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Kultur

Jeden Abend eine Botschaft


Von Marianne Sperb, MZ

rnWer bei Dunkelheit vom Kohlenmarkt zum Haidplatz geht, findet auf der Fassade des Alten Rathauses ab sofort jeden Abend einen neuen Kopf und eine neue Botschaft: Persönlichkeiten aus Regensburg und der Region stellen sich als Testimonials zur Verfügung und sagen in ein, zwei Sätzen, was Pilsen als europäische Kulturhauptstadt 2015 für sie bedeutet.

Die Lichtinstallation war am Donnerstagabend erstmals zu sehen. Oberbürgermeister Hans Schaidinger machte den Anfang in der Reihe der 2015-Botschafter: „Als Partnerstadt freuen wir uns ganz besonders, dass Pilsen zur Kulturhauptstadt 2015 ernannt wurde. Lassen Sie uns das Jahr 2015 und die Zeit davor nutzen, um die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Städten weiter zu intensivieren!“

Weil die „Aktion 365“ erst am 18. Januar startete, waren nach dem OB im Schnelldurchlauf 17 weitere Prominente mit ihren Botschaften zu sehen. Insgesamt werden am Jahresende 365 Künstler, Politiker, Sportler, Manager zu Wort gekommen sein.

Die Aktion soll die Vorfreude auf 2015 anstacheln, betonte Hans Eibauer, Projektleiter vom Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee. Das CeBB wolle eine breite Öffentlichkeit für 2015 mobilisieren. Die rund 7000 Euro, die der Beamer für den einjährigen Werbe-Marathon kostet, geben der EU-Zentralfonds und Sponsoren.

Regensburg stellt die Rathaus-Fassade nur äußerst selten für PR zur Verfügung. Zuletzt verkündete hier ein Banner die Ernennung der Stadt zum Welterbe der Unesco, so der OB. Für die Partnerstadt Pilsen mache man – erst recht im 20. Jahr der Partnerschaft – die Ausnahme gern. Schaidinger betonte, von 100 Top-Programmpunkten im Kulturhauptstadtjahr 2015 kommen 16 Beiträge aus Bayern bzw. Ostbayern. Sieben steuern Regensburger bei, etwa ein Tanz-Projekt mit Choreografin Alexandra Karabelas und ein Kunst-Zug von Erwin Aschenbrenner, der jedes Wochenende ein Sonderabteil für Pilsen-Besucher reserviert. Pilsens OB, Magister Martin Baxa, betonte, 2015 sei für seine Stadt eine große Chance – aber auch eine große Herausforderung, den Titel mit Inhalten zu füllen. Dazu brauche man auch grenzüberschreitend Unterstützer. „Und wer, wenn nicht Regensburg, unser nächster Nachbar, könnte das sein?“

Bevor am Donnerstag um Punkt 17 die erste 2015-Botschaft an der Fassade aufleuchtete, blieb Magister Tomáš Froyda, dem Direktor von Pilsen 2015, noch knapp eine Minute Redezeit. Der Kulturmanager nutzte sie für ein inniges „Danke, Regensburg!“.

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