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Erfrischung

Regensburgs Bierbrunnen löscht Durst

Auf dem Katharinenplatz neben der Spitalkirche sprudelt nicht nur Wasser aus den Hähnen des Brunnens.
Von Aaron Grassl

Braumeister Anton Miller zapft Bier aus dem Katharinenbrunnen. Foto: Graßl
Braumeister Anton Miller zapft Bier aus dem Katharinenbrunnen. Foto: Graßl

Regensburg.Ein Brunnen aus dem Bier sprudelt – der Traum vieler Männer. Ein solcher steht seit Kurzem auf dem Katharinenplatz neben der Spitalkirche. Wer auf Freibier hofft, muss allerdings bitter enttäuscht werden. Der in den Brunnen integrierte Zapfhahn wird nur zu besonderen Anlässen aktiviert. So etwa am Mittwochabend, als die neue Attraktion von Domdekan Johann Neumüller gesegnet und damit offiziell eingeweiht wurde.

Aus vier Hähnen fließt Wasser in ein achteckiges Becken. Der Granitblock, aus dem das Becken gehauen wurde, wog vor Bearbeitung 20 Tonnen.

Der Granitblock ist vier Tonnen schwer

Ausgehöhlt und in Form gebracht ist er noch vier Tonnen schwer. Auf einer ebenfalls achteckigen Säule befindet sich eine etwa ein Meter große Katharinenstatue. Katharina von Alexandria ist eine der vier großen heiligen Jungfrauen der katholischen Kirche. Sie lebte der Überlieferung nach im 3. und frühen 4. Jahrhundert und erlitt aufgrund ihres Glaubens das Martyrium. Der Legende nach war sie eine äußerst intelligente und schlagfertige Frau, weshalb sie unter anderem als Schutzpatronin für Gelehrte und Studenten verehrt wird.

Der neue Katharinenbrunnen stellt den Höhepunkt der Platzgestaltung vor der Spitalkirche dar. Er gibt dem Katharinenplatz nun seine künstlerische Mitte und nimmt viele Elemente der Spitalstiftung in sich auf. So verweisen die acht Ecken auf die mittlerweile 800 Jahre andauernde Geschichte des Spitals, das um 1220 als Gemeinschaftsprojekt des Bischofs und der Bürger von Regensburg entstand. Der Brunnen sei nicht ausschließlich mit Maschinen gefertigt worden, sondern händisch mit Hammer und Meissel überarbeitet worden, erläuterte Künstler Sandro Herbrand sein Werk.

Silberschmiedearbeit diente als Vorbild

Die Statue ist einer wertvollen Silberschmiedearbeit der Heiligen Katharina nachempfunden, die sich im Besitz des Spitals befindet. Da sich im Kopf der kleinen Figur einst eine Reliquie befand, hat Herbrand in Anspielung darauf die Widmung an sein Werk „Gesegnet sei die Welt mit allem, was uns glücklich macht“ auf der Innenseite des Kopfes der großen Brunnenstatue eingravieren lassen. Der Bau des Brunnens dauerte zwei Jahre an und kostete etwa 70 000 Euro.

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