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Film

Hier kann man in die Ozeane eintauchen

Dokumentarfilmer geben bei der „Ocean Film Tour“ einen Einblick in ihre Leidenschaft für das Meer – auch in Regensburg.
Von Angela Sonntag

In „Water II“ sieht der Zuschauer die Welt von unten. Foto: Morgan Maasert
In „Water II“ sieht der Zuschauer die Welt von unten. Foto: Morgan Maasert

Sie tummeln sich auf und unter Wasser, zeigen, was mit einem Brett unter den Füßen möglich ist, und trotzen waghalsig den Naturgewalten – die Protagonisten aus den sechs Dokumentarfilmen der Ocean Film Tour geben uns einen Einblick in ihre Leidenschaft und ihre Liebe für das Meer. Gleichzeitig möchten sie zum Nachdenken anregen und setzen einen umweltpolitischen Schwerpunkt, der zum Schutz der Ressourcen motivieren soll. Jetzt macht die „Ocean Film Tour“ auch in Regensburg Halt. Wir stellen die Protagonisten und ihre Projekte vorab schon einmal vor und geben einen Einblick, was den Zuschauer erwartet.

The Ocean Rider

Mit seinem Katamaran ist Yvan Bourgnon alleine in 220 Tagen um die Welt gesegelt. Foto: Yvan Bourgnon
Mit seinem Katamaran ist Yvan Bourgnon alleine in 220 Tagen um die Welt gesegelt. Foto: Yvan Bourgnon

Ein Katamaran ist ein reines Sport-Boot, perfekt, um mit hoher Geschwindigkeit durchs Wasser zu gleiten. Aber es ist nicht für Abenteuer gemacht – und schon dreimal nicht, um damit den Ozean zu überqueren. Yvan Bourgnon hat aber genau das getan. Und nicht nur den einen Ozean. Mit seinem Katamaran ist er alleine in 220 Tagen um die Welt gesegelt. Dabei war die gefährliche Mission nicht nur einmal zum Scheitern verurteilt. Doch nicht mal ein Felsen, der sein Boot zertrümmerte, konnte Yvan aufhalten. Jule Vernes Abenteuer-Geschichte, neu interpretiert von einem buchstäblich nicht müde werdenden Schweizer. Die MZ hat mit dem „Wassermann“ über seine Leidenschaft und Liebe gesprochen.

Dolphin Man

Im Jahr 1976 durchbrach Jacques die magische 100-Meter-Grenze im Tauchen ohne Atemgerät. Foto: Daan Verhoeven
Im Jahr 1976 durchbrach Jacques die magische 100-Meter-Grenze im Tauchen ohne Atemgerät. Foto: Daan Verhoeven

Ich sitze auf einer Plattform. Ich schließe meine Augen. Meine Atmung wird langsamer und langsamer. Ich besinne mich auf meine innere Ruhe. Ich bin bereit!“ Und dann springt Jacques Mayol ins Wasser und sinkt nacht unten – immer und immer weiter. Im Jahr 1976 durchbrach Jacques die magische 100-Meter-Grenze im Tauchen ohne Atemgerät. Denn Jacques ist Apnoetaucher. Eine unglaubliche menschliche Leistung. Doch die Bewunderung und auch die Nähe, die er durch seine Tauchgänge zu Delfinen erlangte, erfüllten nicht die Leere, die er in sich trug. Ein Porträt über einen Menschen, der in der Natur Erlösung suchte.

Die „Ocean Film Tour“ in Regensburg

  • Programm:

    Die „International Ocean Film Tour“ findet bereits zum fünften Mal statt. Mit 130 Veranstaltungen geht die Tour auf Weltreise quer durch Europa. Australien und die USA. Das exklusive Programm setzt sich diesmal zusammen aus sechs bildgewaltigen Dokumentarfilmen mit einer Gesamtlaufzeit von rund zwei Stunden.

  • Regensburg:

    Die Ocean Film Tour macht auch in Regensburg Halt, mit zwei Vorstellungen am Samstag, 14. April im Antoniushaus um 16 und 20 Uhr. Tickets gibt es hier zu kaufen.

Vamizi

Vor der Küste von Afrika liegt eine Oase. Ein alter Garten Eden. Dort tummeln sich friedliche Haie, lassen sich große Schildkröten treiben, ziehen Fisch-Schwärme ihre Kreise – und zwischendrin schwimmen Fischernetze durchs Wasser. Von Somalia bis Südafrika hat die Überfischung in den letzten 25 Jahren ihre Spuren hinterlassen. Aber die Insel Vamizi vor der Küste von Mosambik wurde zu einem Zufluchtsort für tausende Arten – und sie ist jetzt ein Heiligtum. Der Film „Vamizi“ gibt einen Einblick in eines der ältesten Korallenriffe der Erde, unberührt und schillernd – und wie wir so ein Wunderland der Artenvielfalt beschützen können.

Water II

Eine Ode an die Welle: Morgan Maassen taucht ab und wechselt die Perspektive. Wir sehen die Welt, die Wellen und das Meer von unten. „Water II“ ist Morgans bildgewaltige Liebeserklärung an seine wichtigste Muse: das Meer.

Sehen Sie hier den Trailer zur „Ocean Film Tour“:

Paradigm Lost

Kai Lenny ist der Champion im Stand-Up-Paddeling. Foto: AJ Messier
Kai Lenny ist der Champion im Stand-Up-Paddeling. Foto: AJ Messier

Das türkise Wasser glitzert, die Sonne strahlt warm vom Himmel, das Meer ist ruhig – zwischendrin, nur noch einige Meter vom Ufer entfernt kämpft sich Kai ab. Stehend auf seinem Board, erschöpft mit letzter Kraft paddelnd. Sowohl vom Strand als auch von Booten neben ihm wird er angefeuert. Und dann – endlich – nach 4 Stunden, 6 Minuten und 55 Sekunden überquert er die Ziellinie. Neuer Weltrekord. Kai Lenny ist der Champion im Stand-Up-Paddeling. Kai Lenny wurde in Maui, Hawaii, geboren. Umgeben von Wasser. Er stand schon mit fünf Jahren auf dem Surfboard – und danach auf jedem möglichen Brett, mit dem man über das Wasser gleiten kann. Zum Ozean hat er eine besondere Beziehung, und das spürt man bei jeder Sekunde seines Films „Paradigm Lost“.

The Big Wave Project

Die Surfer sind kleine Punkte im Vergleich zu den Monster-Wellen. Foto: Miguel A. Lopes/dpa
Die Surfer sind kleine Punkte im Vergleich zu den Monster-Wellen. Foto: Miguel A. Lopes/dpa

Küstennahe Felsen und dahinter türmen sich schon die nächsten Wassermassen auf. Nazaré ist nicht nur eine Stadt in Portugal. So wird auch ein bedeutender Surfspot an der Atlantikküste genannt. Die hier brechende Welle ist bei entsprechenden Bedingungen eine der größten surfbaren Wellen der Welt. Und hier ist auch das Territorium und gleichzeitig das Paradies der Big-Wave-Surfer. Die Surfer sind kleine Punkte im Vergleich zu den Monster-Wellen. Mit Jetskis lassen sie sich raus aufs Meer ziehen, um sich dann mit den Wassermassen zu duellieren. Sie reiten die Wellen in rasender Geschwindigkeit, ehe sie das noch schnellere Wasser einholt und verschluckt. Mit ihrem Film „The Big Wave Project“ nehmen sie den Zuschauer auf diesen spannenden, abenteuerlichen Ritt mit – fantastische Bilder, die gleichzeitig faszinieren und Gänsehaut verschaffen.

Der Text ist eine Leseprobe aus der Sonntagszeitung, die die Mittelbayerische exklusiv für ePaper-Kunden auf den Markt gebracht hat. Ein Angebot für ein Testabo der Sonntagszeitung finden Sie in unserem Aboshop.

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