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Regensburg
Freitag, 21. September 2018 28° 4

Bau

Stadtosten wird „Soziale Stadt“

Ein neues Projekt startet in Regensburg: Anwohner können bei der Bürgerbeteiligung mitmachen und mitgestalten.
Von Laura Lindner

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Anton Sedlmeier berichteten über den aktuellen Stand des Projekts.  Foto: Lindner
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Anton Sedlmeier berichteten über den aktuellen Stand des Projekts. Foto: Lindner

Regensburg.Der Innere Südosten von Regensburg steht vor zahlreichen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Um den rund 10 000 Menschen, die in diesem 200 Hektar großen Stadtgebiet leben, gerecht zu werden, startet das Planungs- und Baureferat der Stadtverwaltung das Projekt „Soziale Stadt“ und lädt alle Anwohner ein, an einer Bürgerbeteiligung teilzunehmen.

Aktuell wird das sogenannte integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept erstellt, an dem auch die Bürger des Gebiets rund um das Gleisdreieck aktiv mitwirken können, erklärte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei einer Pressekonferenz im Alten Rathaus: „Der Startschuss für die Bürgerbeteiligung fällt am 12. Juni bei einer Auftaktveranstaltung im Marinaforum“. Dabei werden die Bürger über das Projekt „Soziale Stadt“ informiert und haben die Möglichkeit, den Planern erste Hinweise für die Entwicklung des Inneren Südostens zu geben.

Starker Wandel im Osten

Alle interessierten Anwohner, insbesondere aus den Stadtteilen Hohes Kreuz, Kasernenviertel und dem Bereich um das Candis-Viertel, sind dazu eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist laut Angabe der Stadt nicht erforderlich. Die Gründe, weshalb genau dieses Gebiet in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen wurde sind laut Maltz-Schwarzfischer vielfältig: „Der Innere Südosten Regensburgs ist ein Stadtgebiet, das sich derzeit stark wandelt und vor zahlreichen sozialen und städtebaulichen Herausforderungen steht.“

„Mit dem Projekt soll auch die Integration der Flüchtlinge unterstützt werden.“

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer

Die „Soziale Stadt“ ist ein Programm im Rahmen der Städtebauförderung, das städtebaulich, sozial und wirtschaftlich benachteiligte Stadtteile fördern soll, erklärte die Bürgermeisterin weiter. Mit den Fördergeldern von Bund und Land, die laut Anton Sedlmeier, dem Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, 60 Prozent betragen, sollen in erster Linie die Nachbarschaften und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. „Die Stadt Regensburg hat mit dem gleichen Programm in der Humboldtstraße bereits sehr positive Erfahrungen gesammelt“, sagte Maltz-Schwarzfischer.

Quartiersmanagement startet

Im Inneren Südosten soll die „Soziale Stadt“ unter anderem dazu beitragen, den Mangel an Grün - und Aufenthaltsflächen zu beheben, so die Bürgermeisterin. Auch die Umnutzung der Kasernenareale sei geplant.

Maltz-Schwarzfischer betonte bei der Pressekonferenz auch die sozialen Herausforderungen, die in diesem Stadtgebiet gegeben seien. Der Innere Südosten weise einen höheren Migrationsanteil als andere Stadtteile auf. „Mit dem Projekt soll auch die Integration der Flüchtlinge unterstützt werden, die in den Asylheimen untergebracht sind“, sagte sie. Sedlmeier ergänzte: „Auch das ehrenamtliches Engagement der Bürger soll in diesem Bereich später stärker unterstützt werden.“

Doch darüber hinaus sind der Stadt auch Themen wie der sozialen Wohnungsbau und der Bau von Gewerbe, ein verbesserter Lärmschutz sowie eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung bei dem Projekt wichtig. Dafür wird nun das Entwicklungskonzept erstellt, das laut Sedlmeier bis Mitte 2019 fertig sein soll.

Im Sommer 2018 soll darüber hinaus das Quartiersmanagement starten, das der Bevölkerung als Ansprechpartner vor Ort dienen und bestehende Projekte vernetzen wird.

Der Innere Südosten

  • Das Gebiet

    umfasst rund 200 Hektar und wird im Norden von der Greflinger, der Prinz-Ludwig sowie der Straubinger Straße und der Alten Straubinger Straße abgegrenzt.

  • Im Südwesten

    reicht das Gebiet bis zur Landshuter Straße und im südlichen beziehungsweise östlichen Bereich bis zum Odessa-Ring.

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