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Feuer

Geht am Keilberg ein Feuerteufel um?

Drei Brände in drei Tagen: Die Kripo glaubt nicht an Zufälle. Sie arbeitet auf Hochtouren und sucht Zeugen.
Von Wolfgang Ziegler

Der Schuppen brannte fast komplett ab. Foto: Alexander Auer
Der Schuppen brannte fast komplett ab. Foto: Alexander Auer

Regensburg.Das Polizeipräsidium Oberpfalz hält sich offiziell noch bedeckt, aber intern äußern die Brandermittler der Regensburger Kripo einen schlimmen Verdacht: Im Stadtteil Keilberg ist ein Feuerteufel unterwegs. Drei Brände innerhalb von drei Tagen lassen für die Beamten kaum Zweifel zu. Zuletzt fackelte der oder die Unbekannte in der Nacht zum Freitag in der Straße Am Vogelherd einen freistehenden Holzschuppen ab. Das Feuer war laut Polizeibericht gegen 2.30 Uhr ausgebrochen. Der Schaden wird mit wenigen hundert Euro angegeben. Personen wurden nicht verletzt. Diesmal nicht. Noch nicht.

Eine andere Dimension hatte das Feuer, das in der Nacht zum Mittwoch gegen 1 Uhr ebenfalls in der Straße Am Vogelherd einen Schuppen und eine Garage zerstörte. Durch die große Hitzeentwicklung wurde dabei auch das angrenzende Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen, in dem zu dieser Zeit Menschen schliefen. Der von einem aufmerksamen Nachbarn alarmierten Feuerwehr gelang es allerdings, ein vollständiges Übergreifen der Flammen zu verhindern. Der Holzschuppen war indes nicht mehr zu retten. „Als wir kamen, war dieser in Vollbrand. Das konnte man schon von weitem sehen“, sagte Elmer Zimmermann von der Berufsfeuerwehr dazu gegenüber unserem Medienhaus. Ingesamt waren bei dem Einsatz rund 40 Feuerwehrleute im Einsatz. Erst gegen 2.50 Uhr kam das Signal „Brand aus“.

Ein Video von dem Feuerwehreinsatz in der Nacht auf Mittwoch sehen Sie hier:

Meterhohe Flammen bei Brand in Keilberg

Am Dienstag brannte es erstmals

Wie erst am Freitag bekannt wurde, hatte es tags zuvor, am Dienstag, ebenfalls gebrannt. Am Keilsteiner Weg, der sich mit der Straße Am Vogelherd kreuzt, hatten Wanderer gegen 18 Uhr einen brennenden Haselnussstrauch entdeckt. Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Nähe will die Polizei vorsätzliche Brandstiftung nicht ausschließen, wie es offiziell heißt.

Dem Vernehmen nach sollen sich in dem Areal rund um die Straße Am Vogelherd, das an die Abbruchkante des Steinbruchs heranreicht immer wieder Personen aufhalten, die – auch abends– den Ausblick genießen. Sie werden sollen sich als Zeugen unter der Rufnummer (09 41) 506 28 88 melden.

Mehr Bilder von dem schadensträchtigen Brand am Mittwoch sehen Sie in unserer Galerie:

Feuerwehr bekämpft Brand in Keilberg

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