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Bilder

Fotografen blicken hinter die Kulissen

Die „Fotoblosn“ durfte sich im Donau-Einkaufszentrum Regensburg verwirklichen. Eine Ausstellung zeigt nun die besten Motive.
Von Tino Lex

Die Fotografen präsentierten ihre Bilder bei der Vernissage auch Johann Vielberth (2.von rechts) und Katharina Spitzner von der DEZ-Geschäftsführung. Foto: Lex
Die Fotografen präsentierten ihre Bilder bei der Vernissage auch Johann Vielberth (2.von rechts) und Katharina Spitzner von der DEZ-Geschäftsführung. Foto: Lex

Regensburg.Seit 50 Jahren gibt es das Regensburger Donau-Einkaufszentrum. Es war einer der ersten Konsumtempel dieser Art in der Bundesrepublik. Was Johann Vielberth, der Gründer und Initiator, damals ins Leben gerufen hat, blüht immer mehr auf und ist aus der Donaumetropole nicht mehr wegzudenken. Jetzt gibt es eine Ausstellung zu sehen mit dem Titel: „50 Jahre Donau-Einkaufszentrum – ein Blick hinter die Kulissen.“

Nach und nach hat sich das DEZ, wie es von den Regensburger liebevoll genannt wird, weiterentwickelt und ist gewachsen – ähnlich einem großen starken Baum, der seine Verästelungen stetig erweitert. Dies war Grund genug für den Regensburger Fotografenstammtisch „Fotoblosn“, in das DEZ zu gehen und alles zu fotografieren, was ihnen da so vor die Linse kam.

„Wir sind da einfach so reinspaziert und haben fotografiert. Nach zehn Minuten waren wir wieder draußen, als uns der Sicherheitsdienst darauf aufmerksam machte, dass man hier nicht so ohne weiteres fotografieren könne“, erzählte Ingo Maschauer bei der Vernissage der Ausstellung. Also wurden doch Bilder geschossen. „Wir haben uns bei der Geschäftsführung des Donau-Einkaufszentrums angemeldet und unser Anliegen vorgetragen. Wir wurden mit offenen Armen empfangen“, erklärte Maschauer. Er und weitere vier Fotografenkollegen gingen dann mit ihren Kameras bewaffnet bereits sehr früh in das DEZ und fertigten neben der riesigen, umfangreichen Technik vor allem von den Menschen, die weit vor Geschäftsbeginn dort arbeiten, gelungene Porträts an. Da steht beispielsweise eine Reinigungskraft im Fahrstuhl, putzt dessen Glasscheiben und blickt direkt in die Kamera – wohl eine der gelungensten Aufnahmen, die die Ausstellung zeigt.

Aufgehängt wurden 56 Bilder – auch ein Tribut an das kleine Budget des Fotografenstammtischs. „Gerne hätten wir mehr Bilder präsentiert. Mein Dank gilt allen, die sich fotografieren ließen und nun leider nicht an den Schauwänden verewigt sind“, sagte Maschauer. Doch diese brauchen sich nicht zu grämen. Auf einem großen Monitor sind in einer Endlosschleife begleitend zur der Ausstellung alle Aufnahmen zu sehen.

Johann Vielberth ließ es sich nicht nehmen, selbst bei der Vernissage vorbeizuschauen. Er bezeichnete die Ausstellung als sehenswert. „Da sind Bilder dabei, die man sonst nicht vom Donau-Einkaufszentrum zu Gesicht bekommt.“ Wer weiß schon, dass das DEZ sieben Hausmeister und drei Haustechniker beschäftigt, die den Betrieb sichern, lange bevor sich die Tore öffnen. Dafür, dass im DEZ alles sauber ist und bleibt, sorgen über 30 Reinigungskräfte.

Die Bilder zeigen auch, dass es den fünf Fotografen richtig Spaß gemacht hat, sich entfalten zu können. „Und wenn einem ein Bild besonders gut gefällt, kann man es auch käuflich erwerben“, sagte Maschauer.

Die Fotografen

  • Fotografen:

    Martin Kukielka, Andreas Link, Ingo Maschauer, Markus Kolar, Siegfried Klinger

  • Weitere Projekte

    der Fotografen: Leben im Altenheim, Weißdorf bei Hof (Dorf im Porträt)

  • Bei dem Projekt

    im Altenheim wurden die Seniorinnen und Senioren mit einbezogen.

  • Die Fotografen

    der „Fotoblosn“ werden noch heute auf das Projekt Weißdorf (bei Hof) angesprochen, das ihnen auch national viel Ruhm in diversen Publikationen einbrachte. Sie hatten die Dorfbewohner über einen längeren Zeitraum begleitet und von ihnen und ihren Tätigkeiten Porträts angefertigt.

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