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MZ-Preview

Ein Märchen für Erwachsene

Guillermo del Toros Film „The Shape of Water“ feiert die Macht der Fantasie. Besitzer der MZ-Club-Karte sahen den Film vorab.
Von Laura Lindner

Szene aus „The Shape of Water“: Der Streifen geht ins Rennen um den Oscar als bester Film. Fotos: Twentieth Century Fox/dpa/Laura Lindner
Szene aus „The Shape of Water“: Der Streifen geht ins Rennen um den Oscar als bester Film. Fotos: Twentieth Century Fox/dpa/Laura Lindner

Regensburg.Der Kinostart von „The Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ füllte das Garbokino am Mittwochabend bis fast auf den letzten Platz. Der Fantasyfilm erzählt die Geschichte der stummen Elisa (Sally Hawkins), die während des Kalten Krieges in einem amerikanischen Hochsicherheitslabor arbeitet und sich dort in das streng geheime Projekt der Regierung verliebt: ein Fischwesen.

Besitzer der Mittelbayerische-Club-Karte hatten einen Vorteil: Diese konnten sich die Kinokarten kostenlos an der Kasse abholen. „Ich habe schon auf die Erscheinung des Films gewartet, und dank der Club-Karte konnte ich ihn jetzt sogar umsonst sehen“, freute sich eine Besucherin.

Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro hat für seine Hauptdarstellerin und ihren Nachbarn Giles (Richard Jenkins) eine Märchenwelt entworfen: Inmitten von Bücherregalen, unzähligen Katzen und bunten Tortenstücken laufen Musicals im Fernseher. Wenn Nachrichten des Vietnamkriegs erscheinen, schalten die Träumer um. Nachdem del Toro mit Mystery-Horror („Crimson Peak“) und Riesenmonster-Trash („Pacific Rim“) die Leinwände erobert hat, ist er nun mit „The Shape of Water“ für 13 Oscars nominiert.

Der Rhythmus der Sechzigerjahre

Seine neueste Geschichte spielt in Baltimore im Jahr 1963. Das Leben der Putzfrau Elisa läuft im Rhythmus der Wecker und Stechuhren. Jeden Tag nach dem Aufwachen geht sie baden, bis die Eieruhr sie aufscheucht. Dann unterhält sie sich in Gebärdensprache mit dem allein lebenden Giles und fährt mit dem Bus zur Militäranlage, wo sie mit ihrer Freundin Zelda (Octavia Spencer) die Laborräume reinigt.

Es ist der Rhythmus der Sechzigerjahre, in denen weiße Männer den Takt angegeben haben. So auch Richard Strickland, Chef der Anlage, eiskalt gespielt von Michael Shannon, der beim Bonbonkauen Geräusche macht, als zermalme er Granit.

Das sagen die Kinobesucher

  • Leo Niebler:

    „Ich finde den Film sehr gut! Er hat eine tolle eigene Atmosphäre, wobei mir besonders die nostalgischen Elemente gefallen haben. Außerdem ist das Design der Kreatur großartig.“

  • Benjamin Pawa:

    „Die nostalgische Stimmung hat mich direkt in den Streifen gezogen. Michael Shannon hat seine Rolle als Bösewicht gut verkörpert, und auch die Hauptdarstellerin hat toll gespielt.“

  • Vanessa Löb:

    „Super! Der Film hat meine Erwartungen voll erfüllt. Ich bin Fan von dem Regisseur Guillermo del Toro. Trotz Stummheit hat die Hauptdarstellerin sehr viel Gefühl rüber gebracht.“

In der Militäranlage misshandelt er die in einem Wassertank gefangene Kreatur, halb Mensch, halb Fisch, mit bläulichem Panzer, Schuppen, Flossen und großen gelben Augen. Diese stammt aus Südamerika, und von
ihrem Studium erhofft sich die amerikanische Regierung Erkenntnisse, die im Kalten Krieg gegen die Sowjets hilfreich sein könnten.

Bei ihrer Arbeit im Labor macht Elisa Bekanntschaft mit dem außergewöhnlichen Fischwesen. Sie gibt ihm Eier zu essen, spielt ihm Jazz vor, verliebt sich in ihn. Als ihm auf Stricklands Geheiß hin die Vivisektion droht, beschließt sie, ihn aus den Fängen der Regierung zu befreien. Doch die Liebe steht unter keinem guten Stern: Das Paar wird nun gnadenlos vom Militär gejagt.

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