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Regensburg
Samstag, 24. Februar 2018 1

Engagement

Jahn-Spieler beschenken kranke Kinder

Die Regensburger Zweitligisten statteten Patienten der Kinder-Universitätsklinik Ostbayern ihren alljährlichen Besuch ab.
Von Aaron Graßl

Eine freudige Abwechslung war für Juliane Burger der Besuch von Mersad Selimbegovic, Markus Palionis, Marco Grüttner, Hamadi Al Ghaddioui und Maskottchen Jahni in der Kuno. Foto: Graßl

Regensburg.Leicht verspätet, jedoch umso freudiger erwartet, kam diesen Winter das Christkind in Form von drei Jahnspielern und ihrem Co-Trainer in die Kinder-Universitätsklinik. Kapitän Marco Grüttner, Abwehrspieler Markus Palionis, Neuzugang Hamadi Al Ghaddioui und Trainerassistent Mersad Selimbegovic zauberten den jungen Patienten bei ihrem Besuch am Montagnachmittag ein Lächeln ins Gesicht. Natürlich kamen die Stars des SSV nicht mit leeren Händen, sondern brachten ihren jungen Fans Weihnachtsgeschenke mit. Auch Maskottchen Jahni war mit dabei und verteilte fleißig Autogrammkarten.

Der „Jahn Besuch“ ist Teil eines Kooperationsvertrags zwischen dem SSV Jahn Regensburg und der Kuno (Kinder-Universitätsklinik Ostbayern). Die Partnerschaft besteht im Rahmen der Initiative „Jahn Sozial: Brücken für Regensburg“ und wird seit 2013 stetig intensiviert. Mittlerweile ist es eine langjährige Tradition, dass Spieler des Zweitligisten in der Adventszeit mehrere Stunden mit den Patienten der Kuno verbringen. Dort werden Kinder mit Organ- oder Systemerkrankungen, Gefäßfehlbildungen oder schweren Verletzungen stationär behandelt.

Mulmiges Gefühl bleibt zurück

Für Professor Dr. Michael Melter, Direktor der Kuno, ist die Zusammenarbeit mit dem Jahn von besonderer Bedeutung. „Kinder leben im hier und heute. Sie machen sich wenig Gedanken über die Probleme von morgen.“ Daher werde durch schöne Momente ihr Fortkommen positiv beeinflusst. Doch nicht nur die Kinder, auch die Jahn-Spieler könnten aus diesen Besuchen Positives mitnehmen. „Das Treffen mit chronisch kranken Kindern erdet die Profis“, meint Melter.

„Kinder leben im hier und heute. Sie machen sich wenig Gedanken über die Probleme von morgen.“

Professor Dr. Michael Melter, Direktor der Kuno

Diesen Eindruck kann Kapitän Marco Grüttner bestätigen: „Man kommt ins Grübeln.“ Grüttner ist selbst Vater einer Tochter, weshalb ihm die Schicksalsschläge der besuchten Kinder sehr nahe gehen. Dadurch lerne er, das gute Leben Zuhause zu schätzen. Auch der Geschäftsführer des SSV Jahn, Dr. Christian Keller, schließt sich dem an. Beim Verlassen der Klinik bleibe ein mulmiges Gefühl zurück. „Man bekommt einen klaren Blick für die Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind. Es war schön zu sehen, dass sich die Kinder gefreut haben. Ich hoffe, dass es allen schnell wieder gut geht.“

Freude in den Alltag bringen

Gerade aufgrund der schweren Zeit, welche die betroffenen Kinder samt ihren Familien durchleben müssen, ist es für die Jahnprofis eine Herzensangelegenheit, Freude in den Alltag der jungen Patienten zu bringen. Und dies ist den Zweitligisten am vergangen Montagnachmittag sichtlich gelungen. „Wenn die Kinder sich freuen, macht man das sehr, sehr gerne“, bekräftigt der Regensburger Spielführer sein soziales Engagement.

Eindrücke vom Treffen sehen Sie im Video:

Besuch der Jahnspieler bei KUNO

Im Rahmen des „Jahn Besuchs“ stellten sich die drei Spieler und ihr Co-Trainer bereitwillig den zahlreichen Fragen der Patienten. Anschließend signierten sie die mitgebrachten Geschenke für ihre jungen Fans. Am Ende des Besuchs ist eines gewiss: Dieses Aufeinandertreffen von Fußballprofis und Kindern mit chronischer Erkrankungen hat auf beiden Seite einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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