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Gesundheit

Grippewelle: Notaufnahmen stark belastet

Zahl der Patienten hat in Regensburg mit 200 stationären Fällen Höchststand erreicht. Kranke sollen zuerst zum Hausarzt.

Wer Anzeichen einer Grippe bemerkt, sollte nicht gleich in die Notaufnahme gehen. Ein Besuch beim Hausarzt kann schon ausreichen. Foto: Andreas Gebert/dpa

Regensburg.Die jährliche Grippewelle hat Regensburg und die Region fest im Griff. Insbesondere die Notaufnahmen der Regensburger Krankenhäuser spüren die Mehrbelastung deutlich, heißt es in einer Pressemitteilung der Notaufnahmen. Das Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, einschließlich der Klinik St. Hedwig, das Universitätsklinikum Regensburg und das Caritas-Krankenhaus St. Josef weisen darauf hin, dass Patienten bei Verdacht auf eine Grippeerkrankung nicht zwingend in die Notaufnahme gehen sollten. Besser sei es, die Krankheit entweder zu Hause auszukurieren oder bei einer Verschlimmerung den Hausarzt aufzusuchen. Diese einfachen Maßnahmen können die Krankenhäuser entlasten und eine weitere Ausbreitung der Grippeviren begrenzen. Die Notaufnahmen sollten nur bei schweren Symptomen, wie zum Beispiel ausgeprägte Luftnot aufgesucht werden.

Grippeaktivität deutlich über den Vorjahren

Die Zahl der Grippepatienten habe mit mehr als 200 stationären Fällen in den Krankenhäusern in Regensburg einen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt sich auch in Bayern weiterhin eine Grippeaktivität, die deutlich über den Vorjahren liegt. Wir haben in dieser Saison „unseren Höhepunkt“, sagt Dr. Felix Rockmann, Chefarzt des Notfallzentrums des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. „Wir hatten noch nie so viele Patienten stationär, auch nicht bei der Grippeepidemie vor zwei Jahren. Und wir halten aktuell das Niveau.“

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Die Grippe ist ein viraler Infekt, bei dem Antibiotika keine Wirkung zeigen. Ohne Zeichen einer schwersten, akut bedrohlichen Erkrankung ist es am besten, zuhause zu bleiben und sich auszuruhen. „Die Symptome für schwerwiegende Krankheiten kann auch der Hausarzt ausschließen“, sagt Dr. Rockmann. Risikogruppen wie Babys, kleinere Kinder, ältere Menschen und Schwangere sollten mit Grippe ihren Hausarzt bzw. niedergelassenen Kinderarzt aufsuchen. Das gilt auch für Menschen mit Vorerkrankungen wie beispielsweise Asthma oder einem geschwächtem Immunsystem. Wenn die Symptome nach Tagen noch nicht besser werden, sollten sich auch alle anderen Erkrankten an die Hausarztpraxis wenden.

Viren breiten sich schneller aus

Nach übereinstimmender Erklärung der Notaufnahmen an den Krankenhäusern Barmherzige Brüder, St. Josef und des Universitätsklinikums Regensburg ist eine Abklärung der Grippe-Infektion in einer Notaufnahme in aller Regel nicht notwendig. Die vielen Grippepatienten führen zu einer großen Mehrbelastung der Krankenhäuser und begünstigen zudem eine weitere Ausbereitung. „Auch Ärzte sind schließlich nicht vor einer Ansteckung gefeit“, sagt Dr. Rockmann. Aktuell haben man auch bei den Barmherzigen Brüdern einen etwas höheren Krankenstand. Das lasse sich aber aktuell noch kompensieren.

Die Krankenhäuser ihrerseits versuchen ihr Möglichstes, um ihre Mitarbeiter und Patienten vor dem Virus zu schützen. Alle Kliniken haben eine strikte Mundschutzpflicht in den besonders betroffenen Bereichen wie zum Beispiel den Notaufnahmen eingeführt. Die Vorsichtsmaßnahmen zeigen Erfolg: Im Vergleich zu den Vorjahren sind deutlich weniger Mitarbeiter erkrankt und auch die Ausbreitung der Viren innerhalb der Krankenhäuser konnte deutlich gesenkt werden.

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