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Regensburg
Samstag, 22. September 2018 28° 2

Zeitkapsel

Sensationsfund am Dachauplatz

Bei Grabungen für den neuen Brunnen in Regensburg wurde ein Grundstein mit Zeitkapsel aus dem Jahr 1679 entdeckt.
Von Curd Wunderlich

  • Bürgermeister Gertrud Maltz-Schwarzfischer übergab die historischen Stücke an Bischof Rudolf Voderholzer für das Diözesanmuseum. Foto: Curd Wunderlich
  • Gertrud Maltz-Schwarzfischer bestaunte die Schätze. Foto: Curd Wunderlich
  • Das Bleikästchen enthielt viele kleine Schätze. Foto: Curd Wunderlich

Regensburg.Dort wo ehemals 1809 das Kloster St. Klara stand, fanden Archäologen, die die Bauarbeiten für den Brunnen begleiteten, einen Grundstein mit Zeitkapsel aus dem Jahr 1679. Bei einer Pressekonferenz am Freitagvormittag wurden die Fundstücke erstmals präsentiert und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer übergab die historischen Stücke an Bischof Rudolf Voderholzer für das Diözesanmuseum.

Wie es bis heute noch Brauch ist, wurden in das Bleikästchen als Zeitkapsel unter anderem zeitgenössische Münzen gelegt. Insgesamt wurden sechs Silbermünzen der Jahre 1671 bis 1676 gefunden, darunter Prägungen von Kaiser Leopold I..

Ein Video von der Präsentation sehen Sie hier:

Kleine Sensation versteckte sich im Kloster-Grunds

Zeitgenössische Münzen und ein Kreuzamulett

Bischof Rudolf Voderholzer zeigt das doppelarmige Kreuzamulett aus Messing. Foto: Curd Wunderlich
Bischof Rudolf Voderholzer zeigt das doppelarmige Kreuzamulett aus Messing. Foto: Curd Wunderlich

Besonders hob Kulturreferent Klemens Unger ein doppelarmiges Kreuzamulett aus Messing hervor. Es sei besonders qualitätsvoll gearbeitet, werde als „Caravaca-Kreuz“ bezeichnet und sei sowohl dem Heiligen Franziskus als auch dem Heiligen Sebastian geweiht.

Schätze werden jetzt restauriert

Die Schätze müssen jetzt geschichtlich eingeordnet werden. Foto: Curd Wunderlich
Die Schätze müssen jetzt geschichtlich eingeordnet werden. Foto: Curd Wunderlich

Die vielen Schätze zu restaurieren und ihre Bedeutung im geschichtlichen Kontext der Stadt herauszuarbeiten liegt jetzt in den Händen des Diözesanmuseums mit Maria Baumann als Leiterin der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg an der Spitze. Im Idealfall könnte ein Historiker eine Abschlussarbeit über die Fundstücke schreiben und sie damit geschichtlich einordnen. Wenn alles glatt läuft, könnten die historischen Stücke dann ab 2019 im dann neu eröffneten Museum St. Ulrich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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