mz_logo

Regensburg
Mittwoch, 19. September 2018 31° 1

Mitmachen

KiBü: Viel Action für starke Kinder

Beim Kinderbürgerfest im Regensburger Stadtpark war erlaubt und möglich, was im Alltag verboten oder nicht machbar ist.
Von Wolfgang Ziegler

Die Funballs sind der Renner bei den Kindern. Foto: altrofoto.de
Die Funballs sind der Renner bei den Kindern. Foto: altrofoto.de

Bei der DLRG trocken übers Wasser laufen

Dafür steht man meilenweit: Wer in den Funballs der Deutschen Leben-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) übers Wasser des Stadtparkweihers laufen wollte, brauchte viel Geduld. Denn man musste schon eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen, ehe die Kinder in die aufblasbaren und in sich wasserdichten Spaßbällen einsteigen konnten, um drei bis vier Minuten im Wasser zu kugeln und danach trockenen Fußes wieder auszusteigen.

Ein Trupp von 2o der 600 DLRG-Mitglieder hatte bereits am Donnerstag mit den Vorbereitungen begonnen und war am Sonntag schon vor acht Uhr morgens im Einsatz, um die Station auf dem Kinderbürgerfest startklar zu machen. Denn mit den Funballs ließen es die engagierten DLRGler nicht gut sein. Sie hatten auch ein Schlauchboot dabei, mit dem die Kinder – unter Aufsicht – im Stadtparkweiher paddeln konnten.

Außerdem konnten die Kleinen – auf dem Trockenen – ein Einsatzboot anschauen, das sonst auf der Donau unterwegs ist. Und sie durften dabei auch das Blaulicht einschalten.

Mehr Bilder vom KiBü sehen Sie hier:

KiBü: Stadtpark verwandelte sich in Kinderparadies

Hoch hinaus an der Wand der Boulderwelt

Klettern will gelernt sein. Die Experten der Boulderwelt standen mit Tipps zur Seite. Foto: altrofoto.de
Klettern will gelernt sein. Die Experten der Boulderwelt standen mit Tipps zur Seite. Foto: altrofoto.de

Mit einer mobilen Boulderwand war die Regensburger Boulderwelt vertreten, wo die Kinder – meist unter Hilfestellung der Eltern oder der Anleitung von Trainern – das Sportklettern ausprobieren konnten. Die Griffabstände waren natürlich auf Kindergröße verkürzt, die Anforderungen reichten aber bis hin zu Fortgeschrittenenniveau. Die Kleinen hatten an der Wand jedenfalls jede Menge Spaß – wohl auch, weil das Klettern dem natürlichen Bewegungsablauf entspricht und auf spielerische Weise den gesamten Bewegungsapparat fördert.

Lesen Sie auch: Die Sonne lachte für 40 000 Kinder

So wird man das eine oder andere Kind demnächst bestimmt in der Boulderwelt sehen, wo übrigens einer der größten Boulderbereiche der Welt für Kinder entstanden ist. Auf 300 Quadratmetern reiner Boulderfläche können sich die Kleinen dort austoben. Daneben gibt es einen bunten Dschungel mit Tieren und einer Hängebrücke, in dem die Jüngsten an das Bouldern herangeführt werden.

Jede Menge Spaß auf der KiBü-Bühne:

Jede Menge Spaß auf der KiBü-Bühne

Einmal selbst den Teig für eine Pizza machen

Mmh, lecker! Selbstgemachte Pizza Foto: altrofoto.de
Mmh, lecker! Selbstgemachte Pizza Foto: altrofoto.de

Eine elternfreie Zone war die Pizzastraße des Regensburger Spielbuses – nur die Mitarbeiter der städtischen Einrichtung hatten Zutritt und durften die Kleinen anleiten. So mussten die Kinder aus Mehl, Wasser, Quark, Milch, Öl, Backpulver und Salz einen Teig kneten, ehe er in eine Form gedrückt und mit Tomatensauce sowie wahlweise Gemüse, Champignons oder Ananas belegt wurde. Danach ging’s ab zum mobilen Ofen, wo die Pizzen gebacken wurden. Dem Spielbus-Team ging es bei seiner Aktion nicht darum, Essen für Kinder anzubieten, sondern den Kindern zu lernen, sich selbst Essen zu machen. Mit seiner Pizzastraße ist der Spielbus immer im September und Oktober auch an vielen Schulen der Stadt unterwegs, und von Mai bis August in verschiedenen Regensburger Stadtteilen.

Die Idee der Pizzastraße stammt übrigens von einem Spielbus-Kollegen aus Solingen, die adaptiert wurde, als man nach langer Suche einen mobilen Flammkuchenofen gefunden hatte.

Donikkl rockte die Bühne:

Donikkl rockte das Kinderbürgerfest

Mut beweisen im Niedrigseilgarten

Im Seilgarten ließ es sich gut abhängen. Foto: altrofoto.de
Im Seilgarten ließ es sich gut abhängen. Foto: altrofoto.de

„Kinder stark machen“ heißt eine Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die im Regensburger Stadtpark unter anderem mit einem Niedrigseilgarten vertreten war. Dort konnten sich die Kleinen durchhangeln, durften nicht das Gleichgewicht verlieren und mussten Mut haben. Mut ist neben Vertrauen und Teamwork nämlich eine der Säulen der Aktion, die schon vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen wurde. Kinder stark zu machen, hat für die BZgA nichts mit Kraft zu tun, sondern mit Willen – Willen, nein zu sagen, wenn Drogen angeboten werden zum Beispiel. Neben dem Niedrigseilgarten gab es bei der Bundeszentrale auch einen Vertrauensparcour, durch den man sich mit verbundenen Augen von einem anderen nur durch Worte führen lassen musste, sowie einen Mitmachbereich, in dem man Zirkusspiele wie etwa Jonglieren üben konnte.

Regensburger Kinder feiern auf dem KiBü

Geniale Kombination: Enten, Bälle, Wasser

Kleine Entchen angeln kam gut an bei den Kindern. Foto: altrofoto.de
Kleine Entchen angeln kam gut an bei den Kindern. Foto: altrofoto.de

Springseile, Frisbee-Scheiben, Brotzeitdosen oder Windräder konnten die Kinder beim Entenangeln der Rewag gewinnen. Wer eine Ente mit dem Stadtwerke-Logo erwischte, hatte einen dieser Hauptpreise. Für eine Ente ohne das Logo gab’s immer noch Gummibärchen. Jedenfalls ging kein Kind ohne Preis nach Hause. Neben dem lustigen Entenangeln hatten die Stadtwerke auch noch ein Wasserwerk aufgebaut, in dem die Kinder mit der für sie genialen Kombination aus Bällen und Wasser spielen konnten. Außerdem durften sie das Aquädukt nach Belieben umbauen und erweitern.

Mit Karacho auf der Bobbycar-Bahn

Wer es rasant mochte, düste mit dem Bobby-Car herum. Foto: altrofoto.de
Wer es rasant mochte, düste mit dem Bobby-Car herum. Foto: altrofoto.de

Es begann damit, dass dem Technischen Hilfswerk (THW) vor langer Zeit einmal Bobbycars geschenkt wurden. Seitdem verfügen die „Männer für alle Fälle“ über eine Bobbycar-Bahn, auf der die Kleinen beim Kinderbürgerfest sausen durften. Die Rampe hatten die THWler aus einem Einsatzgerüstsystem zusammengeschraubt, mit dem man auch einsturzgefährdete Häuser abstützen oder Dekontaminationsschleusen für Lastwagen bauen kann. Den Kindern war’s egal, sie fuhren mit Karacho die Rampe hinunter, an deren Ende sie von ihren Eltern schon erwartet und meist auch fotografiert wurden.

Den Live-Ticker zum Nachlesen finden Sie hier:

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht