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Regensburg
Freitag, 23. Februar 2018 2

Fussball

Jahn: 25 000 wollen zum Liga-Derby

Bei den Duellen gegen den „Club“ zog der SSV meist den Kürzeren. Für Dienstag sehen die Jahn-Fans die Karten neu gemischt.
von Daniel Steffen

Der Jahn wird in Nürnberg von vielen Fans unterstützt. Foto: dpa/Bockwoldt

Regensburg.Vor 50 Jahren tütete der Club seine neunte Meisterschaft ein. Trainer des 1. FC Nürnberg war damals der legendäre Max Merkel, der zwei Jahre zuvor schon mit 1860 München den deutschen Meistertitel hatte feiern können. Und auch wenn der Club in der Folgesaison 1968/1969 in die Zweitklassigkeit abstieg, blieb er noch bis zum Jahr 1987 deutscher Rekordmeister. Bedingt durch zahlreiche Auf- und Abstiege haftet dem 1. FC Nürnberg bis heute der Ruf einer Fahrstuhlmannschaft an. Nun, in der Saison 2017/2018, ist er wieder auf dem Weg nach oben und einer der Vereine, denen man die Rückkehr in die 1. Bundesliga zutraut. Am Dienstag (Anpfiff: 20.30 Uhr im Max-Morlock-Stadion) möchte der SSV Jahn Regensburg den favorisierten Nürnbergern ein Schnippchen schlagen und zumindest einen Punkt aus Franken mitnehmen.

Wie sich aus dem Vorverkauf ergeben hat, reisen mindestens 2100 Jahn-Fans nach Nürnberg, um ihren SSV zu unterstützen. Allerdings rechnet der Jahn mit vielen weiteren Zuschauern, die sich erst vor Ort am Max-Morlock-Stadion eine Karte sichern. 25 000 Besucher, so verkündete der 1. FC Nürnberg am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz, hätten ihr Ticket für das Spiel bereits gelöst.

Die Erinnerungen sind frisch

Zweifelsohne genießt die Zweitliga-Partie Derby-Charakter und ruft in beiden Fan-Lagern viele Erinnerungen wach. Die frischeste Erinnerung geht auf das Hinrunden-Spiel am 6. August 2017 zurück, als der SSV Jahn den Nürnbergern mit 0:1 unterlag. Der entscheidende Treffer gelang Kevin Möhwald in der 78. Spielminute.

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Wolfgang Graf von den Jahnfreunden Vohenstrauß hat die Partie in bester Erinnerung: „Die Niederlage im Hinspiel war zwar knapp, aber schlussendlich verdient. Nürnberg hatte mehr Spielanteile“, sagt er. In seinen Augen hat sich die Jahnelf mittlerweile gefestigt. „Die Chance, in Nürnberg etwas Zählbares mitzunehmen, ist jetzt auf jeden Fall größer“, lautet sein Fazit. Mit 40 Leuten macht sich der Fanclub auf nach Nürnberg – zum ersten Mal in einem großen Fan-Bus.

Der Regensburger Herbert Ziegler ist ebenfalls eine treue Jahn-Seele und war am 6. August in der Conti-Arena. „Ein Remis wäre drin gewesen. Der Club hatte aber eine starke Abwehr. Beim Jahn ging nach vorne leider wenig“, denkt er rückblickend über das Spiel. Nun seien die Karten aber neu gemischt, zumal der Jahn im weiteren Saisonverlauf und auch in der Winterpause überzeugende Leistungen gezeigt habe. „Deshalb tippe ich auf ein 2:2“, legt er sich fest. „Zu fünft, also drei Jahn-Fans und zwei Club-Fans, fahren wir heute mit der Bahn nach Nürnberg. Wir fahren schon mittags los, weil wir uns vor dem Spiel noch das Club-Museum anschauen wollen.“

Eine denkwürdige Partie

Seit der Nachkriegszeit standen sich der Jahn und der 1. FC Nürnberg insgesamt 15-mal in einem Liga-Spiel gegenüber. 14-mal davon ging der 1. FC Nürnberg als Sieger vom Platz – und nur einmal der SSV Jahn. Das war am 2. April 2004, als Michal Kolomaznik und Markus Knackmuß die Treffer für die gastgebenden Regensburger erzielten. 2:1 endete diese denkwürdige Zweitliga-Partie. Nach dem Sieg galt der Jahn bereits als „gerettet“, stieg am Saisonende aber doch noch in die Regionalliga Süd ab.

Wachsgießen mit Jahn-Trainer Achim Beierlorzer

Am Freitag steigt für den SSV Jahn ein weiteres Liga-Derby: Um 18.30 Uhr empfängt der Jahn in der Continental-Arena den FC Ingolstadt, der seinerseits die 2:4-Heimniederlage vom Hinspiel wettmachen will. Knapp 11 000 Karten für die Partie sind schon vergeben. Jahn-Pressesprecher Martin Koch prognostiziert, dass ungefähr 13 000 bis 14 000 Zuschauer im Stadion sein werden. Während es für die Gegengerade nur noch Restkarten gibt, sind für die Haupttribüne noch genügend Tickets verfügbar. Knapp werden die Karten für die Hans-Jakob-Tribüne, insbesondere für den „Stimmungsblock“ (S 2). Abhängig von der Nachfrage wird eventuell auch der Heimbereich im Norden geöffnet.

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