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Lifestyle

Schönheit kann man lernen

Im Schminkkurs für Best-Ager im Rahmen der M-Akademie erfuhren Damen, wie man sich kosmetisch ins rechte Licht setzt.
Von Gabi Hueber-Lutz

Nelli Ernst schminkt das eine Auge, die Kursteilnehmerin ist dann beim zweiten Auge selber dran.  Foto: Hueber-Lutz
Nelli Ernst schminkt das eine Auge, die Kursteilnehmerin ist dann beim zweiten Auge selber dran. Foto: Hueber-Lutz

Regensburg.In der jüngsten M-Akademie drehte sich alles um das Thema Schönheit. Schminken für Best-Ager war angesagt. Nelli Ernst und Christina Stang luden dazu in ihr Haarstudio Art of Hair. Für die Kursteilnehmerinnen hatten sie einen Teil ihres Salons als Schminkstudio hergerichtet und zeigten den sechs Damen, wie man die harmonische Ausstrahlung in den sogenannten besten Jahren mit kosmetischen Mitteln unterstützen kann.

Die beiden Friseurmeisterinnen, die als Visagistinnen nicht nur das Haar ihrer Kunden im Blick haben, stellen an den Anfang des Kurses erst einmal das Interview über die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen. Intensiv unterhalten sie sich mit ihnen über ihre Erwartungen. „Sie sagen uns, was Sie möchten und warum Sie hier sind“, fordert Nelli Ernst die Damen auf.

Die Augen stehen im Mittelpunkt

Zuhause reichen drei bis vier Schminkpinsel völlig aus, sagte Christina Stang. Beim Profi darf’s natürlich ein bisschen mehr sein.  Foto: Hueber-Lutz
Zuhause reichen drei bis vier Schminkpinsel völlig aus, sagte Christina Stang. Beim Profi darf’s natürlich ein bisschen mehr sein. Foto: Hueber-Lutz

Für das große Abend-Make-up ist an diesem Tag keine der Frauen gekommen. „Natürlich soll es sein, und eine Stunde brauchen will ich auch nicht“, macht eine Teilnehmerin der M-Akademie ihren Wunsch an die tägliche Kosmetik klar. Schminkprofis mit ganz gezielten Fragen sitzen bei dem Kurs am Tisch. Aber auch jene Frau, die sagt, dass sie irgendwann einmal aufgehört hat, sich zu schminken und nun doch gerne wieder ein bisschen was machen möchte.

Viele der Frauen sind Brillenträgerinnen und das Make-up der Augen steht für sie ganz besonders im Mittelpunkt. Und ein bisschen Typberatung ist immer gefragt.

Der Anfang jedes gelungenen Make-ups ist die gründliche Reinigung der Haut. Die Damen bekommen also Reinigungsmilch, die alle losen Schüppchen von der Haut entfernt. Dann Gesichtswasser, um die Haut mit Feuchtigkeit zu tränken, und nun eine Gesichtscreme.

Das Augen-Make-up wird in mehreren Schritten aufgetragen. Nach dem Lidschatten wird der Lidstrich aufgebracht. Und zwar nicht am ganzen oberen Lidrand, sondern nur bis zur Hälfte. Von hier aus wird er sanft mit einem Mini-Schwämmchen zur Mitte hin verstrichen.  Foto: Hueber-Lutz
Das Augen-Make-up wird in mehreren Schritten aufgetragen. Nach dem Lidschatten wird der Lidstrich aufgebracht. Und zwar nicht am ganzen oberen Lidrand, sondern nur bis zur Hälfte. Von hier aus wird er sanft mit einem Mini-Schwämmchen zur Mitte hin verstrichen. Foto: Hueber-Lutz


Der Fahrplan für die nächsten Stunden ist dann schnell klar. Die Fachfrauen suchen gemeinsam mit den Kursteilnehmerinnen die Farbpalette aus, die gewünscht wird. „Wollen wir es langsam angehen oder schnell?“, fragt Nelli Ernst eine Dame mit markanter roter Brille. Wenn’s das Zweitere sein soll, wird es bunt um die Augen.

Doch nein, es pressiert keiner der Damen, die bunte Palette bleibt weitgehend eingepackt. Trotzdem sind die Farben nicht immer das, was die Damen aus dem eigenen Alltag gewöhnt sind. „Ich bin überrascht, das Grün des Lidstrichs ...“, sagt eine der Frauen am Ende und lächelt erfreut. Die Frauen haben allesamt ein gutes Gespür für die Farben, die zu ihnen passen, lassen sich aber auch auf die Vorschläge der beiden Visagistinnen ein.

Wer testen möchte, ob der Ton des Make-ups zur Haut passt, sollte das nie am Handrücken tun, denn dort ist die Hautfarbe immer anders. Der richtige Ort ist ein Strich mit dem Make-up am Wangenknochen entlang.  Foto: Hueber-Lutz
Wer testen möchte, ob der Ton des Make-ups zur Haut passt, sollte das nie am Handrücken tun, denn dort ist die Hautfarbe immer anders. Der richtige Ort ist ein Strich mit dem Make-up am Wangenknochen entlang. Foto: Hueber-Lutz

Doch zurück zum Anfang. Die eine Hälfte des Gesichts wird nach der Reinigung in mehreren Arbeitsschritten von den beiden Visagistinnen geschminkt, für die zweite Hälfte sind die Kursteilnehmerinnen selber dran.

Christina Stang nennt eine der Grundüberlegungen zum Make-up: Es dient nicht dazu, die Haut brauner zu machen, sondern es sorgt dafür, dass sie gleichmäßiger aussieht. „Sie sind gut gebräunt, sagte sie zu einer der Damen, „wir müssen nur ein wenig Ruhe in Ihre Wangen bringen“. Und tatsächlich: Ein paar Handgriffe und das Gesicht wirkt ebenmäßiger, glatter. Eine wichtige Rolle spielt an dieser Stelle auch der Concealer. Er kann aus einem müden Gesicht ein waches machen, Augenringe und rote Äderchen abdecken, Partien aufhellen und Unebenheiten kaschieren.

Die Frauen stellen schnell fest, dass das Hautbild der Gesichtshälfte mit Make-up ein feineres ist, ohne unnatürlich angemalt zu wirken. Dann haben Lidschatten und Lidstrich in verschiedensten Formen ihre Auftritte.

Einfach ausprobieren

So trägt man Rouge auf: Den Pinsel beim Ohr ansetzen, nach unten ziehen und dann „das C ums Auge herum“, also mit dem Pinsel einen Rougebogen ums Auge auftragen.  Foto: Hueber-Lutz
So trägt man Rouge auf: Den Pinsel beim Ohr ansetzen, nach unten ziehen und dann „das C ums Auge herum“, also mit dem Pinsel einen Rougebogen ums Auge auftragen. Foto: Hueber-Lutz

Wichtiges Utensil dabei: Wattestäbchen und Wattepads. Denn nicht alles gefällt, nicht alles gelingt auf Anhieb. Weiter geht es mit Rouge. „Wenn ich Sie ansehe, denke ich an Apricot“, sagt Nelli Ernst mit Kennerblick zu einer der Frauen. Das Apricot sieht gut aus und nun noch der Lippenstift. Der schön geschminkte Mund ist das letzte Puzzlestück eines vorteilhaften Make-ups.

Auch das Schminken ist der Mode unterworfen. Zweimal pro Jahr bekommen die beiden Fachfrauen neue Looks rein. Andere Farben, andere Techniken. Deren Anwendungen lernen sie dann auch praktisch kennen und können sie an ihre Kundinnen weitergeben.

Am Ende der M-Akademie bekommen die Damen noch eine Art Merkzettel mit, auf der die verwendeten Farben notiert sind, damit sie das Make-up zuhause nachvollziehen können. Dann entlassen Nelli Ernst und Christina Stang sie perfekt geschminkt in den Frühlingsabend.

Die M-Akademie

  • Programm:

    Die M-Akademie bietet nicht nur MZ-Lesern ein breitgefächertes Angebot an.

  • Bereiche:

    Das Angebot ist in die sechs Kategorien Küche & Genuss, Sport & Freizeit, Persönlichkeit & Leben, Gesundheit & Wohlbefinden, Kunst & Kreativität und Technik & Digitales unterteilt.

  • Informationen:

    Eine Übersicht über Termine und Kurse der M-Akademie finden Sie auf unserer Homepage unter www.mittelbayerische.de/akademie

  • Buchung:

    Interessierte können die Kurse telefonisch unter der Nummer 0800 207 207-0 (kostenfreie Hotline) buchen.

  • E-Mail:

    Alternativ können Sie sich auch per E-Mail an akademie@mittelbayerische.de für die Angebote der M-Akademie anmelden.

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