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Vereine

Ein Hoch auf die Turnerschaft

Die RT ist der älteste Sportverein in Regensburg. Nun wurden verdiente Mitglieder geehrt – und eine Marke gefeiert.
von Sarah Sophie Ruppert

Das RT-Sportfestival im Juli wird wieder ein Highlight. Fotos Ruppert/Baierlein (Archiv
Das RT-Sportfestival im Juli wird wieder ein Highlight. Fotos Ruppert/Baierlein (Archiv

Regensburg.Herzlich begrüßte der Präsident der Regensburger Turnerschaft die Anwesenden zur Vollversammlung am vergangenen Donnerstag in der Gaststätte der RT-Halle. „Ich freue mich, dass trotz des heutigen Weltmeisterfußballspiels so viele gekommen sind“, sagte Franz Rieger.

Trotz der positiven Zusammenkunft gedachten die Vereinsfreunde in Regensburg gleich zu Beginn den Verstorbenen: Martin Grasser, Schachabteilungsleiter, und Karl-Heinz Beem, Abteilungsleitung Kegeln. Zwei langjährige Mitglieder, die überraschend verstorben sind.

Auf weitere 70 Jahre

Mit 1813 Mitgliedern, davon 633 Kinder und Jugendliche, hat die Turnerschaft endlich die 1800-Marke erreicht und ist der mitgliedstärkste und älteste Sportverein in Regensburg. Präsident Franz Rieger ist stolz: „Es ist eine schöne Anerkennung und vor allem ein gutes Zeichen für die Qualität des Vereins.“ Unter die größten Abteilungen fallen die Kindersportschule, der Bereich Fußball und die Tänzer. Bei dem reichen Angebot an sportlichen Aktivitäten fallen Sanierungen oder Baumaßnahmen nicht aus. Der Umbau der RT-Halle ist beendet und teilweise wird schon wieder trainiert.

Zu den guten Nachrichten gehört eine großzügige finanzielle Unterstützung einer Münchnerin, die damit besonders das Engagement in der Flüchtlingsarbeit in den vergangenen Jahren lobte. Sie spendete über 1000 Euro. Den ersten Platz fuhr Diane Koller mit 1250 Euro für ihre Krebsnachsorgegruppe bei der Veranstaltung „Sterne des Sports“ des Deutschen Olympischen Sportbunds ein. Ein großes Thema ist die neue Datenschutzverordnung beim Verein. „Die Umsetzung hält uns auf Trab“, so der Präsident Dr. Franz Rieger.

„Es ist eine respektable Leistung, einem Sportverein so lange die Treue zu leisten.“

Margit Wild

Die Ehrungen der langjährigen Jubilare durften bei der Hauptversammlung nicht fehlen. Als Stellvertreterin des Vorstands zeichnete Margit Wild die Ehrenmitglieder aus und war gerührt: „Es ist eine respektable Leistung, einem Sportverein so lange die Treue zu leisten.“ 15 Jahre seien eine nennenswerte Dauer, 70 oder 75 Jahre sind eine „wahnsinnig tolle“ Beständigkeit. Margit Wild ist der Überzeugung, dass eine so lange Zugehörigkeit für den Verein spricht. Für 15 Jahre Vereinigung mit der RT wurden Hermann Pilz, passives Mitglied, und Andreas Albrecht, Abteilung Schach, ausgezeichnet. Eine Würdigung für 25 Jahre in der Abteilung Judo erhielt Thomas Aumer.

Die Vorstandschaft mit den Jubilaren (von links): Hauptsportwart Hermann Pilz, Albert Körner, Margit Wild, Franz Rieger, Egon Radler und Andreas Albrecht, Herbert Heider, Thomas Aumer und Schriftführerin Christine Schween
Die Vorstandschaft mit den Jubilaren (von links): Hauptsportwart Hermann Pilz, Albert Körner, Margit Wild, Franz Rieger, Egon Radler und Andreas Albrecht, Herbert Heider, Thomas Aumer und Schriftführerin Christine Schween

Albert Körner, 25 Jahre in der Abteilung Ski und anschließend weitere 25 Jahre in der Herzsportgruppe, freute sich ebenfalls über eine Anstecknadel und Urkunde. Margit Wild beurteilte den Wechsel galant: „Es gibt ja auch so wenig Schnee bei uns.“ 50 Jahre passiv bei den Regensburger Turnern ist der leidenschaftliche Tennisspieler und erster stellvertretender Vorstand Herbert Heider. „Der Mann für alles“, sagte die Laudatorin.

Bereits seit 70 Jahren im Verein ist Egon Radler, anfangs in der Abteilung Handball, heute passives Mitglied. Der Schelm ist dem Senior noch immer ins Gesicht geschrieben. Egon Radler zu seiner Auszeichnung: „Ich danke euch für eure Ehre, dass ich so lange dabei sein durfte. Ich hoffe, dass ich noch 70 Jahre dranhängen kann.“

Die Geschichte

  • 1861 als Turnverein gegründet schloss sich die Regensburger Turnerschaft im Jahr 1928 mit dem Männerturnverein und dem Turnerbund Jahn zu einem Verein zusammen. Nach über 150 Jahren zählt der Verein heute etwa 1800 Mitglieder in 28 Abteilungen.

  • Vielfalt:

    Der Fokus liegt nach wie vor auf dem Gesundheitssport und der Jugendförderung. Nicht nur traditionelle Sportarten tragen den Verein, auch Kampfkunstsportarten oder die Kindersportschule haben das Interesse geweckt.

Ein großes Fest des Sports

Präsident Rieger freute sich über die Veranstaltungen im Jahr 2018. Als großes Highlight ist wieder das RT-Sportfestival am Samstag, den 21. Juli, geplant. Neu ist ein zusammen organisierter Kindertriathlon mit dem Verein Tristar. Ab Mittag sind vielfältige Aktionen – wie zum Beispiel Ernährungstipps, E-Bike-Testfahrten oder Fitnessstunden – geplant. Ab 18 Uhr steht das RT-Gelände dem gemütlichen Beisammensein zur Verfügung.

Im kommenden Jahr werden die Kooperationen ausgebaut, der Altstadtlauf und der Inklusionstag werden integriert und somit startet das Sommerfest bereits eine Woche früher. Außerdem gibt es auch in diesem Jahr wieder Feriencamps für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Demnächst erscheint das RT-Magazin.

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