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Kultur

Regensburger Band holt Rock & Pop Preis

Fuchsteufelswild wurde zur besten Folkrockband Deutschlands gekürt. Es war ein Jahr voller Höhepunkte für die Musiker.
Von Curd Wunderlich

  • Seit drei Jahren rockt Fuchsteufelswild die Bühnen. Foto: Floh Hessler
  • Seit drei Jahren rockt Fuchsteufelswild die Bühnen. Foto: Floh Hessler
  • Die Musiker geben bei ihren Bühnenshows alles. Foto: Tobias M. Eckrich

Regensburg.Eine Regensburger Band ist die beste Folkrockband Deutschlands. Beim renommierten Deutschen Rock & Pop Preis setzten sich „Fuchsteufelswild“ aus der Donaustadt gegen die Konkurrenz aus Leipzig und Trier durch und krönten damit ihr ohnehin schon erfolgreiches Jahr 2017. „Wenn man von Musikerkollegen so gewürdigt wird, ehrt einen das schon sehr nach der ganzen Arbeit, die man in solch ein Projekt steckt“, sagt Leadsänger Basti Brenner im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Das Jahr hatte bereits viele Highlights für die noch junge Band bereitgehalten. 2014 gegründet, stand heuer bereits ein Gig auf dem legendären Wacken Open Air im Tourplan der acht Mittelalter-Folk-Rocker. Ihren Hut in den Ring warfen sie mit ihrem 2016 veröffentlichten Konzeptalbum „Weltenmeer“.

Sehen Sie hier einen Video-Mitschnitt der Bühnenshow:

„Die Grundidee dabei war, Märchen, Mythen und Sagen zu vertonen“, erklärt Brenner im MZ-Gespräch. Nach intensiver Textrecherche und Überlegungen, wie man die Geschichten musikalisch umsetzen kann, hätte er mit Gitarrist Wuschel innerhalb eines viertel Jahres die insgesamt 18 Songs fertiggeschrieben. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit den „Sechs Schwänen“ oder dem Märchen vom „Eisenhans“.

Dreiviertelstunde banges Warten

Seit drei Jahren rockt Fuchsteufelswild die Bühnen. Foto: Tobias M. Eckrich

Dieses Album schickten sie zur Bewertung an die Jury des Deutschen Rock & Pop Preises. Wie gut sie abgeschnitten hatten, wussten die Musiker von „Fuchsteufelswild“ und ihre Fans, die sie zur Preisverleihung nach Siegen begleitet hatten, noch nicht, als sie in der Siegerlandhalle mit rund 300 anderen Nominierten aus allen möglichen Kategorien endlich auf der Bühne standen.

„Weil es so viele Kategorien waren, standen wir bestimmt schon eine dreiviertel Stunde auf der Bühne, als endlich die Folkrockbands dran waren“, erinnert sich Basti Brenner im MZ-Gespräch.

Als „Fuchsteufelswild“ als Sieger genannt wurde, feierten Band auf der Bühne und mitgereiste Fans im Zuschauerbereich gemeinsam. „Das war schon ein toller Moment. Vor allem auch, weil unsere Fans das miterleben konnten.“ Auf der sechsstündigen Rückfahrt nach Regensburg wurde im Bus noch bis in die Morgenstunden weitergefeiert - natürlich ohne die Fahrer.

Auftrittszahlen verdoppelt

Die Gruppe Fuchsteufelswild hat sich in dieser Konstellation 2014 gegründet. Foto: Fuchsteufelswild

Zehn Fans hatten die Musiker zu der Preisverleihung begleitet, bei der Kollegen aus anderen Kategorien teilweise auch noch live vor der Jury auftreten mussten. „Das war sehr familiär, weil das eben Fans waren, die auch sonst wirklich immer dabei sind und sich so richtig mit uns freuen konnen“, erzählt Brenner. Aber nicht nur aus dem Regensburger Umland hatten sich Fans mit „Fuchsteufelswild“ auf den Weg nach Siegen gemacht. „Im Saal waren auch noch Fans von dort aus der Umgebung, die extra gekommen waren.“ Entsprechend laut sei es bei der Verkündung des ersten Preises geworden.

Ein Avicii-Cover von Fuchsteufelswild:

Die Band, die ihr Publikum mit sanften, emotionsgeladenen Folkballaden ebenso wie mit packenden Rocksongs erreichen will und dabei auch sozialkritische Texte nicht scheut, sieht das Ende der Fahnenstange mit deutlich über 20 Tourstationen im Jahr 2017 noch nicht erreicht. „Die Auftrittszahlen haben sich seit unserer Gründung 2014 Jahr für Jahr verdoppelt“, macht Brenner deutlich. So könne es gerne weitergehen. „Wir haben schon alle das Ziel, Berufsmusiker zu werden.“

Seit drei Jahren rockt Fuchsteufelswild die Bühnen. Foto: Floh Hessler

Um diesem Traum näher zu kommen, arbeiten „Fuchsteufelswild“ hart. Geigerin Sophie Fischer beispielsweise studiert ihr Instrument derzeit in Stockholm. Die Mühen scheinen sich auszuzahlen: Der erste Platz beim Deutschen Rock & Pop Preis war schon für heutige Szenegrößen wie Pur, Yvonne Catterfeld oder Luxuslärm Ausgangspunkt für ihre großen Karrieren.

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