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Politik

Schüler wählen zweiten Jugendbeirat

Regensburger im Alter zwischen 14 und 17 Jahren stimmen für ihre Vertretung ab. 44 Kandidaten stehen zur Wahl.
Von Laura Lindner

Die ersten Wahllokale öffneten am Montag ihre Türen. Foto: Lindner
Die ersten Wahllokale öffneten am Montag ihre Türen. Foto: Lindner

Regensburg.Das Erfolgsprojekt Jugendbeirat geht in die zweite Runde: Vom 19. bis 23. Februar öffnen die Wahllokale in Schulen und Jugendzentren im ganzen Stadtgebiet, damit die 4332 Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben können. Das Motto der jungen Regensburger lautet: „Es ist deine Stadt – misch dich ein!“

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer besuchte am Montag am ersten Wahltag das Wahllokal des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums. Für viele Jugendliche ist es das erste Mal, dass sie sich an einer Wahl beteiligen. Maltz-Schwarzfischer hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung: „Die Stimme der Jugend ist uns sehr wichtig.“

Jugendbeirat erzielte Erfolge

Vom Albrecht-Altdorfer-Gymnasium stehen sechs Schüler als Kandidaten zur Wahl. So auch die 16-jährige Nina Schweitzer aus der zehnten Klasse. „Ich finde es cool, dass es in Regensburg einen Jugendbeirat gibt“, sagte die Schülerin. Jeder solle ihrer Meinung nach seine Chance auf politische Beteiligung nutzen.

Dass der Jugendbeirat in den vergangenen beiden Jahren viel erreicht habe, mache der 16-Jährigen Mut, sich auch in Zukunft dafür zu engagieren. „Das RVV-Onlineticket war ein großer Erfolg“, freute sich die junge Kandidatin. Der Jugendbeirat habe sich in den vergangenen beiden Jahren dafür eingesetzt, dass Busfahren günstiger wird, und man durch den Einsatz von Nachtbussen auch nachts sicher zu Hause ankommt.

Die Interkulturelle Sportnacht, die der Beirat in seiner ersten Legislaturperiode organisiert hat, gehörte ebenfalls zu den Erfolgen der vergangenen beiden Jahre. In Kooperation mit Halle 37, dem Stadtjugendring, Campus Asyl e. V. und dem Parkour Regensburg e. V. haben die jungen Nachwuchspolitiker es geschafft, den Austausch zwischen jugendlichen Flüchtlingen und Einheimischen durch sportliche Aktivitäten zu fördern. Auch die Sticker-Kampagne des Jugendbeirats sorgte für Aufsehen. Mit dieser Aktion und Sprüchen wie „Mir steht dein Müll besser als der Umwelt“, haben die Jugendlichen darauf aufmerksam gemacht, dass der Müll in den dafür vorgesehen Behältern entsorgt werden soll.

Die Lust, etwas zu verändern

Die Beiräte der vergangenen Jahre sind stolz auf ihre Leistungen. Olcay Cakan gefiel vor allem das gemeinsame Arbeiten: „Ich war gern im Jugendbeirat, weil es schön war zu sehen, wie es durch Teamwork möglich ist, etwas zu bewirken und zu verändern.“

Auch Nina Schweitzer, die auf einen Sitz im Beirat hofft, bestätigte: „Das Wichtige ist die Lust, etwas zu verändern.“ Genau aus diesem Grund wählen die Schüler ihre Vertreter. Die 15-jährige Carla war eine der ersten, die am Montag ihren Wahlzettel in die Urne warf.

„Ich finde es gut, dass ich die Person wählen kann, die meine Interessen vertritt und dadurch mitentscheiden kann.“ Für den Wahlvorgang seien die Schüler vom Unterricht freigestellt, erklärte die Schülerin. Voraussetzung für die Wahl sei es, dass die Jugendlichen mindestens drei Monate mit Hauptwohnsitz in Regensburg gemeldet sind und ihre Wahlbenachrichtigung mit ins Lokal bringen.

Auch das Engagement der Wahlhelfer solle dabei gewürdigt werden, sagte Maltz-Schwarzfischer, die sich bei den jungen Helfern im Namen der Stadt bedankte. „Der Jugendbeirat ist ein Erfolgsprojekt von Regensburg.“

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