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Brauchtum

Freche Truppe klaut den Hahn-Dultbaum

Obwohl der Baum auf dem Dultplatz mit einem Gabelstapler gesichert war, waren die Räuber aus Rosenhof-Wolfskofen erfolgreich.

Die Maibaumklaugruppe aus Rosenhof-Wolfskofen besteht aus Mitgliedern der Feuerwehr, des Sportvereins und der KLJB-Ortsgruppe. Bei Festwirt Hahn schlug sie zu. Foto: Hahn-Zelt
Die Maibaumklaugruppe aus Rosenhof-Wolfskofen besteht aus Mitgliedern der Feuerwehr, des Sportvereins und der KLJB-Ortsgruppe. Bei Festwirt Hahn schlug sie zu. Foto: Hahn-Zelt

Regensburg.Der Dultbaum vor dem Hahn-Zelt ist mit seinen 20 Metern und bunten Tüchern ein beliebter Treffpunkt für Dultgänger. Aber er zieht inzwischen auch regelmäßig das Interesse einer ganz anderen Personengruppe an. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass er nach den Jahren 2013 und 2017 auch heuer wieder für eine kurze Zeit vom Dultplatz „verschwand“ und erst nach zähen Verhandlungen seit kurzem wieder an seinem angestammten Platz vor dem Festzelt steht – rechtzeitig zur Dultbierprobe am Donnerstag.

Bereits zweimal hatte der Burschenverein Lorenzen seine Chance genutzt, den Baum der Festwirtsfamilie Hahn wenige Tage vor der Maidult zu stehlen. Um es potenziellen Dieben nicht ganz so einfach zu machen, wurde der Dultbaum diesmal vor dem Aufstellen gut versteckt und mit schwerem Gerät gesichert. Gefunden wurde er aber trotzdem. Dieses Jahr von einem Spähtrupp der Maibaumklaugruppe aus Rosenhof-Wolfskofen. Vor rund zehn Jahren haben sich Mitglieder der Feuerwehr, des Sportvereins und der dortigen KLJB-Ortsgruppe zusammengetan, um in Stadt und Landkreis Regensburg nach „klaubaren“ Bäumen zu suchen. „Teilweise sind wir an den spannenden Tagen vor dem 1. Mai mit bis zu vier Teams gleichzeitig unterwegs, um nach geeigneten Maibäumen Ausschau zu halten“, so Emmeram Freundorfer von der KLJB. „Wird dann ein solcher Baum gefunden, ist schnell die ganze Gruppe alarmiert, die sich dann um den Abtransport und die Verwahrung kümmert.“

Die Sicherung des Regensburger Dultbaums mit einem großen Gabelstapler stellte die unerschrockenen Burschen und Männer jedoch nicht vor eine unlösbare Aufgabe. Im Schutz der Dunkelheit hatten sie die schwere Maschine mit mehreren Hydraulikhebern angehoben, um so an das wertvolle Diebesgut zu gelangen. „Solange keine bleibenden Schäden entstehen oder irgendetwas zerstört wird, ist uns jedes Mittel recht, an unser Ziel zu kommen“, so Freundorfer weiter.

Er fungierte nach dem erfolgreichen Klau auch als Verhandlungsführer mit der Festwirtsfamilie Hahn. Die Auslöse gibt es dann auf der Herbstdult im Hahn-Zelt Für Festwirt Michael Hahn eine Ehrensache: „Wir sind uns dieser Tradition bewusst und waren daher auch diesmal wieder bereit, unseren schönen Dultbaum zurück zu unserem Zelt zu holen. „In den kommenden Jahren würde er einen weiteren Klau jedoch trotzdem gerne vermeiden. Wie genau das passiert, wird natürlich an dieser Stelle nicht verraten.

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