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Leseraktion

Regensburger Haustiere mit Promi-Status

Polizeihund Bruno, Kater Pep oder die Stadtmaus sind bekannt. Jetzt wollen wir die Lieblinge anderer Bürger groß rausbringen.
Von Heike Haala

Kater Pep sorgte Anfang 2015 für Furore an der Universität Regensburg. Eine Facebook-Gruppe drehte sich um die Aktivitäten des Tiers. Foto: Hofmann
Kater Pep sorgte Anfang 2015 für Furore an der Universität Regensburg. Eine Facebook-Gruppe drehte sich um die Aktivitäten des Tiers. Foto: Hofmann

Regensburg.Manche Regensburger Haustiere sind bereits berühmt. Zum Beispiel Unikater Pep, Polizeihundewelpe Bruno oder die Stadtmaus. Am Dienstag aber wollen wir die Tiere unserer Leser kennenlernen. Dann ist „Liebe-Dein-Haustier-Tag“. Haben Sie einen besonders schönen Schnappschuss von Ihrem Liebling? Würden Sie das Foto gerne in der Mittelbayerischen sehen? Schicken Sie uns den Schnappschuss mit Angabe des Fotografen bis einschließlich Montag, 19. Februar, an die E-Mail-Adresse: regensburg@mittelbayerische.de . Die schönsten Fotos von Regensburger Haustieren veröffentlichen wir am Dienstag zum „Liebe-dein-Haustier-Tag“ in der Mittelbayerischen.

Klicken Sie auf das Bild und erfahren Sie, warum die Tiere berühmt sind. Mehr Informationen finden Sie unter der Online-Grafik.

Polizeihund Bruno: Ein Welpe lernt die Nasenarbeit

Polizeihundewelpe Bruno wird gerade zum Drogenhund ausgebildet. Gerade ist er aber noch in der Grundausbildung. Foto: Haala
Polizeihundewelpe Bruno wird gerade zum Drogenhund ausgebildet. Gerade ist er aber noch in der Grundausbildung. Foto: Haala

Bruno ist noch nicht einmal ein Jahr alt, aber schon eine Berühmtheit. Wenn er mit seinem Herrchen Georg Fleischmann von der Hundestaffel am Polizeipräsidium Oberpfalz in den Arcaden das Rolltreppe-Fahren übt, kann sich der junge belgische Schäferhund der Aufmerksamkeit aller Anwesenden sicher sein. Auch die Mitarbeiter des Security-Dienstes kennen Bruno schon, ebenso der Eishändler. Bei ihm staubt der kleine Rüde schon mal einen Keks ab. Abgesehen davon bekommt Bruno von dem Rummel um ihn aber nicht viel mit: Er ist zu beschäftigt damit, alles abzuschnüffeln. Auf Bruno kommt in der nächsten Zeit viel Nasenarbeit zu. Er soll zum Drogenspürhund ausgebildet werden. Er und sein Herrchen arbeiten aber nicht nur zusammen, Bruno wohnt auch bei Fleischmann. „Ich verbringe mehr Zeit mit Bruno als mit meiner Familie“, sagt Fleischmann.

Weihnachtsigel Nepomuk: Die Rückkehr eines treuen Freundes

Wild und treu wie ein Haustier: Weihnachtsigel Nepomuk Foto: Hueber-Lutz
Wild und treu wie ein Haustier: Weihnachtsigel Nepomuk Foto: Hueber-Lutz


Igel sind keine Haustiere. Dieses Exemplar aber ist so eine treue Seele, dass es fast als eines durchgehen könnte: der Weihnachtsigel Nepomuk. Weihnachtsigel heißt er, weil ihn eine Oberislingerin in der Weihnachtszeit im Jahr 2016 fand. Sie war auf den Igel aufmerksam geworden, weil er so laut hustete. Dabei sollte er in der Adventszeit schon längst Winterschlaf halten. Da sich die Frau mit Igeln auskennt, nahm sie das schmächtige Kerlchen mit nach Hause, fütterte es ordentlich und wilderte es im vergangenen Sommer wieder aus. Weit entfernte sich Nepomuk aber nicht von seiner Lebensretterin: Im vergangenen Sommer entdeckte sie ihn in ihrem Garten wieder – sie erkannte Nepomuk an einem grauen Fleck auf seiner Nase.

Pudel-Mix Charly: Zwei Notfälle und ein Fernsehauftritt

Pudel-Mix Charly war kürzlich bei „Das perfekte Dinner“. Foto: Werner
Pudel-Mix Charly war kürzlich bei „Das perfekte Dinner“. Foto: Werner


Pudel-Mix Charly sorgte seit Juni gleich zweimal für Schlagzeilen. Vor knapp sechs Jahren hat ihn sein Frauchen Gisela Werner vor dem sicheren Tod in Ungarn gerettet und den Rüden mit den rehbraunen Augen zu sich nach Regensburg geholt. Seit Charly da ist, geht es bei Werner rund zu Hause. Dramatisch wurde es am 5. Juni im vergangenen Jahr. Gegen 20.24 Uhr alarmierte Charlys Frauchen die Feuerwehr: Der Hund war in einen Abwasser-Kanal geraten. Gisela Werner wusste nicht, wie sie ihn retten sollte. Schließlich ging ein Feuerwehrmann im Taucheranzug ins Wasser und fing Charly wieder ein. Zwar habe Charly im Abwasserrohr laut Feuerwehr noch etwas verunsichert gewirkt, als er aber wieder festen Boden unter den Füßen hatte, überwog seine Freude über die Gesellschaft, die sich seinetwegen versammelt hatte. Charly schüttelte das Wasser aus seinem Pelz und begrüßte jeden Retter einzeln. Vor kurzem war Charly auch noch in der Vox-Sendung „Das perfekte Dinner“ zu sehen.

Die Stadtmaus: Das Haustier aller Regensburger

Diese Steinfigur an der Neuen Waag ist die Stadtmaus. Foto: Lex
Diese Steinfigur an der Neuen Waag ist die Stadtmaus. Foto: Lex

Sie ist das Haustier aller Regensburger: die Stadtmaus an einem Eckfenster der Patrizierburg „Neue Waag“ am Haidplatz. Die kleine Maus aus Stein hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die hat mit dem ehemaligen Dombaumeister Richard Triebe zu tun: Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Neue Waag renoviert werden. Triebe erneuerte dabei eine Kreuzrippe der ehemaligen Kapelle im Inneren des Gebäudes. Dabei verzierte er eine Konsole aus Stein mit einer Mausskulptur. Die aber ist heute gar nicht mehr zu sehen. Die Stadtmaus an der neuen Waag ist bereits die zweite ihrer Art. Das Original befand sich einst an einem Durchgang von der Waaggasse zum Haidplatz. Als dieser geschlossen wurde, hat man die Maus durch ein Steinrelief in der Vorhalle ersetzt, das später noch einmal an seinen jetzigen Standort versetzt wurde. Besonders bei Touristen ist die kleine Maus beliebt, sagt man ihr doch nach, dass man, wenn man sie berührt, nie wieder arm wie eine Kirchenmaus sein wird – oder alternativ wieder einmal nach Regensburg zurückkehrt.

Kater Pep: Der Facebook-Star bleibt verschollen

Kater Pep sorgte Anfang 2015 für Furore an der Universität Regensburg. Eine Facebook-Gruppe drehte sich um die Aktivitäten des Tiers. Foto: Hofmann
Kater Pep sorgte Anfang 2015 für Furore an der Universität Regensburg. Eine Facebook-Gruppe drehte sich um die Aktivitäten des Tiers. Foto: Hofmann


Ob im Bücherregal für französische Literatur, vor dem Computer in der Bibliothek bei der Opac-Recherche oder pennend auf irgendeinem Heizkörper der Universität Regensburg – von Januar bis März 2015 war Kater Pep nicht nur der Star der Alma Mater, sondern auch das beliebteste Fotomotiv der Studierenden. Der Grund dafür war die Facebook-Gruppe Pep Tracking. Sein Frauchen und eine Freundin gründeten diese, weil der umtriebige Kater liebend gerne über den Campus streifte und sein Zuhause nur mehr selten aufsuchte. Der Gedanke: Die Studierenden sollten Fotos von Pep posten. So wusste sein Frauchen stets, wo sich der Kater gerade aufhielt und konnte ihn einsammeln. Die Gruppe verhalf Pep aber auch zu seiner Popularität an der Universität. Nach einem Bericht in unserer Zeitung brach ein regelrechter Hype um das Tier los, der bis Ostern 2015 nicht mehr abebben wollte. Dann wurde es still um den Kater. Denn Pep verschwand spurlos. Im Mai 2016 erschien im Bastei-Lübbe-Verlag ein Lesebuch über den Kater, das die aufregende Zeit mit ihm in Erinnerung ruft. In dem Buch „Pep, der Uni-Kater – Wie ich das Leben der Menschen studierte“ beschreibt die Regensburger Autorin unter dem Pseudonym Marlene Roth die Streifzüge des Katers auf dem Gelände der Universität. Roth erzählt den Lesern kleine Geschichten aus der Perspektive Peps, der die Universität und den Campus erkundet. Dazwischen gibt es viele Bilder von dem umtriebigen Kater zu sehen.

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