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Kommentar

In einem anderen Licht

Ein Kommentar von Norbert Lösch

Regensburg will sich mit aller Macht als Kulturstadt positionieren. Ein ebenso ehrenwertes wie berechtigtes Unterfangen, wird das kulturelle Leben doch immer vielfältiger, lebendiger und auch inklusiver. Exklusiv allerdings ist das, was das Kulturreferat im September 2019 vorhat. Premiere hin, Medienecho her: Für eine relativ kurzweilige Licht-Performance am Dom derart viel Geld auszugeben, erscheint sicher nicht nur den wenigen Widerständlern im Stadtrat als unangemessen.

Wo Nachhaltigkeit und Verhältnismäßigkeit bleiben, das dürften sich auch die vielen Akteure auf dem weiten Feld der (Klein-)Kunst und der freien Kulturszene fragen. Diejenigen also, die jedes Jahr einen Antrag stellen müssen, um wenigstens mit ein paar hundert Euro aus dem Kulturfonds unterstützt zu werden. Oder auch diejenigen, die mit viel Einsatz Veranstaltungen auf die Beine stellen, die es sonst nicht geben würde – auch nicht mit einer oft versagten Geldspritze aus dem Stadtsäckel.

Das Dom-Spektakel scheint dem Prinzip „Brot und Spiele“ zu folgen. Es ist eine Effekthascherei, die sicher vielen genauso gut gefällt wie das Feuerwerk nach jeder Dult. Aber alles, was derart schnell verpufft, muss hinterfragt werden dürfen.

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