mz_logo

Regensburg
Montag, 23. Juli 2018 29° 2

Neubau

Neue Kirche wurde eingeweiht

Im Neuapostolischen Gotteshaus in der Straubinger Straße in Regensburg sollen Menschen gemeinsam ihren Glauben leben.

Die blaue Farbe sei in der Symbolik eine göttliche Farbe und widerspiegele die Unendlichkeit des Universums, sagt die Künstlerin. Foto: Urbanski
Die blaue Farbe sei in der Symbolik eine göttliche Farbe und widerspiegele die Unendlichkeit des Universums, sagt die Künstlerin. Foto: Urbanski

Regensburg.Die Neuapostolische Kirche Regensburg feierte mit einem Festakt die Einweihung der neu gebauten Kirche. Der Gemeindevorsteher, Bezirksevangelist Olaf Svenson, moderierte die feierliche Veranstaltung. Auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Dekan Eckhard Herrmann, Domdekan Prälat Johannes Neumüller und viele weitere Vertreter kamen zu der Veranstaltung. Svenson las eine Kurzchronik vor, die den Werdegang der Kirchengemeinde beschreibt, und wünschte, dass das Gotteshaus mit Leben gefüllt wird. Zwei Kinder trugen den Kanon „Wo zwei oder drei in Deinem Namen versammelt sind…“ vor. Apostel Wolfgang Zenker betonte als Festredner, dass das neue Gotteshaus eine Friedensstätte sein solle, wo Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sich wohlfühlen, orientieren und eine Stätte der Heiligkeit vorfinden können.

Maltz-Schwarzfischer griff die 200 Jahre alte Frage eines Philosophen auf, ob man überhaupt Kirchen brauche, das Göttliche sei doch im Inneren der Menschen. „Ja, Menschen wollen zusammen kommen und gemeinsam ihren Glauben leben.“ Sie lobte das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Gruppierungen in der Stadt Regensburg und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass Offenheit und gegenseitiger Respekt untereinander gepflegt werden. Dekan Eckhard Herrmann freute sich über den Mut der Neuapostolischen Kirche, ein neues Kirchengebäude zu erbauen, in der heutigen Zeit erlebe man dies eher selten. Er wünschte, dass dieses Haus ein „Zuhause“ wird und bezeichnete es als hell, freundlich, einladend sowie durch und durch gelungen. Prälat Johannes Neumüller zitierte den Ausspruch eines französischen Geistlichen: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts.“ Nur Steine allein bringen keinen Glauben, die Gemeinschaft der Menschen, die dieses Gebäude füllen, bringt das Leben hinein.

Jürgen Häußer, stellvertretender Leiter der Abteilung Bau/Unterhalt im Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, stellte die Frage in den Raum, ob es sich heute überhaupt noch lohne, eine Kirche zu bauen? Sicher nicht aus Rentabilitätsgründen. Wie bei einem Kunstmuseum ginge es nicht um materielle, sondern um ideelle Werte. Er stellte den „Mehrwert“ in den Vordergrund: Emotionen, Freude, das Lachen der Kinder. Die Künstlerin Celia Mendoza erklärte das von ihr gestaltete blaue Fenster an der Westfassade. Das mundgeblasene Glas stammt von der Firma Lambertz aus Waldsassen. Es stelle einen schönen Bezug zur Oberpfalz her. Kunst, sagte Mendoza, sei ein wesentlicher Bestandteil der geistigen Dimension. Die blaue Farbe sei in der Symbolik eine göttliche Farbe und widerspiegele die Unendlichkeit des Universums.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht