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Regensburg
Montag, 16. Juli 2018 30° 4

Freizeitanlagen

Kinder jubeln über neue Spielgeräte

Kraxelspaß und Rutschfreuden: Der Spielplatz in der Ostpreußenstraße in Regensburg wurde rundum erneuert.
von Daniel Steffen

Geradezu stürmisch nahmen die Kinder Kurs auf die rundum erneuerte Rutsche des Spielplatzes Ostpreußenstraße. Foto: Steffen
Geradezu stürmisch nahmen die Kinder Kurs auf die rundum erneuerte Rutsche des Spielplatzes Ostpreußenstraße. Foto: Steffen

Regensburg.Kraxeln, schaukeln oder balancieren: Die Kinder aus dem Stadtnorden können sich nun auf ihren Spielplätzen beliebig austoben. Am Donnerstag weihten Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeister Jürgen Huber eine rundum sanierte Anlage an der Ostpreußenstraße sowie einen nagelneuen Spielplatz an der Berchinger Straße ein. Mit von der Partie waren die Kinder vom Hort Ostpreußenstraße, die von der Stadt in die Planungen einbezogen wurden. Dies aus gutem Grund: „Kinder wissen eben am besten, was man zum Spielen braucht“, sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zum feierlichen Anlass.

Drei detaillierte Modelle hatten die Kinder gebaut, um ihren Vorstellungen von einem idealen Spielplatz Ausdruck zu verleihen. Unter anderem wünschten sie sich in der Berchinger Straße Kletter- und Balanciergeräte –und diese am liebsten aus Holz. Ebenfalls ihren Gedanken entsprang die Idee, den „Sonnenhügel“ als Bergabenteuer bespielbar zu machen.

Hinauf zur „Bergquelle“

Diese Idee wurde nun in die Tat umgesetzt: Beginnend mit einer „Bergquelle“, dem Wassermatschbereich, gelangen die Kinder über eine Kletterpassage zu einem „Adlerhorst“, der über einen Kletternetztunnel mit dem „Eulenturm“ verbunden ist. Auch eine „Vogelnestschaukel“ und Steinböcke zum Wippen zieren den neuen Spielplatz an der Berchinger Straße. Wie die Stadt mitteilt, hatten die Planer insbesondere darauf geachtet, den Spielplatz so natürlich wie möglich aussehen zu lassen. Deswegen habe man auf Naturstein, Robinienholz oder auch Strauchpflanzungen gesetzt.

Auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeister Jürgen Huber hatten Spaß auf der„Kirta-Schaukel“. Foto: Steffen
Auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeister Jürgen Huber hatten Spaß auf der„Kirta-Schaukel“. Foto: Steffen

Die angrenzenden Grünflächen indes wurden mit Terrassen aus Kalksteinquadern versehen. Dort können Naherholungssuchende gemütlich Platz nehmen und verweilen.

Diese Maßnahme steht in Verbindung mit den Ausgleichsflächen, die für den Bau der neuen Siedlung Chamer Straße-Nord geschaffen wurden. Den Spielplatz und das Straßenbegleitgrün einberechnet, beläuft sich die Größe der Ausgleichsflächen auf rund 8500 Quadratmeter.

Ein Großteil der Ausgleichsflächen befindet sich vor Ort, ein Teil auch entlang der Bundesstraße B16. In diesen Bereichen hatte das Stadtgartenamt jüngst 78 Bäume, 600 Sträucher, 1 350 Stauden und 17 000 Blumenzwiebeln gepflanzt. Die Gesamtkosten für den Spielplatz-Neubau und die Bepflanzungen belaufen sich auf 450 000 Euro, die aus städtischen Mitteln aufgewendet wurden.

Das Stadtgartenamt zeichnet ebenfalls für die Umgestaltung und Modernisierung des Spielplatzes Ostpreußenstraße verantwortlich. Bei diesem Projekt kümmerte sich das Amt im Wesentlichen darum, die Spielmöglichkeiten in der natürlichen Hügellandschaft aufzuwerten und weiterzuentwickeln. Fast alle alten Spielgeräte wurden durch neue ersetzt – wie zum Beispiel die beliebte Hangrutsche. Dass schon allein das Hinaufkraxeln zur Rutsche ein Abenteuer für sich ist, bewiesen die Hortkinder, die begeistert den Hügel „stürmten“: Über hölzerne Rampen und Findlinge bewegten sie sich flotten Fußes nach oben, um dann mit ordentlich Schwung die Rutsche hinunterzusausen.

Andere tobten sich auf der neuen Drehscheibe aus und versuchten dabei, ihre Balance zu halten. Auf der länglichen, neuen „Kirta-Schaukel“ haben ebenfalls mehrere Kinder Platz: Dort sitzen sie auf einem dicken Schiffstau und können gemeinschaftlich zum Schwung ausholen. Bei der Einweihung der Anlage ließen sich auch Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Jürgen Huber von der guten Stimmung anstecken und probierten selbst mal einen „Ritt“ auf der Schaukel aus. Ebenso begeistert dabei war der zehnjährige Simon, der an der Planung beteiligt gewesen war: „All unsere Wünsche sind in Erfüllung gegangen“, sagte er – und meinte damit auch die Kraxel- und Kletteranlage mittig des Spielplatzes.

Mit Sand hinauf auf die Hütte

Für kleine Kinder gibt es eine „Sandbaustelle“ mit einem Spielhaus. Wer will, kann Sand hinauf auf das Haus nehmen und diesen anschließend durch ein Rohr hinunterrieseln lassen. Zur Sandbaustelle gehören ebenfalls eine kleine Rutsche sowie ein Sand-Matsch-Bereich. Aus einer erneuerten Pumpe kann dort Wasser geschöpft und durch mehrere Spielrinnen geleitet werden.

Auf eine weitere Besonderheit wies Landschaftsarchitektin Christine Hornek vom Gartenamt hin: So sei die neu angelegte Sitzmauer aus Brückensteinen der alten Nibelungenbrücke gefertigt worden. Die Baukosten für den rundum erneuerten Spielplatz beziffert sie auf 167 000 Euro, ausführende Firma war die Tiefgrün GmbH aus Thalmassing.

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