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Regensburg
Sonntag, 22. Juli 2018 24° 4

Kirche

Große Trauerfeier für Anton Wilhelm

Der verstorbene Dompropst wurde auf dem Unteren Katholischen Friedhof beigesetzt. Er war äußerst beliebt.
Von Angelika Lukesch

Für Dompropst Anton Wilhelm wurde ein Requiem zelebriert. Foto: Lukesch
Für Dompropst Anton Wilhelm wurde ein Requiem zelebriert. Foto: Lukesch

Regensburg.Der hohe Dom St. Peter war am Freitagnachmittag bis auf den letzten Platz gefüllt, als das Requiem für den am 15. Juni verstorbenen Dompropst Prälat Anton Wilhelm zelebriert wurde. Bischof Rudolf Voderholzer stand dem Requiem vor, ihm zur Seite standen die Weihbischöfe Reinhard Pappenberger und Dr. Joseph Graf, Abt Thomas M. Freihart OSB von Weltenburg, das gesamte Domkapitel, Mitglieder des Stiftskapitels und außergewöhnlich viele Priester und Priesterseminaristen.

Regierungspräsident Axel Bartelt kam dem Verstorbenen zu Ehre ebenso wie Kulturreferent Klemens Unger in Vertretung der Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Maria Scharfenberg in Vertretung von Landrätin Tanja Schweiger.

Viele Gäste bei Trauerfeier

Auch der evangelische Regionalbischof Hans-Martin Weiss war gekommen, um Dompropst Anton Wilhelm die letzte Ehre zu erweisen. Dass der Verstorbene sehr große Beliebtheit genoss, war an der großen Zahl der Trauernden abzulesen. Diese Beliebtheit hob auch Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Homilie hervor. Schon als Kaplan in der Pfarrei St. Wolfgang in Landshut sei er wegen seines „guten Drahtes zur Jugend“ äußerst beliebt gewesen. Danach übernahm Wilhelm die Pfarrei Ergoldsbach. 1986 wurde er von Bischof Manfred Müller zum Regens des Regensburger Priesterseminars berufen. „Anton Wilhelm ließ sich senden und in Pflicht nehmen“, sagte Bischof Voderholzer. Auffällig sei, sagte der Bischof, dass während Wilhelms Zeit als Regens „dem Bistum viele starke Weihjahrgänge geschenkt wurden – ganz gegenläufig zum allgemeinen Trend“. Anton Wilhelms nächste große Aufgabe war seine Zuständigkeit für die pastoralen Laiendienste. „Ich durfte ein ums andere Mal erleben, wie sehr ihm die Frauen und Männer, theologisch und pastoral hervorragend ausgebildet, am Herzen lagen“, stellte der Bischof fest.

Ein besonderer Schatz

1997 wurde Anton Wilhelm zum Domkapitular und 2013 zum Domdekan ernannt. 2016 übernahm er auf die Bitte des Bischofs das Amt des Dompropstes. „Ich habe ihn dabei immer als ebenso klugen wie loyalen und vor allem im guten Sinne männlich frommen Mann erlebt“, ehrte der Bischof den Verstorbenen. Ein ganz besonderes Ereignis im Leben des Verstorbenen sei 1991 die Entdeckung des Sepulcrums gewesen, das in einem gotischen Holzkreuz am Priesterseminar entdeckt worden war. In diesem Sepulcrum befand sich ein 600 Jahre altes Schmetterlingsreliquiar. Der Schmetterling, sagte der Bischof, versinnbildliche die Hoffnung im Glauben an den gekreuzigten-auferstandenen Herrn: „Es ist eine Fügung, dass dieses Schmetterlingsmotiv in diesem Jahr kunstvoll die Osterkerze im Regensburger Dom ziert. Diese Kerze brennt jetzt neben dem Sarg von Prälat Wilhelm. Zusammen mit dem Schmetterlingsmotiv sagt sie uns ihre stille Botschaft und nährt sie unsere Hoffnung auf den Ostersieg unseres Herrn Jesus Christus. In dieser Hoffnung hat Prälat Wilhelm seinen Tod angenommen.“

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