mz_logo

Regensburg
Samstag, 26. Mai 2018 28° 2

Umwelt

Strampeln für Nachhaltigkeit

Schüler der BOS Wirtschaft Regensburg und der BFV werden in einem Workshop über umweltfreundliche Fortbewegung informiert.
Von Aaron Grassl

Regine Wörle (ADFC), Stefan Sulzenbacher (REWAG), Bürgermeister Jürgen Huber, Schulleiter Reinhard Tischler, Wolfgang Wegmann (Samos e. V.), OStR Stefan Krämer, Wolfgang Bogie (VCD) und Nicole Heinze (VR Bank) setzen sich für eine umweltfreundliche Zukunft ein. Foto: Grassl

Regensburg.Über jeweils 1000 Euro durften sich zehn Schulen in der Region freuen. Diese Spende ging einher mit der Verleihung des Umweltpreises „Die grüne Hand“, welcher von der VR Bank Niederbayern-Oberpfalz in Kooperation mit der Mittelbayerischen Zeitung jedes Jahr an Projekte, die sich mit dem Thema Umwelt beschäftigen, verliehen wird.

Einer der Preisträger ist die Berufsoberschule Wirtschaft Regensburg. Aus diesem Anlass veranstaltete die BOS zusammen mit der Berufsfachschule für Büroberufe am Montagvormittag einen Workshop unter dem Motto „Moderne Mobilität Regensburg“, bei dem die Schüler für ökologische Mobilitätsformen sensibilisiert wurden.

Mobilität bezeichne die Möglichkeit, eine räumliche Distanz mittels verschiedener Fortbewegungsmittel zu überbrücken, erklärte Regine Wörle vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Diese beginne bei den Füßen und schließe sämtliche Formen der Fortbewegung bis hin zu Flugreisen mit ein.

Bürgermeister Jürgen Huber veranschaulichte die Wichtigkeit der Mobilität für den Menschen. „Wir wollen uns bewegen. Wir wollen auch herumfahren.“ Mobilität diene nicht nur dem Erreichen eines bestimmten Zielortes, sondern auch der Freizeitgestaltung, so beispielsweise bei Ausflügen mit dem Motorrad. Dies sei legitim und dürfe nicht diskreditiert werden. Dabei sollte man allerdings ein Bewusstsein für die Nutzung von Verkehrsmitteln entwickeln. „Ich will, dass wir mobil sind, aber wir müssen es richtig machen“, appellierte Huber an die anwesenden Schüler.

„Kurze Strecken mit dem Rad!“

Laut einer Statistik sind ein Viertel aller zurückgelegten Wege kürzer als zwei Kilometer. 50 Prozent sind immer noch weniger als fünf Kilometer lang. Diese Strecken könne man problemlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen, beteuerte Wörle. Leider werde hierfür jedoch allzu oft das Auto genutzt.

Wolfgang Bogie vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) verwies auf die gegenwärtige Situation des Öffentlichen Personennahverkehrs in Regensburg. „Der ÖPNV ist das Rückgrat der städtischen Mobilität.“ Ziel des VCD ist es daher, eine grüne Verkehrswende herbeizuführen. Ein wichtiger Schritt hierzu könnte die Stadtbahn für Regensburg sein, die sich derzeit in Planung befindet. Doch schon jetzt wäre eine Optimierung des ÖPNV möglich, in dem etwa der Busverkehr beschleunigt wird. Vorschläge hierzu seien vom VCD ausgearbeitet worden.

Ein weiterer Faktor einer ökologischen Fortbewegung sei die Elektromobilität. Wolfgang Wegmann vom Solarförderverein Samos veranschaulichte, wie durch umweltfreundlichen Strom hohe Wirkungsgrade erzielt werden können. Im Gegensatz zu Rohöl könne das für die Elektrizität benötigte Leichtmetall Lithium recycelt werden. Elektroautos seien daher nicht nur aufgrund ihrer Emissionsfreiheit den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor vorzuziehen.

Schule senkt Energiekosten

Im Anschluss an den Vortragsteil durften die Schüler im Hof der BOS Elektroautos sowie Lasten- und E-Bikes besichtigen und konnten in Diskussionsrunden mit den Referenten die einzelnen Themen vertiefen. Der Workshop diente als Schulung in Sachen Nachhaltigkeit, wofür sich die Schule bereits seit längerem einsetzt. So erklärte OStR Stefan Krämer, Initiator des Projekts, dass die Energiekosten im Schulhaus bereits um 20 Prozent reduziert werden konnten. Auch das Restmüllaufkommen sei aufgrund von strikter Mülltrennung um die Hälfte gefallen. Das Preisgeld werde zum großen Teil an Vereine, die sich für einen umweltfreundlichen Verkehr einsetzen, weitergeleitet.

Mehr Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier.

Die grüne Hand

  • Auszeichnung:

    Mit dem Umweltpreis werden Schulprojekte ausgezeichnet, die sich der Natur und Nachhaltigkeit widmen. Hierbei werden von einer Jury zehn Einrichtungen ausgewählt, die mit jeweils 1.000 Euro unterstützt werden.

  • Bewerbung:

    Es kann sich jede Schulklasse mit einem Projekt bewerben, das einen Bezug zum Thema Umwelt hat und innerhalb des Projektzeitraums umsetzbar ist. Neben der BOS wurden in Regensburg auch die St. Marien-Schulen ausgezeichnet.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht