herrscht Hochbetrieb. Die Nachfrage nach Kaffee und den selbst gebackenen Kuchen der ehrenamtlichen Büffetkräfte ist am frühen Nachmittag groß. Das Café ist Anlaufstelle und Treffpunkt zur ungezwungenen Kontaktaufnahme. Im Trubel des Ostengassenfests, alle zwei Jahre, ist das Café Klara eine Oase der Ruhe und Entspannung.

Kochen geht auch multikulturell

Andreas Albrecht, verantwortlich für generationenübergreifende Projekte, zeigt die Küche im 2. Stock. Dort trifft sich alle zwei Wochen die multikulturelle Gruppe „Kochkulturen“. Während Kinder im Vorraum und in den Gängen wuseln, sitzen gerade etwa zehn Frauen um den großen Tisch in der Mitte und schnipseln eifrig Gemüse. Der Raum ist erfüllt vom Duft der Kräuter und Gewürze. Die knackigen, bunten Salate, die hier gerade in großen Schüsseln angerichtet werden, sind zwei Stunden später von den Besuchern der Jubiläumsfeier restlos verzehrt.

Angebote im MGH

  • Gastronomie:

    Das Café Klara ist von Montag bis Freitag, jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

  • Gruppen:

    Neben dem Treffpunkt Seniorenbüro (TPS) hat auch die Computer-Internet-Gruppe (CIG) im MHG Heimat gefunden.

  • Träger:

    Stadt Regensburg

  • Internet:

    Alle Angebote finden sich unter www.regensburg.de/mgh .

Mit einer kurzen Ansprache eröffnet Reiner Wild die Jubiläumsfeier im Innenhof des Mehrgenerationenhauses. In ihrem Grußwort erinnert Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer an die Eröffnung durch die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen vor zehn Jahren. Das Ministerium hatte seinerzeit die Einrichtung gefördert. Das Mehrgenerationenhaus hat sich seither dank der Initiativen der hauptamtlichen Mitarbeiter der Stadt Regensburg und vor allem der vielen Ehrenamtlichen prächtig entwickelt und ist fester Bestandteil des sozialen Lebens in der Stadt. Das Mehrgenerationenhaus bietet Raum für gelebtes Miteinander und Füreinander da sein. Hier finden so verschiedene Aktivitäten wie der städtische „Treffpunkt Seniorenbüro“, eine Theatergruppe oder der vegane Sonntagsbrunch von „ProVeg“ die passende Location.

Zwischendurch heizen immer wieder die Kinderliedermacher „Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme“ den Kindern und Eltern mit einem Mitmachprogramm ein. Der Aufforderung zum gegenseitigen Rückenmassieren und Mittanzen kommen Kinder und Erwachsene gerne nach.

Tauschnetz pflegt Kontakte

Der Verein Tauschnetz Regensburg, eigentlich eine Vereinigung von Menschen, die bargeldlos Dienstleistungen tauschen, übernimmt die Bewirtung. Bunte Gemüsespieße, Auberginen und Zitronenkartoffel liegen appetitanregend auf dem Grill. Tauschnetz ist Teil ähnlicher Vereinigungen in ganz Deutschland. Die Interessenten treten selbstständig in Kontakt und bieten ihre Leistungen an. In monatlichen Treffen im Mehrgenerationenhaus sollen die Kontakte ausgebaut und gepflegt werden.

Die Performance der Tänzerinnen „50 plus“ erinnert an griechische Volkstänze. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer lässt sich inspirieren und reiht sich sichtlich vergnügt in die Tanzgruppe ein.

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