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Einweihung

Erweiterungsbau für die Lehre der Pflege

Am Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg wurde der Erweiterungsbau für den Pflege-Campus eingeweiht.
Von Tino Lex

Der Erweiterungsbau des Pflege-Campus Regensburg kostete 5,5 Millionen Euro und bietet in Zukunft weiteren 150 Bewerbern für Pflegeberufe Platz. Fotos: Lex
Der Erweiterungsbau des Pflege-Campus Regensburg kostete 5,5 Millionen Euro und bietet in Zukunft weiteren 150 Bewerbern für Pflegeberufe Platz. Fotos: Lex

Regensburg.In Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Regensburg (UKR) wurde das neue Gebäude auf dem Gelände des Krankenhauses seiner Bestimmung übergeben. Dieser Erweiterungsbau ermöglicht 150 neue Ausbildungsplätze für den Beruf des Gesundheit- und Krankenpflegers.

In Zeiten, in denen viel über „Pflegenotstand“ gesprochen wird, ist es ein ganz besonderes Signal: Der Pflege-Campus Regensburg weitet mit neuen Räumlichkeiten seine Ausbildungskapazitäten um rund 150 Ausbildungsplätze aus und nimmt hierfür ein neues Gebäude mit hochmoderner Infrastruktur im Betrieb.

„Das Caritas-Krankenhaus St. Josef und das Universitätsklinikum Regensburg zeigen eindrucksvoll, dass sie mit strategischem Weitblick und überzeugenden Lehrkonzepten an die Zukunft des Pflegeberufes glauben und dafür keinen Aufwand scheuen. Diese Initiative unterstützt der Freistaat Bayern sehr gerne“, erklärte Ruth Nowak, Amtschefin im Gesundheitsministerium.

Bischof Rudolf Voderholzer sowie die Referenten bei der Einweihung des Erweiterungsbaus des Pflege-Campus Regensburg
Bischof Rudolf Voderholzer sowie die Referenten bei der Einweihung des Erweiterungsbaus des Pflege-Campus Regensburg

Am Pflege-Campus Regensburg bilden die beiden Kliniken gemeinsam Gesundheits- und Krankenpfleger aus. Doch die Kapazitätsgrenze war erreicht. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, noch mehr junge Leute für den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers begeistern zu können. Dies schaffen wir mit innovativen Lehrkonzepten, guter praktische Einarbeitung und modernen Lehreinrichtungen“, so Michael Frank, Direktor für Pflege- und Patientenmanagement des Caritas-Krankenhauses. Alfred Stockinger, Pflegedirektor des UKR, ergänzte: „Nur wenn man sich bereits in der Ausbildung gut aufgehoben fühlt, wird man den Pflegeberuf auch mit Freude und Engagement ausführen.“

Azubis aus 20 Nationen

Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann betonte in seinen Grußworten, dass unter der Dachmarke Pflege-Campus Regensburg die zukünftigen Pflegekräfte große Karrierechancen hätten. Die Caritas sei in 160 Ländern der Welt vertreten, dies spiegelt sich auch in den 20 verschiedenen Nationalitäten wieder, die sich derzeit in einer Ausbildung auf dem Pflege-Campus befänden.

Weißmann sprach den sehr schnellen Baufortschritt an: Bereits am 18. Mai 2017 wurde der erste Spatenstich vollzogen, knapp elf Monate später können die Schülerinnen und Schüler das Gebäude beziehen – dies sei eine Rekordbauzeit. Der Caritasdirektor sprach zudem die Finanzierung des Projekts an: Insgesamt kostete dieser Anbau 5,5 Millionen Euro, wobei der Freistaat Bayern zwei Millionen Euro förderfähige Kosten übernahm.

Professor Dr. Oliver Kölbl, ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums, attestierte dem Bau eine gelungene Architektur, verhehlte aber nicht, dass der Weg zum Pflege-Campus Regensburg nicht einfach war. Der Professor stellte auch das Ziel des neuen Gesundheitsministers Spahn infrage: „Wie soll man in Kürze 8000 zusätzliche Pflegestellen schaffen?“ Zumindest in Regensburg gehe man das Problem des Pflegekräftemangels an.

„Pflege bringt Lebensqualität“

Bürgermeister Jürgen Huber, der im letzten Jahr selbst erkrankt war, betonte, wie „sensationell wertvoll“ für ihn die Pflegemitarbeiter gewesen seien, die ein hohes Maß an Empathie mitgebracht hätten. Durch die Schaffung des Pflege-Campus sei die Lebensqualität in Regensburg gewachsen. Landrätin Tanja Schweiger sagte, auf dem Weg zu einem besseren Stellenwert der Pflege brauche es auch „viel gesellschaftlichen Mut“.

Die Möglichkeiten der Qualifikation in den Pflegeberufen sind vielseitig. Möglich ist die Doppelqualifizierung Fachhochschulreife mit Zusatzunterricht parallel zur dreijährigen Ausbildung. Hierbei ist die Voraussetzung Abitur oder mittlerer Schulabschluss (Realschule oder M-Zug). Der Studiengang Pflege dual (Bachelor of Science) beinhaltet ein bis sechs Semester Teilzeitstudium während der dreijährigen Ausbildung sowie sieben bis neun Semester Vollzeitstudium. Voraussetzung sind hier Abitur oder Fachhochschulreife plus Ausbildungsvertrag.

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