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Regensburg
Mittwoch, 26. September 2018 15° 1

Ausstellung

„Pressefoto Bayern“ in Regensburg

80 Bilder – 80 einmalige Geschichten: Die Ausstellung mit den Preisträger-Bildern ist jetzt auch in Regensburg zu sehen.
Von Daniel Pfeifer

Bild und Betrachter. Foto: Pfeifer
Bild und Betrachter. Foto: Pfeifer

Regensburg. Ein Augenblick, kürzer als der Flügelschlag einer Honigbiene, eingefangen für die Ewigkeit - Der Moment, als der Freistoß des Nachwuchsstürmers ins Tor trudelt oder in dem ein Markus Söder in einer genervten Grimasse für einen Sekundenbruchteil seine wahre Gefühlslage offenbart: Pressefotos halten Geschichte fest, ob es der Fotografierte gut findet oder nicht.

Diesmal nicht im DEZ

Und das eine oder andere mal ist ein Bild mehr als nur ein visueller Zeitzeugenbericht, sondern ein Stück Zeitgeschichte. Ein Abbild eines Lebens, eines Landes, eines Zeitgeistes.

Der Wettbewerb „Pressefoto Bayern“ sammelt jedes Jahr diese besonderen Kleinode. Die aktuelle Ausstellung der Preisträger 2017 ist ab jetzt auch in Regensburg zu sehen. Dieses mal nicht wie üblich im Donau-Einkaufszentrum, sondern im Foyer der Regensburger Zentrale der Bayernwerk AG. Die Bayernwerke sind langjähriger Sponsor des Preises.

Ein Siegerfoto stammt aus Neumarkt

Am Dienstag fand die Eröffnung statt, für Besucher ist die Ausstellung der 80 Pressefoto-Siegerbeiträge noch bis zum 13. Juli täglich zwischen sieben Uhr morgens und sieben Uhr Abends kostenlos geöffnet.

„Bilder verbinden Menschen – damit wird auch deutlich, worin die Kunst der Fotografie und insbesondere der Pressefotografie liegt,“ erklärt Dennis Amour, Geschäftsführer des Bayerischen Journalisten-Verbandes, „im Richtigen Augenblick den Moment einzufangen, einen Augenblick, der eine Geschichte erzählt.“ Dafür lohne es sich, den Wert eines Fotografen auch bei der Online-Bilderflut nicht gering zu schätzen.

Da kann auch Preisträger Günter Distler aus Feucht nur zustimmen. Er gewann in der Kategorie „Bayern, Land & Leute“ den Sonderpreis für ein herausragendes Action-Bild des Weltrekordversuchs im Maßkrug-Weittragen in Neumarkt. Um das Bild des sichtlich überanstrengten, bierüberschütteten Kellners Michael Sturm in den Kasten zu bekommen, wartete er über eine Stunde auf den Augenblick kurz vor der Ziellinie.

Sowohl Fotograf Distler, als auch Weltrekordler Sturm schauten bei der Ausstellungseröffnung vorbei und erzählten die Geschichte hinter dem Bild. Beide sind nun Teil der 18-jährigen Geschichte des Wettbewerbs „Pressefoto Bayern“, bei dem jedes Jahr 80 herausragende Bilder aus knapp 1000 Einsendungen ausgewählt werden. Eine Jury aus Fotografen, Fotolehrern und SZ-Bildredakteurinnen hat die Aufgabe, die besten aus einem Pool herauszupicken.

Gewertet wird ganz anonym - egal ob kleine Lokalzeitung oder Hauptstadt-Zeitschrift. Schließlich resonieren oft gerade die kleinen Momente mit uns. Und wenn es nur eine Verfolgungsjagd mit einem ausgebüchsten Stier auf einem Erdinger Feld zeigt.

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