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Regensburg
Sonntag, 19. August 2018 31° 4

Festival

Gemütliches Feiern beim Pürkelgut

Am Samstag feierte in Regensburg das Blasmusikfestival „Love, Peace und Blasmusik“ Premiere. Viele Eindrücke gibt es hier!
Von Sarah Sophie Ruppert

Regensburg.Das Wetter hätte dem neuen Festival „Love, Peace und Blasmusik“ am Schloss Pürkelgut von Veranstalter Sascha Almahmoud beinahe nicht mitgespielt. Ein grauer Himmel und ein kleiner Schauer machten nicht gerade Lust auf mehr. Am Ende war die kurze Abkühlung jedoch genau das Richtige, die Schwüle war weg und es ließ sich super feiern.

Bereits am frühen Nachmittag wurde die Menge von hochkarätigen und bekannten Bands auf der Hauptbühne beschallt. Zur frühen Feierzeit wartete die „Bigband Dachau“ mit einer klanggewaltigen Performance auf. Ein Act, der die feierlaunigen Leute auf jeden Fall abholte, war „Django S“. Die Truppe aus sieben extrovertierten Männern begeisterte das Publikum durch ihre aufgedrehte Leichtigkeit und ausgelassene Lebensfreude. Viel nackte Haut inklusive – da ließen die Rufe nach Zugabe nicht lange auf sich warten.

Ebenfalls auf der Main Stage vertreten: „Granada“, eine österreichische Mundart-Band, bei der das Akkordeon zur Grundausstattung gehört, sowie die urtypische bayerische „Kapelle Josef Menzl“. Sie ist nach eigenen Angaben „nach den ´Rolling Stones` und ´Motörhead` die definitiv drittschönste Kapelle“. Zuletzt spielte „LaBrassBanda“ auf dem großen Hauptplatz. Die populäre Blasmusikkappelle zog zahlreiche Fans und Interessierte auf das Gelände. Eine musikalische Mischung aus verschiedenen Blasinstrumenten, Schlagzeug und Bass spielt neue Volksmusik mit mitreisenden Rhythmen.

Gstanzl-Stadl lud zum Sitzen ein

Eher gemütlich und zum Sitzen einladend war es im Gstanzl-Stadl. Hier spielte am Nachmittag als Einleitung des weiteren Treibens der Gewinner des Kapellen Contest „Dezent Böhmisch“. Nicht umsonst gewonnen, denn die Truppe von zehn Mann brachte die Menge zum Schwitzen. Im Nachgang besetzte die Bühne das Trio „I, Du & da Ander“. Schwer überhaupt noch durchzukommen, fand jeder dann doch einen Platz zum Lauschen, Mitsingen und Schunkeln. Die drei einmaligen, bayerischen Typen sorgten mit Gitarre und Trompete, ohne lästige Rhythmusinstrumente im Gepäck, für einen wunderschönen und stimmungsvollen Moment hinter der alten Scheune am Schloss Pürkelgut. Mit einigen Zoten und Kalauern im Gepäck brachte „I, Du & da Ander“ die Gäste zum Lachen. Ein Traum-Trio sozusagen.

Bilder vom Festival sehen Sie hier:

Das war los auf dem "Love, Peace und Blasmusik"

Noch nicht am Ende teilten sich nacheinander die Gruppen „Da wampert Zodert & da boartert Plattert“, „Loisach Marci“ und „Liquid & Maniac“ die Stage. „Da wampert Zodert & da boartert Plattert“ machten ihren Namen alle Ehre, das aber mit fulminanter Stimme und Bühnenpräsenz. Mit „Loisach Marci“ hat sich der Veranstalter Sascha Almahmoud einen Gefallen getan. Die Kombi aus Marcel und Jens-Peter zeigten ihre selbsternannte „Alphorn-Moderne“, ein Zusammenspiel aus Traditionellem mit oft elektronischem Einfluss. Ganz viel Takt und schöner Gesang für jeden Musikliebhaber. Mundart-Rap lieferten „Liquid & Maniac“ auf der Bühne des Gstanzl-Stadl. Die beiden Oberpfälzer betreiben bayerische Mundartpflege der besonderen Art.

Aber nicht nur Musik war groß im Angebot am Festival-Tag von „Love, Peace und Blasmusik“, auch für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt. Der Festzeltbetrieb Glöckl bot von der Steaksemmel über die Currywurst und Pommes bis hin zu Schupfnudeln alles an. Für Liebhaber von süßen Genüssen gab es zum Beispiel Crêpe, Eis oder gebrannte Mandeln, alles immer in greifbarer Nähe. Durstig musste bei dem gut organisierten Festival auch niemand bleiben, die Auswahl an nichtalkoholischen wie alkoholischen Getränken war groß. Bier, Wein, Longdrinks, aber auch Cola, Limo oder frisch gebrühter Kaffee gehörten zum flüssigen kulinarischen Angebot.

Eine Bimmelbahn für die Kinder

Das beinahe Schönste: Eltern durften ihren Nachwuchs bis zu einem Alter von 13 Jahren kostenlos mit auf das Festivalgelände nehmen. Gelungen, weil zum Einen Mama und Papa ihrem Hang zur Musik nachgehen, zum Anderen weil mit den Kindern auch etwas Schönes unternommen werden konnte. Auch diesen Bereich hatte der Veranstalter gut geplant. Eine kleine Bimmelbahn, eine Rollrutsche und ein paar Jahrmarktsbuden waren natürlich das Highlight die Kleinsten.

Trotzdem hatten die jungen Mädchen und Jungen noch lange nicht genug, sondern tanzten mit ihren Eltern zu der Musik der Bands. Auch Menschen mit Behinderung konnten kostenlos mit einem Betreuer auf das Festivalgelände und die vielen Angebote wahrnehmen. Das Fest für die ganze Familie darf im nächsten Jahr gerne wieder kommen.

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