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Regensburg
Donnerstag, 20. September 2018 27° 1

Umbau

Osram leuchtet Petersdom aus

Lichttechnik aus Regensburg soll die Kirche erstrahlen lassen. Kommendes Weihnachten soll das Projekt abgeschlossen sein.

Der illuminierte Petersdom in Vatikanstadt Foto: Marius Becker/dpa
Der illuminierte Petersdom in Vatikanstadt Foto: Marius Becker/dpa

Regensburg.Die Planung der neuen LED-Beleuchtung für den Petersdom befindet sich in den letzten Zügen: Die Lichtberechnungen und -simulationen seien bereits erfolgreich abgeschlossen, heißt es in einer Osram-Pressemitteilung. Bei den Tests vor Ort habe sich gezeigt, dass die Kuppeln nun zehnmal heller erstrahlen als bisher. Auch bisher vorhandene störende Schlagschatten bei den umlaufenden Schriftzügen an den Simsen der Basilika verschwinden mit der neuen indirekten Beleuchtung.

700 maßgeschneiderte Leuchten mit insgesamt mehr als 100 000 Leuchtdioden aus Regensburg lassen den Bau erstrahlen. Dazu komme noch die Beleuchtung einzelner Kunstwerke und Statuen, erklärt Olaf Berlien, CEO der Osram Licht AG, in der Pressemitteilung.

„Wir freuen uns sehr über die neue Beleuchtung des Petersdoms. Bei den ersten Tests konnte man in den Kuppeln Details der Kunstwerke, die man vorher nur erahnen konnte, nun deutlich erkennen“, sagte Mons. Rafael De La Serrana Villalobos, Direktor Technische Leitung der Vatikanstadt, laut Pressemitteilung von Osram.

Beleuchtung kann variiert werden

Der Petersdom, in dem bis zu 20 000 Menschen Platz finden, ist rund 190 Meter lang. Die Breite der drei Kirchenschiffe beträgt je 58 Meter, das zentrale Kirchenschiff weist bis zum höchsten Punkt des Gewölbes eine Höhe von knapp 46 Metern auf und die Kuppel erreicht eine Höhe von etwa 136 Metern bis zum Kreuz. Die Innenräume, die großflächiger Mosaikschmuck prägt, bilden das wertvolle Schmuckkästchen für einige der berühmtesten Kunstwerke der Welt, darunter der Baldachin von Bernini und die Statue Pietà von Michelangelo.

Die Beleuchtung kann je nach Nutzung variiert werden. So ist für Fernsehübertragungen aus dem Petersdom eine sehr lichtstarke Ausleuchtung des Altarbereichs vorgesehen. Das neue Beleuchtungssystem betont die Merkmale der verwendeten Materialien und die Architektur selbst, wobei die Plastizität der Skulpturen und Marmorflächen sowie der Architektur zur Geltung gebracht wird. Alle mit Mosaiken ausgeschmückten Flächen erstrahlenneu. Die Entscheidungen in diesem Bereich wurden gemeinsam getroffen: Dabei lieferten die technischen Dienste des Governatorats der Vatikanstadt und die Dombauhütte von St. Peter wichtige Beiträge und die Vatikanischen Museen brachten ihre künstlerische Kompetenz ein. Das Beleuchtungsprojekt soll bis Weihnachten 2018 abgeschlossen werden.

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