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Kultur

Statt Filmen gibt es nun Kunst im Kino

Im ehemaligen Gloria-Kino in Regensburg ist zeitgenössische Kunst zu sehen. Architekt Scheuerer stellt die Umbau-Pläne vor.
Von Miriam Wulf

Das „Gloria“-Kino erwacht nun als Kunstausstellungsraum zu neuem Leben. Foto: Miriam Wulf
Das „Gloria“-Kino erwacht nun als Kunstausstellungsraum zu neuem Leben. Foto: Miriam Wulf

Regensburg.Staunend und um sich blickend betraten am Samstagabend zahlreiche Gäste das ehemalige „Gloria“ Kino. Hier wurde die Ausstellung „Kunst im Kino“ der Künstler Mutsuo Hirano und Thomas Lange eröffnet, die das 1950-er Jahre Gebäude mit ihren Installationen und Malereien zu neuem Leben erweckten. Im ehemaligen Kinosaal lassen sich Leinwand und Beleuchtung noch erahnen, man kann sich vorstellen, wie hier jahrelang Filmerinnerungen geschaffen wurden. Viele Regensburger kamen extra, um zu sehen, was aus dem einstigen Kult-Kino nun werden soll. Einem Gast kommt es gar vor wie „Heilige Hallen“, der 1940 geborene Regensburger sei sehr gespannt darauf gewesen, das „Gloria“ noch mal von innen zu sehen: „Das ist schon etwas schönes. Toll, dass man hier nochmal reinkommt.“

„Gloria“ erwacht zum Leben

Das Architektenpaar Martin und Birgit Scheuerer wurde vom Gloria-Besitzer Franz Wunderlich, dem Erben von Händlmaier, mit dem Umbau des Gebäudes beauftragt. Sie stellten ihre Pläne vor, die allerdings momentan aufgrund des Denkmalschutzes stagnieren. Bürgermeister Jürgen Huber sagte in seiner Begrüßung, Kunst sei „nützlich für die Seele“ und die Kuratorin Dr. Maria Baumann erklärte, es gehe bei der ausgestellten Kunst vor allem um den Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Zukunft. Jens F., der die Ausstellung besuchte, freute sich, dass das Gebäude nun wieder genutzt werden soll.

Mehr Bilder von der Ausstellung sehen Sie hier:

Kunst im ehemaligen Gloria-Kino

„Es ist traurig, dass es so lange nicht genutzt wurde. Und sollten hier wirklich Wohnungen entstehen, wäre das eine tolle Lage.“ Kerstin H. ist gebürtige Regensburgerin, war früher begeisterte Besucherin des Kinos und blieb dem Gebäude auch während seiner Club-Zeiten treu. „Die Räume wirken toll aus Ausstellungsraum. Die Kunst kommt hier richtig gut zur Geltung. Ich würde einen Kulturraum toll finden, der jungen Künstlern für Vernissagen zur Verfügung steht.“

Manche wünschen sich Club zurück

Eva W. dagegen wünscht sich lieber den Club zurück. „Ich komme zwar nicht von hier und kenne das Gloria nur so wie es jetzt ist, aber ein Club hier drin wäre cool. Ich kenne Clubs, die so eine Galerie haben, das wäre schön.“ Eine andere Besucherin gefällt der Raum als Ausstellungsraum besonders.

Kunst im Kino

  • Ausstellung bis 29. Juli:

    Wer das Gloria-Kino noch einmal betreten und sich die Ausstellung von Mutsuo Hirano und Thomas Lange anschauen möchte, kann dies noch bis zum 29. Juli 2018.

  • Öffnungszeiten:

    Geöffnet ist die Ausstellung im Gloria-Kino in der Simadergasse 2a immer Donnerstag bis Sonntag von 16 bis 19 Uhr.

Der kaputte Charme ist sehr stimmig mit den Kunstwerken. Die Komposition zwischen Kunst und den unfertigen Räumen macht es besonders.“ Trotzdem hoffen die Architekten der Werkgruppe Scheuerer, aus dem „Gloria“ bald ein Café mit Showküche sowie Verkaufs- und Marketingbereich der Händlmaier GmbH bauen zu können. „Händlmaier ist auch in den 50er Jahren entstanden, wie das „Gloria“. Beides ist ein Regensburger Original, das würde gut zusammenpassen.“ so Architektin Birgit Scheuerer. Doch wann und ob der Umbau passiert, ist noch unklar.

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