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Regensburg
Freitag, 23. Februar 2018 2

Kultur

Mit Phing durch die Welt des Balletts

Zum Jubiläum verzauberte Sumiaty Widjaja mit dem Ballett Podium Regensburg die Gäste. Omas, Tanten, Eltern waren hingerissen.
Von Gabi Hueber-Lutz

  • Spitzentanz zeigten die jungen Tänzerinnen zur Musik von Schostakowitsch. Foto: Hueber-Lutz
  • Der Arabische Tanz begeisterte die Zuschauer. Schon die Jüngsten sind in der Welt des Balletts angekommen. Foto: Hueber-Lutz
  • Klassisches Ballett zur Musik von Tschaikowski Foto: Hueber-Lutz
  • Harmonie und Ausstrahlung in Schwarz und Silber Foto: Hueber-Lutz
  • Schon die Jüngsten sind in der Welt des Balletts angekommen. Foto: Hueber-Lutz

Regensburg.Die beiden Jubiläums Vorstellungen im Velodrom am Sonntag waren nahezu ausverkauft. In einem Querschnitt durch die Welt des Balletts vom Spitzentanz bis hin zum Modern Dance boten Sumiaty Widjaja – von ihren Schülern Pingh genannt – und ihr Team einen beeindruckenden Querschnitt aus der Welt des Balletttanzes.

Im Jahr 2000 war sie Kulturpreisträgerin der Stadt Regensburg. Ihre Arbeit hat nichts an Faszination eingebüßt. Schon die jüngsten Ballettelevinnen durften auf die Bühne und zeigten, wie sich allein aus den ersten Schritten und Übungen des ambitionierten Tanzes eine Choreographie zusammenstellen ließ, die nicht nur den Angehörigen ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Eine ältere Schülerin gab auf der Bühne die Lehrmeisterin der Kleineren ab – ein bezauberndes Zusammenspiel. Besonders elegant gelang den Kleinsten auch das Schlussbild, in dem sich viele der Gruppen jeweils fanden und präsentierten. Die Tänzerinnen wurden älter und mit ihnen das Können immer größer.

Das Klackern der Schuhe verriet es: Nun gibt es Spitzentanz. Kurze Zeit später das Kontrastprogramm: Disconebel stieg auf und lauter schwarz gekleidete „Herren“ traten mit einem modernen Tanz auf. Nur das ab und zu hervorspitzende Tutu verriet, dass die „Herren“ noch mehr auf Lager hatten. Und richtig: Am Ende des Tanzes flogen die Mäntel zur Seite und die Mädchen boten den Dornröschen-Walzer dar. Danach eine Gruppe älterer Tänzerinnen ganz in Schwarz. Sie brachten einen rhythmischen Tanz auf die Bühne, dessen Schluss durch Reduktion einen spannenden Effekt erzielte. Erst war die Musik zu Ende, und das Geräusch der Spitzenschuhe verriet, wie synchron den Tänzerinnen die Schritte weiterhin gelangen. Schließlich wurde das Licht immer sparsamer, so dass die Bewegungen nur mehr zu ahnen waren, bis sie lediglich noch in den Köpfen der Zuschauer ihren Nachhall fanden.

Bravo-Rufe aus dem Zuschauerbereich

Immer wieder brandete bei der Vorstellung Applaus auf und Bravo-Rufe ertönten. Entsprechend begeistert zeigten sich die Zuschauer: Eine Familie aus Regensburg kennt Phing schon seit den Anfängen. Die Tochter hat vor 30 Jahren hier angefangen und ist heute professionell im Musical-Bereich unterwegs. „Das hier war ihre Grundschule“, erinnert sich die Mutter. „Wir sind begeistert“, zollte der Vater der Aufführung großes Lob und ihr Sohn toppte das Urteil noch: „Sensationell!“

Ganz am Anfang ihrer tänzerischen Karriere steht die sechsjährige Annika. Oma und Tante waren extra aus Deggendorf gekommen, um die Aufführung zu erleben. Sie strahlten beide über das ganze Gesicht. Sie hatten eine kleine, hübsche Anfängerpräsentation erwartet – und nun das! „Ein Augenschmaus“, schwärmten sie.

Die Großmutter ist außerordentlich überrascht, was die Enkelin nach kurzer Zeit schon gelernt hat. Charlotte (10), Felicitas (13) und ihre Mutter besuchten die Vorstellung, weil sie gerne ins Theater gehen. Auch sie sind beeindruckt. Ihnen gefallen die mehr athletischen Tänze am besten.

Viele der Tänzerinnen haben sich schon lange dem Ballett verschrieben. Wenn sie auf die Bühne gingen, bildeten sie jeden Ton der Musik mit ihren Bewegungen ab. Leicht wie Federbällchen hüpften, schwebten, flogen sie über die Bühne. Ausdrucksstark stellten sie innere Kämpfe dar, spiegelten sich oder gaben sich der Freude am Tanz hin.

Beeindruckend: Sang Haarer mit ihrem Solo zur Musik von Jacques Brel. Sie zeigte den Kleinen: So kann es aussehen, wenn man bei der Stange bleibt.

Tanz und Musik

  • Choreographie:

    Sie lag in den Händen von Sumiaty Widjaja und ihrem chilenischen Kollegen Angel Ureta, selbst ein ehemaliger Solotänzer auf internationalen Bühnen.

  • Mitwirkende:

    Knapp 100 Tänzerinnen zwischen sechs und 26 Jahren tanzten zur Musik von Offenbach, Tschaikowsky, Jaques Brel, Chopin, Ravel, Henri Mancini u.a.

  • Zusammenspiel:

    Der zweite Teil der beiden Aufführungen wurde jeweils instrumental live begleitet. Wolfgang Haarer und der Steiger Mich spielten Gitarre und Banjo, am Klavier saß der Dirigent der European Opera Classics, Noorman Widjaja. Außerdem spielten Iskandar Widjaja, der als Violinsolist auf den großen Bühnen der Welt zuhause ist, und die Berliner Pianistin Batriana Widjaja.

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