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Aktion

Leser sind einer Spionin auf der Spur

Die MZ richtete den Auftakt für „Regensburg liest“ aus. 140 Gäste feierten mit Musik, lustigen Fotos und vielen Autogrammen.
Von Micha Matthes

140 Zuhörer waren zu der Veranstaltung in das MZ-Verlagsgebäude gekommen, darunter geladene Gäste, Sponsoren, Initiatoren und interessierte MZ-Leser. Foto: altrofoto.de
140 Zuhörer waren zu der Veranstaltung in das MZ-Verlagsgebäude gekommen, darunter geladene Gäste, Sponsoren, Initiatoren und interessierte MZ-Leser. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Falsche Bärte, Sonnenbrillen, Hüte: Natürlich könnte man bei dieser Aufzählung auch an die Tarnung von Spionen denken. Agenten waren bei der großen Auftaktveranstaltung zu der Aktion „Regensburg liest ein Buch“ am Montag im Verlagsgebäude der MZ aber nicht am Werk. Die Requisiten aus Pappe dienten lediglich für lustige Fotos mit dem Snap-Box-Fotoautomaten. Und so blieb die einzige Spionin an diesem Abend, die Figur Laura d’Oriano aus dem im Mittelpunkt der Aktion stehenden Roman „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“.

Fröhliche Gesichter auf den Fotos, Musik und eine ganze Menge Autogramme: Die Begeisterung für das Buch und am Lesen generell wurde auf viele Arten an diesem Abend spürbar. Nicht nur das Projekt wurde bei der Auftaktveranstaltung vorgestellt, bei dem feierlichen Rahmenprogramm gab der Schweizer Schriftsteller Alex Capus auch selbst spannende Einblicke in seine Arbeit. Außerdem kamen Regensburger Buchhändler und Verantwortliche der Kulturwirtschaft zu Wort. Daneben gab es eine Signierstunde und zahlreiche kleine Überraschungen rund um den Roman.

Ein Video von der Kick-off-Veranstaltung zu Regensburg liest, sehen Sie hier:

Regensburg liest zum zweiten Mal

Buch führt Menschen zusammen

Die MZ begleitet die größte Leseaktion von Regensburg als Medienpartner. „Lesen ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass man auch unsere Produkte genießen kann. Insofern war die Zusammenarbeit von Anfang an sonnenklar“, sagte Manfred Sauerer, Geschäftsführer und Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung, und lobte die mitreißende Kraft des Organisationsteams. Carola Kupfer, Vorsitzende des Vereins Regensburg liest, moderierte die Veranstaltung. „Die Tatsache, dass eine Reihe unserer Förderer und Unterstützer Wiederholungstäter sind, ist für uns die Bestätigung dafür, dass die Aktion sinnvoll ist und in der Stadtgesellschaft ankommt“, sagte Kupfer.

Unter dem Namen „Die Universal-Kapelle“ gestalteten Bettina Schönenberg und Gerhard W. H. Schmidt die Auftaktveranstaltung mit Liedern aus den 20er- und 30er-Jahren musikalisch aus. Foto: altrofoto.de
Unter dem Namen „Die Universal-Kapelle“ gestalteten Bettina Schönenberg und Gerhard W. H. Schmidt die Auftaktveranstaltung mit Liedern aus den 20er- und 30er-Jahren musikalisch aus. Foto: altrofoto.de

Trotzdem fragte Kupfer in einem Gespräch auch bei Stadtrat Dr. Thomas Burger (SPD), der an diesem Abend die Bürgermeisterin vertrat, und Sebastian Knopp, Clustermanager Kultur- und Kreativwirtschaft, noch einmal nach, wie sich ihrer Ansicht nach das Projekt auf die Stadtgesellschaft auswirke. Es bringe ganz verschiedene Menschen mit einem ganz unterschiedlichen Hintergrund zusammen, sagte Burger. Deshalb unterstütze die Stadt das sehr gerne. Knopp lobte die Vielfalt der Aktion. Leser gelangten durch das Buch an neue Orte und kämen dadurch mit vielen anderen Menschen in Kontakt. „Das ist doch eigentlich das Schöne, das man möchte.“

Auftakt für 50 Veranstaltungen

Um die drei Biografien hinter dem Roman ging es unter anderem in einem kurzen Interview, das Ulrich Dombrowsky, Mit-Initiator der Aktion, mit Alex Capus führte. Er freue sich, hier zu sein, sagte der Autor vorab und witzelte: „Mir wird ganz anders. Ich weiß gar nicht, wie mir geschieht.“ Er sei kein analytischer Autor, empfinde stattdessen eher, was sich richtig anfühle und mache dann einfach. Die Analyse obliege den Medien. Doch er habe die Rezensionen gelesen und wisse daher, was die Figuren gemeinsam hätten: „Sie versuchen alle, unbeirrt – gegen alle Widerstände – ihren ganz persönlichen Weg zu gehen und bezahlen dann einen hohen Preis dafür.“

Ein ausführliches Interview mit Autor Alex Capus zu seinem Roman „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ lesen Sie hier.

Rund 140 Zuhörer waren zu der Veranstaltung in das MZ-Verlagsgebäude gekommen, darunter geladene Gäste, Sponsoren, Initiatoren und interessierte MZ-Leser. Unter dem Namen „Die Universal-Kapelle“ gestalteten Bettina Schönenberg und Gerhard W. H. Schmidt die Auftaktveranstaltung mit Liedern aus den 20er- und 30er-Jahren, die auch die Protagonisten des Romans damals gepfiffen haben könnten.

Regensburg liest: Auftakt im MZ-Verlagsgebäude

Die Kick-off-Veranstaltung bildet den Auftakt für eine ganze Reihe nun folgender Lesungen, Vorträge und Events. Ab sofort sollen die Regensburger so vier Wochen lang Themen aus dem Roman wie Atomphysik und Archäologie über Reisen bis hin zu Schliemann oder Weimarer Republik bei verschiedensten Angeboten in der Stadt wiederfinden. Rund 50 dieser Veranstaltungen stehen bereits fest. Alle Details zu dem Festival sind unter regensburg-liest-ein-buch.de zu finden. Programme liegen in der Stadtbücherei, in Buchhandlungen und in Geschäften aus. Am Dienstag liest der charismatische Schweizer Autor selbst im Thon-Dittmer-Palais aus dem Roman vor. Eine Lesung mit dem Schauspieler Michael Heuberger, die unmittelbar zuvor im Theatercafé hätte stattfinden sollen, musste kurzfristig abgesagt werden.

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