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Tausende feierten Ostengassenfest

Schlemmen, Tanzen, Gutes tun: Drei Tage war in der östlichen Altstadt viel geboten. Die MZ sammelte Eindrücke.
Von Daniel Steffen

In der Ostengasse pulsierte drei Tage lang das Leben. Foto: Daniel Steffen
In der Ostengasse pulsierte drei Tage lang das Leben. Foto: Daniel Steffen

Ein Akt der Solidarität und des Mitgefühls

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Die „Nacht der Solidarität“ fand am Freitagabend statt. Organisiert vom Regensburger Aktionsbündnis gegen AIDS, entzündeten viele Festbesucher im Innenhof der Ostengasse 31 die Kerzen der Aidsschleife. Auf diese Weise ruft das Aktionsbündnis in Erinnerung, dass weltweit 34 Millionen Menschen mit der Immunschwäche leben müssen.

Livemusik, das ganze Wochenende lang

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Die Bühnen in der Ostengasse und an der Donaulände standen im Zeichen der Livemusik. Vom frühen Nachmittag bis in den späten Abend hinein war ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mit von der Partie waren an der Donaulände auch die Blues-Rocker von „Old School“, die am Freitagabend auftraten.

Mal auf eine Kaffee vorbeikommen

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Der wohl gemütlichste Platz auf dem Ostengassenfest bot sich den Besuchern der Keramikwerkstatt in der Hallergasse. Die Inhaberinnen Dagmar Reinecke und Katharina Rittivoin (hinten in Bild) hatten für die Gäste Kaffee und Kuchen parat und boten Einblick in ihre künstlerische Arbeit rund um die Materialen Keramik und Ton.

Den Zwei- und Vierbeinern zuliebe

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Auch die Soziale Futterstelle, die in der Drehergasse im Steinweg ansässig ist, präsentierte sich auf dem Fest mit einem Stand. Dort gab es allerhand Spielzeug für die lieben Vierbeiner. Die Einnahmen kommen dem Verein und somit bedürftigen Tierhaltern aus und um Regensburg zugute.

Leckereien, wohin das Auge reicht

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Kulinarische Genüsse gab es für die Besucher wie Sand am Meer. Das Angebot reichte von indischen Spezialitäten über arabische Falafel und französischen Pfannkuchen bis hin zu Grillfisch auf afrikanische Art. Die Klassiker aus der heimischen Küche, wie zum Beispiel eine bodenständige Brotzeit, waren aber genau so gefragt.

Alternative Ideen für das Kepler-Areal

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Das Ostengassenfest hat in gewisser Weise auch eine politische Dimension. Künstler Jakob Friedl machte rund 200 Fotos vom Kepler-Areal, um den Besuchern zu zeigen, dass das Hochhaus von allen Seiten zugänglich ist. Seiner Meinung nach soll es erhalten bleiben und mit all seinen Stockwerken vielfältig öffentlich genutzt werden.

Rock ‘n‘ Roll-Party statt WM-Fieber

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Rock ‘n’ Roll als Lebensgefühl – nach diesem Motto verfahren die Musiker von Slick 50 seit mehr als 20 Jahren. Auch wenn sich am Samstagabend aufgrund des WM-Fußballspiels Deutschland gegen Schweden auf dem Ostengassenteilweise die Reihen lichteten, hatte die Band einen großen, fröhlichen Fan-Kreis um sich herum.

Die Engel mit Kamm, Schere und Föhn

Foto: Daniel Steffen
Foto: Daniel Steffen

Sie sind wahre Engel: Die „Barber Angels“ verpassten den Ostengassenfestbesuchern gratis einen schicken Haarschnitt. Die Top-Friseure, die einheitlich in der Rockerkluft auftreten, sind in ganz Deutschland unterwegs, um hilfsbedürftigen Menschen ein Stück ihrer Würde zurückzugeben.

Ein fest mit dem sozialen „toUch“

  • Erfolg:

    Die fünfte Auflage des Ostengassenfests war aus Sicht der veranstaltenden sozialen Initiativen ein voller Erfolg, auch wenn das Wetter an den drei Festtagen nur bedingt mitspielte. Selbst als „König Fußball“ beim Spiel Deutschland gegen Schweden am Samstagabend die Oberhand hatte, lichteten sich die Reihen in der Ostengasse nicht dramatisch, zumal die Rockbands auf den beiden Musikbühnen ein großes Publikum anzogen

  • Musik:

    Die Festbeteiligten waren jedoch pfiffig und schalteten in ihren Räumen den Fernseher an, um andere zum Mitschauen einzuladen. Für Musik-Fans war der Abend umso schöner, konnten sie sich vor den Bühnen so richtig austoben.

  • Solidarität:

    Bereits am Freitag entzündeten viele Festbesucher die Aidsschleife als Zeichen der Solidarität mit HIV-Erkrankten in der ganzen Welt. Solidarisch zeigten sich die Mitveranstalter auch mit Geflüchteten (Initiative Ausbildung statt Abschiebung), der Tierwelt (Greenpeace, Kampagne Schützt die Antarktis) und sozial schwachen Menschen (Barber Angels, Helferkreis Sozial & offen für alle und weitere Akteure).

  • Geschichtserlebnis:

    Das „Römerfest“, von den Schülern des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums erwies sich als ein Publikumsmagnet. Die Führungen hoch auf den Anatomieturm im VillaPark (Organisation: Pindl-Gymnasium) waren komplett ausgebucht.

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Eine alte Tram in neuem Glanz: Die Besucher des Ostengassenfests in Regensburg konnten den sanierten historischen Tram-Beiwagen bestaunen – auch von innen.

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