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Freizeit

Entspannte Musik bei einem Glas Wein

Am Wochenende strömten Besucher zahlreich in den Stadtpark zum WeinMusikFest. Doch der Wein spielt nur die Nebenrolle.
Von Anna-Leandra Fischer

Die Besucher lauschten den Bands auf der Bühne. Foto: Anna-Leandra Fischer
Die Besucher lauschten den Bands auf der Bühne. Foto: Anna-Leandra Fischer

Regensburg.Aus allen Richtungen pilgern die Menschen in den Stadtpark. Schon von weitem hört man die Band, die gerade auf der Bühne steht. Im Herzen des Parks hinter der Kunstgalerie angekommen, ist es schwer noch einen Platz an den Bierbänken zu ergattern. Viele haben sich Picknickdecken mitgebracht, andere machen es sich direkt auf der Wiese bequem. Die Menschen leiten das Wochenende ein mit einem Glas Wein aus Franken und der Region.

Das WeinMusikFest findet alle zwei Jahre im Stadtpark statt und wird vom Kulturamt und Gartenamt der Stadt Regensburg organisiert. Dieses Jahr war es wieder so weit und zwölf Bands führten durch ein bunt gemischtes Rahmenprogramm, das von Pop über Old-School-Rock bis hin zu Soul und Blasmusik reichte. Als Top-Programmpunkte traten am Freitag um 20 Uhr Beißer auf, die moderne Indiemusik ohne unnötigen Firlefanz mitbrachten. Am Samstagabend um 20 Uhr beehrte „The Heimatdamisch“ den Stadtpark mit blasmusikuntermalten Chart-Hits. Auch am Sonntag standen Künstler bis in den Abend auf der Bühne. So auch die Band Soulmaid aus Regensburg, die ab 18.30 Uhr mit lässigen Songs zum Mitfeiern einlud. Von Freitag bis Samstag boten insgesamt acht Winzer, Winzerzusammenschlüsse und Weingüter ihre Weine an. „Wir haben hier regionale Winzer, die alle zum fränkischen Weinbauverband gehören, auch die Regensburger Weingüter“, sagt Thomas Pöller vom Kulturamt Regensburg.

Schaut man sich unter den bunten Lichterketten zwischen den Bäumen um, sieht man ein sehr gemischtes Publikum, das von Jung bis Alt reicht. Statt den kalten Temperaturen unter der Woche zeigt sich der Sommer von seiner schönsten Seite und selbst nach Sonnenuntergang ist es noch angenehm warm. An einem Tisch sitzen Brigitte Schlegl, Milena Müller und Susanne Huber. Die Frauen genießen das Leben und stoßen mit ihren Weingläsern an. „Ich habe heute alte Bekannte wiedergetroffen, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen habe“, sagt Susanne Huber, „das ist der schönste Abend seit langem“. Dabei vergießt sie sogar eine Freudenträne. Sie strahlt aus, dass sie an diesem Abend glücklich ist.

Buntes Rahmenprogramm

Doch das WeinMusikFest hatte noch viel mehr zu bieten als bloßes Musiklauschen. Für Kinder war an allen Tagen ein Spielebus von 15 bis 19 Uhr vor Ort, an dem sie sich austoben konnten. Auch für Erwachsene gab es ein Programm. Das Gartenamt Regensburg und der Verein Fränkisches Gewächs boten verschiedene Weinproben und Seminare mit Informationen zum Weinbau und der Kellerwirtschaft an. Das Angebot rundeten Führung durch die Ostdeutsche Galerie und eine Aufführung des Theaters Regensburg auf der Freilichtbühne ab.

Aus Regensburg kommen das Weingut Gahleitner und die Weinmanufaktur Oswald Zitzelsberger und auch das Gartenamt Regensburg mit Weinen aus der Region. Der Winzer Oswald Zitzelsberger verkauft auf dem WeinMusikFest seinen Wein aus Regensburg-Winzer. Er hat vier Weine aus seinem Bestand dabei. „Ein großer Renner ist der Rotling, vor allem bei den Damen“, sagt Zitzelsberger. In Regensburg gäbe es ein herrliches Klima für den Weinanbau. Die südöstlichen und südwestlichen Lagen verbunden mit der Donau, die kalte Luft von unten mitbringt seien das ein idealer Anbaustandort, so Zitzelsberger.


Eine Bildergalerie sehen Sie hier.

Das Wein-Musik-Fest

Die kleinen Buden, an denen der Wein ausgeschenkt wird, haben sich hergerichtet und sind liebevoll geschmückt. Die Verkäufer blicken an den Abenden auf lange Schlangen an ihren Ständen. Unter anderem waren auch die fränkischen Ökowinzer vertreten. Der Verein besteht aus 38 fränkischen Weingütern, die alle zu 100 Prozent auf ökologischen Weinanbau umgestellt haben. Die Ökowinzer sind beim Regensburger Weinfest mit elf Weinen aus elf verschiedenen Betrieben vertreten. so der Vorsitzende Klemens Rumpel. „Ich bin überrascht, dass dieses Wochenende gerade im Qualitätssegment so viel nachgefragt wird“, sagt er.

Volle Bänke und beste Stimmung

Der Vorsitzende der Ökowinzer freut sich, dass es im Stadtpark so voll ist. Es sei auch viel junges Publikum vertreten. „Es ist schön, dass trotz der Menschenmassen alles so entspannt ohne Ärger abläuft“, sagt er. Das Weinfest findet alle zwei Jahre statt. Viele Weingüter sind keine Neulinge und waren mit ihren Ständen schon oft dabei. Das gesamte Standgeld wird gespendet für den Musikinstrumentenfond im Haus der Musik. Am Ende des Wochenendes verabschieden sich die Besucher und verteilen sich wieder in alle Himmelsrichtungen. Es scheint fast als wären sie traurig, dass es schon vorbei ist. Aber nicht nur wegen des Weins und der Musik, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre.

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